Schaltechnik für den Tunnelbau

Marvin Meyke,

AluFix und Mammut 350 trotzen den Herausforderungen

Wenn es gilt, in Tunnelröhren noch Technikräume zu integrieren, dann geht es zwangsweise beengt zu. Bei der Herstellung entsprechender Wände in einem norwegischen Straßentunnel zählten deshalb einfache Handhabung und Anwendbarkeit – laut Hersteller die Stärken des MEVA-Systems AluFix. Die Schwerstarbeit wurde mit der Mammut 350 bewältigt.

© Maxbo Teknikk

Der Bau des neuen Bjørnegård-Tunnels, westlich von Oslo, dauerte dreieinhalb ­Jahre. Das Warten und die Arbeit haben sich gelohnt: Die Autofahrer auf der Autobahn E16 ­zwischen Oslo und Bergen kommen an diesem einstigen ­Verkehrsknotenpunkt jetzt zügig voran und die Bewohner der Stadt Bærum sind von Stau und Lärm entlastet. Das Bauunternehmen NCC ­Infra­structure erstellte im Auftrag der ­norwegischen Straßenbaubehörde Statens Vegvesen einen 2,3 km langen ­Tunnel mit zwei parallelen, zweispurigen Durch­lässen. Maxbo Teknikk, der norwegische MEVA-­Vertriebspartner, lieferte 705 m² der robusten Rahmen­schalung Mammut 350 sowie 300 m² der leichten AluFix-Elemente.

Mammut 350 für die Stützwände
Vor den Tunneleinfahrten wurden mithilfe der modularen Wandschalung Mammut 350 seitliche Stützwände auf 600 m Länge betoniert. Die Ingenieure von Maxbo Teknikk berechneten im Vorfeld die Arbeiten und wählten angesichts der großflächigen Wände und des zu erwartenden Frischbetondrucks das starke Wandschalungssystem Mammut 350 aus. Die Arbeiten wurden von der Nord- und der Süd­seite parallel durchgeführt, gegossen wurde in zwölf Takten von jeweils rund 24 m Länge. Die zulässige Frischbetondruckaufnahme von 100 kN/m² sowie die robuste Rahmenkonstruktion der Mammut 350-Wandschalungselemente gewährleisteten das zügige Betonieren der großen Stützwände seitlich der Tunnelzufahrten.

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Die Vorzüge des Systems kamen bei diesem Projekt zur Geltung: es ließ sich einfach montieren und aufgrund der großflächigen Element-Abmessungen bis zu 8,75 m² wurde ein schneller Baufortschritt erreicht. Darüber hinaus wurden die gewünschten ansprechenden Oberflächenergebnisse erzielt, nicht zuletzt aufgrund des symmetrischen Anker- und Fugenbildes sowie durch die alkus Vollkunststoffplatte. Auch das Aus- und wieder Einschalen verlief problemlos und zügig, dank der Reinigungsfreundlichkeit und den praktischen Knippkanten für ein­faches Ausrichten und Justieren mit dem Hebeeisen.

Spezialist auf engstem Raum
Im Tunnel herrschten deutlich engere Platz­verhältnisse als vor dem Einfahrtsbereich. In den Röhren galt es Technikräume mit einer Deckenhöhe von 5,50 m herzustellen, die beispiels­weise Tanks für die Wasserabfuhr von Bergwasser sowie ­Filtrierungstechnik beherbergen. Unterstützung durch Hebehilfen oder Kräne war nicht möglich, die geringe Tunnelhöhe erschwerte das Positionieren der Schalung sowie das Betonieren. ­Deshalb ­setzte NCC Infrastructure auf die von Maxbo Teknikk ­empfohlenen AluFix-Elemente. Angesichts der beengten Verhältnisse war es umso wichtiger, die Wand­schalungselemente von Hand flexibel bewegen zu können. Als großes Plus erwies sich auch, dass mit sechs Elementbreiten und sechs Elementhöhen (bis 350 cm) für jede Wandstärke störungsfreie Ecklösungen zu erzielen sind.

Die leichte modulare Handschalung AluFix widersteht Frischbetondruck von 50 kN/m². Das ergonomische Griffprofil und geringe Gewicht der dennoch robusten Aluminiumprofile erleichterten das Hantieren. Die pulverbeschichtete Profil­oberfläche ist reinigungsfreundlich und – bei der vorhandenen Enge nicht unwichtig – sehr schlag- und kratzfest. Aufgrund des Brandschutzes musste im gesamten Tunnelbereich ein spezieller, feuer­sicherer Beton gegossen werden. Das Resultat war so einwandfrei und die Oberfläche so glatt wie gewohnt dank der alkus Vollkunststoffplatte.

„Das Schalungssystem Mammut 350 hat sich bei größeren Projekten in Norwegen schon vielfach bewährt. In diesem Fall, beim Bau des Bjørnegård-Tunnels, bewies die AluFix nachdrücklich, dass diese leichte Handschalung für den Betonbau in technischen Gebäuden und in Infrastruktur auf engstem Raum sehr gut geeignet ist“, sagt Pål Kjustad, Vertriebsleiter bei Maxbo Teknikk

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