Tiefbau

Kanalleitungen erfassen und modernisieren

Die Beschaffenheit der eigenen Kanalleitungen zu kennen hat viele Vorteile: Zum einen kann frühzeitig auf Beschädigungen reagiert werden, zum anderen gibt es diverse behördlichen Auflagen, die es zu erfüllen gilt.

© Sanierungstechnik Dommel

Besonders Industriebetriebe profitieren von einer regelmäßigen Zustandserfassung, da sich so größere Produktionsausfälle vermeiden lassen. Auf Grundlage der gewonnenen Daten kann anschließend ein maßgeschneidertes Sanierungskonzept erstellt werden. In diesem Kontext bietet die Sanierungstechnik Dommel von der ersten Kamerabefahrung über die Konzepterstellung bis hin zur Sanierungsmaßnahme Leistungen aus einer Hand an.

Experten raten, proaktiv zu handeln und durch regelmäßige Kamerabefahrungen einen ungestörten Produktionsablauf zu gewährleisten. Wartet der Netzbetreiber auf die behördliche Aufforderung, ist eine Erfassung sowie Sanierung oft nur unter Zeitdruck umsetzbar. Seit 2013 sind private Kanalnetze mit befestigten gewerblichen Flächen größer als drei Hektar sogar dazu verpflichtet, den Zustand und die Dichtheit der Kanalnetze zu dokumentieren. Neben Nordrhein-Westfalen greift diese Selbstüberwachungsverordnung so oder so ähnlich auch in weiteren Bundesländern. Zudem gilt das Wasserhaushaltsgesetz Bund (WHG) als grundlegende Gesetzgebung für den Wasserhaushalt in Deutschland.

Um den behördlichen Auflagen Folge zu leisten, ist eine regelmäßige Zustandserfassung notwendig. Zu Beginn einer solchen analysieren die Mitarbeiter der Sanierungstechnik Dommel GmbH mithilfe eventuell noch vorhandener Lagepläne, welche Entwässerungseinrichtungen zu sehen und zuzuordnen sind. Anschließend erfolgt eine Kanalreinigung, um bestmögliche Untersuchungsergebnisse zu erzielen. Denn in einem sauberen Kanal lassen sich Schäden bei der folgenden Kamerabefahrung deutlich besser erkennen. Die Kamera erstellt dabei ein Video sowie ein Protokoll über schadhafte Stellen der Kanalleitung. Mittels einer Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 können Haltungen, Leitungen und Schächte zudem auf ihre physikalische Dichtheit getestet werden. Manche Schäden sind mit bloßem Auge nicht erkennbar und lassen sich nur mithilfe einer solchen Prüfung ermitteln. Abschließend erstellt Dommel eine Dokumentation über den Zustand der Kanalleitung. Gewonnene Daten lassen sich digital darstellen und bei Bedarf auch als zusätzlicher Layer in die Plandatei des Netzbetreibers einfügen. Zudem enthält die Dokumentation Haltungs- und Leitungsberichte sowie eine Massenstatistik und das aufgezeichnete Videomaterial. Besonders bei industriellen Betrieben ist diese Dokumentation von großer Bedeutung, da sie den Behörden vorgelegt werden kann.

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Um einen reibungslosen und zügigen Ablauf der Zustandserfassung zu gewährleisten, wird die richtige Technik benötigt. Alle Kamerawagen von Dommel sind mit einer dreidimensionalen Verlaufsmessung ausgestattet. Hierbei dokumentiert ein Bewegungssensor im Kamerakopf den Verlauf der Leitung in drei Dimensionen. Dadurch lässt sich die Sanierung besser planen und anschließend schnell und unkompliziert durchführen. Das Risiko für betriebliche Ausfälle bedingt durch die Instandsetzung wird somit minimiert. Zu einer modernen Ausstattung gehören zudem Fahrwagen-, Satelliten- sowie Schiebekameras. Erstere eignen sich für Leitungen mit einem größeren Durchmesser. Die Fahrwagenkamera fährt in der Sohle des Kanals und ist meist mit einer Beleuchtung und einem Ortungssystem ausgestattet. Für kleinere Querschnitte bieten sich Satelliten- und Schiebekameras an, die manuell durch die Leitung geschoben oder über einen Wasserimpuls eingespült werden. Der flexible Dreh- und Schwenkkopf zeichnet zuverlässig die Rohrumgebung auf. Bei Bedarf lässt sich die genaue Position des Kamerakopfes unter der Erde dann auch über ein Empfängergerät an der Oberfläche einmessen und bestimmen.

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