Walzenhersteller zertifiziert

Marvin Meyke,

Hamm erhält Zertifizierung für Umweltmanagement-System

Nach dem Aufbau eines Umweltmanagement-Systems wurde Hamm Ende November 2020 nach ISO 14001 zertifiziert. Damit wird das Unternehmen auch künftig seine Umweltleistung kontinuierlich weiter verbessern, noch mehr Emissionen reduzieren und Ressourcen schonen.

Bei der Übergabe des Zertifikats: Umweltmanagement-Beauftragter Marcus Rahm (links) mit Werkleiter Dirk Pressgott. © Hamm

Seit 2018 arbeitete die Hamm AG am Aufbau eines Umweltmanagement-Systems. Dazu wurden unter anderem zwei Stellen geschaffen: die eines Umweltmanagement-Beauftragten und die eines Energiebeauftragten. "Der Schutz der Umwelt ist für uns unabdingbar. Dies gilt sowohl für unsere Handlungen als produzierendes Unternehmen, als auch für unsere Produkte. Die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen ist dabei für uns selbstverständlich. Darüber hinaus identifizieren wir mit unserem Umweltmanagement-System weiteres Verbesserungspotenzial, um unseren Ressourcen- und Energieverbrauch zu reduzieren sowie die Umweltbelastungen weiter einzuschränken", erläutert Hamm-Vorstand Dr. Stefan Klumpp die Umweltpolitik des Walzenherstellers.

Das Verwaltungsgebäude wird bereits seit 2013 über eine Geothermie-Anlage, also mit erneuerbarer Energie aus dem Erdreich, geheizt beziehungsweise gekühlt. Dadurch vermeidet Hamm jedes Jahr 60 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Auch in der Produktion werden an vielen Stellen Kohlenstoffdioxid–Emissionen drastisch reduziert. Ein Beispiel ist ein Azubi-Projekt, bei dem Verluste im Druckluftsystem systematisch identifiziert und eliminiert wurden. Ein weiteres Projekt war die Entwicklung eines speziellen, lösemittelarmen Einschichtlacks für die Bandagen in Kooperation mit dem Lacklieferanten. Dadurch konnten die Emissionen an Lösemitteln und ähnlichen Stoffen (VOC=Volatile Organic Compounds) um rund 10% gesenkt werden.

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Kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung
Im Rahmen der Vorbereitung zur Zertifizierung nach ISO 14001 wurden bei Hamm zunächst alle betrieblichen Prozesse mit Blick auf Ressourcen, Emissionen und Energieverbrauch analysiert. Mit dem Umweltmanagement-System wird der Walzenhersteller künftig die Umweltleistung – also den Beitrag zur Verbesserung des Umweltschutzes – stetig optimieren. Die ISO 14001 sieht zu diesem Zweck vor, dass konkrete Ziele festgelegt werden müssen. "Wir werden in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Heizung in den Produktionshallen optimieren und so den Gasverbrauch reduzieren. Potenzial sehen wir auch beim Abfall: Wir planen, die Menge an Müll pro Maschine bis 2023 um 20% zu reduzieren. Dazu sind vielfältige Maßnahmen erforderlich, die unsere Teams aus der Logistik, dem Einkauf und der Produktionsplanung nach und nach umsetzen werden", sagt Werkleiter Dirk Pressgott, in dessen Verantwortungsbereich das Umweltmanagement fällt.

Umweltmanagement-System nach ISO 14001
Die ISO 14001 ist ein weltweit angewendeter Standard für Umweltmanagement-Systeme. Unternehmen, die nach ISO 14001 zertifiziert sind, müssen Ziele festlegen zur Reduzierung von Emissionen, zur Schonung von Ressourcen und zur Minimierung von Risiken. Sind die Ziele formuliert, werden Maßnahmen erarbeitet, um diese zu erreichen. Außerdem müssen die Unternehmen sicherstellen, dass gesetzliche und sonstige Vorgaben eingehalten werden. Dazu wird ein Rechtskataster aufgebaut. Eine weitere Säule des Umweltmanagements ist die stetige Verbesserung der Umweltleistung. Zu diesem Zweck werden Verfahren, Vorgaben und Umweltleitlinien im Unternehmen ständig überprüft und regelmäßig angepasst. Zu den Maßnahmen im Rahmen der Zertifizierung nach ISO 14001 zählen auch regelmäßige Schulungen des Personals mit Blick auf die Vermeidung von Abfällen. Dazu müssen auch die Entsorger ihre Kompetenz unter Beweis stellen. 

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