Positive Bilanz

Martin Schrüfer,

Schmitz Cargobull AG weiterhin Marktführer in Europa

Trotz schwächeren Wirtschaftswachstums produzierte Schmitz Cargobull mit rund 6.500 Mitarbeitern die Rekordzahl von ca. 63.500 Fahrzeugen im Geschäftsjahr 2018/19. Der Umsatz stieg um 5,3 % auf circa 2,29 Mrd. € bei einer Umsatzrendite (PBT) von 3,9 %.

Andreas Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Schmitz Cargobull AG. © Schmitz Cargobull

„Ein Blick auf die Zahlen des Geschäftsjahres 2018/19 verdeutlicht, dass das abgeschlossene Geschäftsjahr 2018/19* ein solides Jahr für Schmitz Cargobull war“, berichtet Andreas Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Schmitz Cargobull AG, anlässlich der Aufsichtsratssitzung am 24. September 2019. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und politischen Entwicklung ist im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 mit keinem weiteren Wachstum zu rechnen. „Wir gehen aber davon aus, dass die Regionen Zentral- und Osteuropa sowie Spanien relativ stabil bleiben, während in anderen Ländern ein Rückgang zu erwarten ist“, so Schmitz weiter. „Wir halten uns alle Optionen der Flexibilisierung offen und gehen davon aus, dass wir die nötigen Einsparungen ohne Einschnitte in der Kernmannschaft umsetzen können.“

Anfang 2019 wurden Containerchassis wieder ins Programm aufgenommen, um den Markt auch für die Beförderung von Seecontainern zu bedienen. Ein technologisches Highlight, der Sattelkoffer S.KO COOL SMART, wurde auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 vorgestellt: der weiterentwickelte Kühlauflieger S.KO COOL, das neue Kühlgerät S.CU und der integrierte digitale Temperaturrekorder, der in der serienmäßigen Telematik „TrailerConnect“ enthalten ist, stellt für Transportunternehmen ein optimiertes Gesamtpaket für die Kühllogistik dar.

Dem Thema Nachhaltigkeit in der Transportbranche wird von Spediteuren und Verladern immer höhere Priorität beigemessen. Auch dazu hat Schmitz Cargobull an Lösungen weitergearbeitet. Das Resultat sind gewichtsreduzierte Auflieger sowie das EcoDuo-Konzept: Bei dieser Fahrzeugkombination werden zwei – miteinander über einen Dolly verbundene – Standard-Sattelauflieger an eine Sattelzugmaschine gekoppelt. Andere Lang-Lkw-Konzepte arbeiten mit unterschiedlichen Längen der eingesetzten Ladungsträger, die deshalb nicht flexibel kombinierbar sind und zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur erfordern. Gegenüber herkömmlichen Sattelzügen und anderen Lang-Lkw-Konzepten ermöglicht der EcoDuo eine 25-prozentige CO2-Einsparung im Langstreckenverkehr.

Neben Investitionen in die Weiterentwicklung der Produkte, wurde auch in die Organisation investiert. Diese hat sich wie geplant weiterentwickelt – von einzelnen Werken, welche autark und unabhängig agierten – zu einem Produktionsstätten-Netzwerk, in dem im Verbund Synergien realisiert werden können. Um diesen Prozess voranzutreiben und die Kapazitäten weiter auszubauen, wurden 51,4 Mio. € in Sachanlagen investiert.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 24. September hat der Aufsichtsrat der Schmitz Cargobull AG den Vertrag mit Roland Klement, Vorstand Forschung und Entwicklung, um weitere drei Jahre bis zum 31.05.2023 verlängert. „Durch seine technische Innovationskraft und Zuverlässigkeit ist Schmitz Cargobull zum Marktführer in Europa geworden und setzt in der Branche Maßstäbe. Diesen Weg verfolgen wir konsequent weiter und setzen im Kernbereich der Forschung und Entwicklung auf Kontinuität und Konstanz“, erklärt Dirk Hoffmann, der neue Aufsichtsratsvorsitzende. 

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