Modularer Plattformwagen

Niedrig transportiert

Bei der Entwicklung des neuen modularen Plattformwagens K25 L fokussierte sich Scheuerle auf die Transportsicherheit von Ladegütern mit hohem Schwerpunkt. Eine relevante Anforderung insbesondere für den zukunftssicheren Transport von Komponenten für Windkraftanlagen. Aber auch bei der Beförderung von Baumaschinen oder Anlagen will der K25 L punkten.

© Scheuerle

Die Energieindustrie entwickelt immer leistungsfähigere Windkraftanlagen. Die gewachsenen Dimensionen und insbesondere der damit verbundene hohe Schwer-punkt der Ladung erfordern standsichere Transportmittel mit niedrigen Ladeflächen. Scheuerle, ein Unternehmen der TII Group aus Heilbronn, hat für den stabilen und flexiblen Transport von solchen Gütern die modularen Plattformwagen der Baureihe K25 L entwickelt. Der Zusatz L (Low) in der Typenbezeichnung weist auf die besonders niedrige Plattformhöhe bei gleichzeitiger großer Bereifung hin.

Spurbreite im Segment derzeit einzigartig

Die Spurbreite des K25 L ist laut Unternehmensangaben mit 2.100 Millimeter bei 3.000 Millimeter Außenbreite mehr als 10 Prozent besser als das, was Wettbewerbsprodukte bieten. Aufgrund seiner Spurweite verringert der K25 L die Gefahr von Umkipp-Unfällen beim Transport von Windturmsegmenten mit großen Durchmessern und erhöht so die Arbeitssicherheit.

Trotz größerer Bereifung niedrige Plattformhöhe

Die technisch mögliche Achslast des K25 L beträgt bis zu 23 Tonnen oder bis zu 13,9 Tonnen bei 80 km/h. Hinzu kommen Reifen der größeren Abmessung und robusteren Bauart 285/70 R 19,5. Die abgelassene Plattformhöhe liegt trotz der größeren Bereifung bei 875 Millimeter (beladen) beziehungsweise 910 Millimeter (unbeladen), sodass das Unterfahren von Ladungen leicht möglich ist. Der hohe Achsausgleich von 680 Millimeter macht zudem das Befahren von unebenen Wegen sicher. Hinzu kommt ein maximaler Lenkwinkel von +/– 60 Grad für eine optimale Wendigkeit. Das Heben und Senken erfolgt mit Hilfe einer PPU (Power Pack Unit) der Baureihe Z19, die sich durch ihren emissionsarmen Betrieb auszeichnet (Stufe V).

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Das hohe negative und positive Biegemoment schafft für den Betreiber wirtschaftliche Flexibilität durch zusätzliche Lademöglichkeiten. Das bietet insbesondere Vorteile für Güter wie Turmsegmente oder Nacellen (Maschinengehäuse), die hohe Punktlasten in Kombination mit einem hohen Lastschwerpunkt erzeugen, und solche, deren Lastschwerpunkt weit außerhalb der Stützmitte liegen, so wie es beim Transport von Langgut mit Hilfe von Drehschemeln der Fall ist. Zudem verfügt der K25 L über eine laut Hersteller 30 Prozent höhere Torsionssteifigkeit im Vergleich zu ähnlichen Produkten und gewährleistet somit mehr Kurvensicherheit.

Hohe Arbeitssicherheit

Bessere Bremswirkung und ein verkürzter Bremsweg, dafür sorgt das EBS. Je nach Zugmaschine ist eine Diagnose vom Fahrerhaus aus möglich. Ebenfalls besteht eine Anbindung an ein Smartphone. Ein weiteres Plus an Sicherheit bedeuten die Scheinwerfer an jedem einzelnen Drehgestell, damit der Fahrer den Fahrweg auch bei Nacht gut einschätzen kann.

Vielseitig einsetzbar

Die Modellpalette des K25 L deckt Plattformwagen mit zwei bis sechs Achsen ab. Die Fahrzeuge lassen sich mit Schwanenhals, Zuggabel, Drehschemel, Brücken und Turmadaptern kombinieren und bis zu einer Umgebungstemperatur von –25 Grad einsetzen. Seine Vielseitigkeit macht den K25 L über die Windkraftindustrie hinaus für die Baubranche sowie für den Transport von Anlagen und Maschinen mit hohen Lastschwerpunkten zur ersten Wahl.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 10/2021.

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