Schwerlast

Marvin Meyke,

Schwerlastmodule im Dauereinsatz

Gleich zwei riesige Wärmetauscher mit den Abmessungen hatte die Schwertransportfirma Baumann von der Firma Linde Engineering in Tacherting übernommen und die Aufgabe, diese bis an den Donauhafen in Passau zu transportieren.

© Goldhofer


Die Schwerlastexperten von Baumann hatten sich eigens für derartige Transporte neue Achslinien vom Typ THP/SL-L sowie 200 Tonnen Drehschemel von Goldhofer angeschafft. "Seit Jahren fahren wir mit Goldhofer-Schwerlastmodulen, die für die steigenden Anforderungen in Bezug auf die Achslasten nun Zug um Zug durch die neue Baureihe THP/SL-L Goldhofer ausgetauscht wurden," berichtete Matthias Kirschner, Fuhrparkleiter von Baumann. "Die neuen leichtgewichtigen Module sind wesentlich leistungsstärker und durch ihre verstärkte Rahmenkonstruktion und die bewährte Pendelachstechnologie mit Kugeldrehkranzverbindung sehr robust," so Kirschner.

In der Tat leistet die neue Baureihe THP/SL-L von Goldhofer 26 Tonnen Achslast je Achslinie bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h. Ihre robuste Bauweise und hohes Biegemoment bei einem gleichzeitiggeringen Eigengewicht erlauben eine hohe Einsatzfrequenz gerade im Straßentransport.

Der Transport der beiden spiralgewickelten Wärmetauscher mit ihrem Gewicht von 274 Tonnen und 278 Tonnen musste aus Sicherheitsgründen am Tag durchgeführt werden. Aufgrund der immensen Abmessungen der beiden Fahrzeugkombinationen war es erforderlich, dass sich der Konvoi vorwiegend über Nebenstraßen bewegte. Zum Einsatz kamen dabei für den 274 Tonnen Wärmetauscher ein Nachläuferzug bestehend aus 18 +10 Achslinien vom Typ THP/SL-L. Dieser brachte es auf eine Länge von 69 m und ein Gesamtgewicht von 433 Tonnen.

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An exponierten Stellen wurden Stahlplatten zur Überfahrung ausgebracht und Straßeneinmündungen gesichert. Das Transportteam von Baumann hatte alle Hände voll zu tun, um die Vielzahl an Verkehrsinseln und 90° Kehren zu bewältigen. Permanent mussten die Fahrzeuge umgehängt werden, um diese engen Kehren zu meistern. Auch war das Team ständig damit beschäftigt, die Seitenneigungen der Straße auszugleichen. Hierzu befand sich jeweils ein Bediener an jedem Fahrzeug, um entsprechend eingreifen zu können. "Die neuen 200 Tonnen Drehschemel von Goldhofer im Zusammenspiel mit unserer neuen Neigungsanzeige einschließlich Warnmeldungen waren uns hier eine große Hilfe. Damit waren wir immer im Bilde und konnten bei Bedarf eingreifen," berichtet Reinhard Treutler, Projektleiter bei Baumann. Insgesamt war das Baumann Team mit sechs Sattelzugmaschinen vor Ort, die bei den anstehenden Steigungen von bis zu 12% auch ihren Einsatz als Zug- und Schubmaschinen hatten.
So schlängelten sich die beiden Schwerlastkombinationen mit ihren 72 Meter Länge, 6,7 Meter Breite und 8 Meter Höhe sowie 69 Meter Länge, 6,1 Meter Breite und 7,6 Meter Höhe im Konvoi durch die bergige Landschaft Oberbayerns und erreichten am 4. Tag planmäßig den Hafen in Passau. Von Passau aus gehen die Wärmetauscher per Schiff in Richtung Kanada, wo sie in einer Erdgasverflüssigungsanlage eingesetzt werden.

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