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Transporter

Elektromobilität im Praxiseinsatz

Städtische Fahrverbote drohen. In der City soll es sauberer zugehen. Daher verabschieden sich immer mehr Handwerksbetriebe, Unternehmen und Kommunen von ihren alten Dieselflotten und setzen auf E-Nutzfahrzeuge, auch auf dem Bau. Der StreetScooter ist schon in Städten unterwegs – zum Beispiel in Bonn und Nürnberg.

Der StreetScooter wird individuell nach Kundenwünschen und -anforderungen geliefert: mit Pritsche, Koffer oder mit Sonderaufbau extra für die Anforderungen auf dem Bau. © StreetScooter

Wer auf dem Bau arbeitet, fährt viel von Baustelle zu Baustelle. Die meisten Betriebe sind noch mit Dieselflotten unterwegs – für sie wären Fahrverbote ein großes Problem. Mit Elektromobilität sind Handwerker sauber auch überall dort auf Tour, wo der alte Diesel vielleicht bald nicht mehr hindarf. In Bonn sausen bereits fünf Elektromobile der Marke StreetScooter für das Grünflächenamt durch die Stadt. Oberbürgermeister Ashok Sridharan ist mit den sauberen Flitzern so zufrieden, dass Bonn in Kürze weitere Elektronutzfahrzeuge anschaffen will. Die praktischen Erfahrungen seien sehr gut: „Die StreetScooter sind absolut alltagstauglich und haben genug Reichweite, um die im täglichen Einsatz erforderlichen Strecken zurückzulegen,“ so Oberbürgermeister Sridharan.

Betriebskosten und Steuern sparen
Die E-Nutzfahrzeuge helfen nicht nur der Umwelt, sondern sparen auch noch Kosten. Betriebskosten und Steuern sind bei Elektronutzfahrzeugen niedriger als bei vergleichbaren Transportern mit Verbrennerantrieb. Beim StreetScooter lassen sich 60 bis 70 Prozent bei den Energiekosten sparen. Bund und Länder haben attraktive Förderprogramme für den Kauf von Elektrotransportern aufgelegt, die dazu beitragen, die Anschaffungskosten zu senken. Auch die Aufwände für Wartung und Reparatur sind 60 bis 80 Prozent günstiger. Der StreetScooter setzt auf eine durchgefärbte Kunststoffkarosserie: Kratzer sieht man nicht gleich und es kann auch nichts rosten. Durch die Modulbauweise lassen sich Einzelteile rasch und günstig auswechseln.

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Bis 200 km Reichweite, bis 900 kg Nutzlast
Klein oder groß, mit Pritsche, Koffer oder mit Sonderaufbau extra für die Anforderungen auf dem Bau – der StreetScooter wird individuell nach Kundenwünschen und -anforderungen geliefert. Die Ladebox liegt bei den StreetScooter-Modellen über den Radkästen: Dadurch kann die gesamte Ladefläche effizient genutzt werden. Der serienmäßige rutschfeste Boden sorgt dafür, dass auch schwere Maschinen an ihrem Platz bleiben.

Die Siemens-Sparte Building Technologies und die Spedition Bezold setzen in Nürnberg einen StreetScooter mit geräumigem Kofferaufbau ein. © StreetScooter

Je nach Modell sind bis zu 200 Kilometer Reichweite, maximal 120 Stundenkilometer und bis zu 900 Kilogramm Nutzlast möglich. Die Weiterentwicklung ist schon in der Mache: Das Modell WORK XL wird eine Ladekapazität von 1.200 Kilogramm haben. Auch die Reichweite soll vergrößert werden. Derzeit wird ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle geplant, mit dem 500 bis 700 Kilometer kein Problem mehr darstellen.

Kooperation in Sachen E-Mobilität
StreetScooter ist derzeit das größte E-Mobilitätsprojekt in Deutschland und eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Post. Der E-Transporter entstand in einer Kooperation der Deutschen Post mit der RWTH Aachen und wird von der StreetScooter GmbH in Aachen und Düren produziert.

StreetScooter auf der IAA Nutzfahrzeuge: Halle 13, Stand 73

Sonja Terbrüggen

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