Aus Baugewerbe Unternehmermagazin 9\2020

Marvin Meyke,

Auf Wunsch jetzt auch mit Allradantrieb

Opel Combo Cargo und Opel Vivaro fahren seit kurzem auf Wunsch mit Allradantrieb vor – der Vivaro gleich in drei Fahrzeuglängen. Damit sind die Opel-LCVs (Light Commercial Vehicles) auch auf dem Weg zur abseits gelegenen Baustelle hart im Nehmen.

Der Opel Combo Cargo und der Opel Vivaro fahren auch mit Allradantrieb. © Opel

Dank abgestimmtem Allradsystem und erhöhter Bodenfreiheit verfügen sie so über ­Offroad-Qualitäten. Der Allradantrieb für Combo Cargo und Vivaro stammt vom elsässischen Spezialisten Dangel, der die Transporter zum Aufpreis von netto 6.400 Euro respektive 6.665 Euro jeweils mit dem 4x4-System ausrüstet (zzgl. 1.000 Euro bei Combo Cargo / 300 Euro bei Vivaro für 4x4-Umbau­vorbereitung durch Opel; UPE exkl. MwSt.). Die Allradexperten waren von Anfang an bei der Ent­wicklung der Nutzfahrzeugmodelle im Boot. So wurden beispielsweise Lenkung und Federung auch für die 4x4-Version ausgelegt und bereits im Werk montiert.

Wahl zwischen „Eco“-Frontantrieb und „Auto 4WD“-Modus
Combo Cargo- und Vivaro-Fahrer können per Drehschalter am Instrumententräger zwischen den Fahrmodi „ECO 2WD“ und „AUTO 4WD“ wählen. Im „ECO 2WD“-Betrieb bleibt der Allradantrieb aus­geschaltet. Die beiden Opel-LCVs fahren dann rein mit Frontantrieb, um Kraftstoffverbrauch und Emissionen zu senken – etwa bei Autobahn­fahrten. ­Werden die Straßenverhältnisse rauer, kann ­während der Fahrt in den „AUTO 4WD“-Modus umgeschaltet werden. Entsteht nun Schlupf an den Vorde­rrädern, verteilt die Visco-Kupplung die Kraft entsprechend an die Hinterachse.

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Auf noch schwierigerem Untergrund ­empfiehlt sich als Einstellung „R. Lock“. Dadurch wird die ­Hinterachse gesperrt. Das optional erhält­liches Sperrdifferenzial sorgt für Traktion auch bei ­widrigen Bodenverhältnissen. Es leitet bei Bedarf das gesamte Drehmoment an ein Hinterrad weiter.

Hoch hinaus: Mit Allradantrieb Steigungen bis zu 41 Grad
Darüber hinaus verfügt der Combo ­Cargo 4x4 ­serienmäßig über modifiziertes ESP, ­Unter­bodenschutz für Motor und Getriebe sowie über 90 Millimeter mehr Bodenfreiheit. Auf Wunsch ist der ­kompakte Allrad-Van auch mit zusätzlichen Schutzvorrichtungen für Tank und Hinterachse und nochmals 20 Millimeter höhergelegt erhältlich. Die Gesamt­bodenfreiheit wächst damit auf bis zu 300 Milli­meter. Mit dem 4x4-Antrieb ausgestattet schafft der Combo Cargo Steigungen von 41 Grad, bei einem Böschungswinkel von 26,6 Grad vorne sowie 38,3 Grad hinten und einem Rampenwinkel von insgesamt 26 Grad.

Auch der Vivaro packt mit seinem Allradantrieb im unwegsamen Gelände kräftig zu: Der Abstand zum Boden beträgt von vornherein 20 Millimeter mehr als bei der Standardversion. Neben Schutzplatten für den Motor sind auch hier Vorrichtungen für Tank und Hinterachse verfügbar – ebenso wie zusätzliche 40 Millimeter mehr Bodenfreiheit. Ins_gesamt mit bis zu 245 Millimeter Bodenfreiheit, einem Böschungswinkel von bis zu 20,4 Grad vorne und 31 Grad hinten sowie einem Rampenwinkel von bis zu 20 Grad (je nach Fahrzeuglänge) wird der Vivaro 4x4 zum Crosscountry-Großraumvan. Dazu meistert er Steigungen bis zu 23,7 Grad.

Combo Cargo 4x4: Praxisnutzen und Fahrerassistenz-Systeme
Im Combo Cargo 4x4 lassen sich bis zu 880 Kilogramm schwere und bis zu 3,44 Meter lange Gegenstände verstauen. Die Ladefläche ist zwischen den Radhäusern breit genug, um zwei Europaletten quer verladen zu können. Der Combo Cargo 4x4 bietet zudem als einziger Allradler in seinem Segment drei Sitzplätze. Zugleich bietet der bis zu 4,75 Meter lange Allradler eine breite Palette an Assistenzsystemen. Zum Portfolio zählen Systeme wie der automatische Geschwindigkeits-Assistent, Müdigkeitserkennung, Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung, Toter-­Winkel-Warner, Head-up-Display sowie eine permanente Rückfahrkamera. Über den Türen angebrachte Kameras überblicken den Bereich hinter dem Fahrzeug und zeigen diesen auf einem Fünf-Zoll-Bildschirm an. Die Rundum-Sicht verbessert die damit verbundene zweite Kamera im Beifahrer-Außenspiegel, sodass der an der Fahrzeugseite typische Tote Winkel so gut wie aufgelöst wird.

Vivaro 4x4 in drei Fahrzeuglängen
Der mit 4,60 Meter Länge kompakte Vivaro S (Small) schließt die Lücke zwischen Hochdachvans wie dem Opel Combo und dem Transporter-Segment. Wie die meisten anderen Varianten auch ist er mit 1,90 Meter Höhe tiefgaragentauglich. Dank der ­FlexCargo-Durchlademöglichkeit auf der Beifahrer­seite lässt sich beim S das Ladevolumen im Hand­umdrehen von 4,6 Kubikmeter sogar auf 5,1 Kubikmeter steigern. Die weiteren Versionen heißen M (Medium) und L (Large) mit Fahrzeuglängen von 4,95 Meter und 5,30 Meter. Die beiden „Großen“ bieten dann Ladevolumina von 5,8 respektive 6,6 Kubik­meter. Die Nutzlast beim Allradler beträgt bis zu 1.344 Kilogramm.

Die weit öffnenden Heck- und Seiten­türen erleichtern das Beladen genauso wie das Ein- und Aussteigen. Außerdem bietet der ­Vivaro eine ­Vielzahl von Fahrerassistenzsystemen. Das ­Repertoire reicht vom Spurassistenten über ­erweiterte Verkehrs­zeichenerkennung, Müdigkeitswarnung, semi­adaptive Geschwindigkeits­regler und Front­kollisionswarner bis zum Notbrems­assistenten. Ultraschall­sensoren an Front und Heck warnen den Fahrer vor Hindernissen beim Ein­parken und überwachen den toten Winkel. Die 180-Panorama-Rückfahr­kamera überträgt ihre Bilder auf den Touchscreen im ­Cockpit.

Professionell vernetzt
Für Vernetzung sorgen im Vivaro ebenso wie im Combo Cargo die mit Apple CarPlay und Android Auto kompatiblen Geräte Multimedia Radio und Multimedia Navi Pro samt Farb-Touchscreen. Dank der neuen Funktionen von OpelConnect kann der Fahrer über das Smartphone Fahrzeugstatus und -informationen abrufen. Darüber hinaus bietet OpelConnect den automatischen Notruf und einen direkten Draht zur Pannenhilfe. Mit der LIVE Navigation lassen sich Verkehrsereignisse in Echtzeit erfassen und Staus umfahren.

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