Aus Baugewerbe Unternehmermagazin 3\2020

Asbestsanierung im Tunnel

Für die maschinelle Entfernung von Wand- und Deckenbelägen wurde die WDS 530 von Schwamborn entwickelt. Nun hat die Schleifmaschine die ersten ­Bewährungsproben gemeistert.

Bewährungsprobe: Die Schleifmaschine WDS 530 von Schwamborn kam im Leopold-­II-Tunnel in Brüssel zum Einsatz. © Schwamborn

Zwei Innovationspreise hat sie bereits ein­gefahren – den bauma-Innovationspreis und eine Auszeichnung des Land­kreises ­Göppingen. Jetzt erntet die Wand- und Deckenschleif­maschine WDS 530 zunehmendes Interesse. Erstens, weil der Hersteller hier eine innovative Technologie realisiert hat. Und zweitens, weil diese Maschine ein gravierendes Problem löst, was laut Unternehmensangaben bisher nur von Hand möglich war: die Entfernung von Belägen an Wänden und Decken, die besonders dann kritisch ist, wenn Kontaminationen im Spiel sind, beispielsweise Asbest. Nun lassen sich solche Beläge ergonomisch, wirtschaftlich und ohne Gefahr für den Arbeiter maschinell entfernen, wie der Einsatz in einem Tunnel in Belgien zeigte.

Flächenleistung auf neuem Niveau
Der für die Arbeit mit Brokk-Abbruch­robotern ­konzipierte Schleifkopf von Schwamborn kann je nach eingesetztem Diamantwerkzeug ­Wände und Decken mit einer bisher ­un­denkbaren ­Flächen­leistung ­entschichten, sanieren und gestalten. In Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, ­geeignetes ­Personal für diese Arbeiten zu ­finden, ­bietet die WDS 530 eine enorme Arbeitserleichterung und -­vereinfachung. Besonders die ­Recycling- und ­Abbruch- sowie die Rückbau- und ­Renovierungsbranche habe laut Hersteller ein Auge auf die WDS 530 geworfen.

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Deutlich geringere Gefährdung
Schwamborns Kunde De Meuter in Brüssel nutzte die WDS 530 für die Abtragung einer asbest­haltigen schwarzen Farbe im mehr als zehn Kilometer ­langen Leopold-II-Tunnel. Der hydraulisch betriebene Schleifkopf war mit ETX-2 Entschichtungsdiamanten versehen. Der Anpressdruck gelang gleich­mäßig und war jederzeit dosierbar. Die Farbe ließ sich unter Einsatz von zwei Absaugschläuchen mit erheblich geringerer Gefährdung der Arbeiter gezielt ­abtragen, sodass sich die kalkulierte Menge für die Ent­sorgung an kontaminiertem Material deutlich reduzierte. Zudem konnten die Arbeiten in hermetischen ­Bereichen 14 Tage schneller durchgeführt werden als bei der bisher notwendigen manuellen Arbeit. 

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