Straßenbau

Marvin Meyke,

Ammann-Walzen im Feldversuch

Schnell und exakt erfüllen Straßenbauer mit dem automatischen Mess- und Regelsystem ACEpro des Schweizer Herstellers Ammann die festgelegten Richtwerte. Das Verdichtungssystem passt selbständig die Amplitude und die Frequenz an die Bodenbeschaffenheit an. Stufenlos von null bis 100 Prozent.

© Ammann

So wird nicht nur präzise verdichtet, auch unnötige Überfahrten entfallen. Denn in Echtzeit misst und dokumentiert ACEpro den flächendeckenden Fortschritt. Wie perfekt das funktioniert, belegt ein Forschungsprojekt im Saarland. Die Forschungsstrecke ist ein zirka fünf Kilometer langer Abschnitt der A 1 zwischen Tholey und Tholey-Hasborn. Seit Frühjahr 2021 grunderneuert dort die Firma Juchem Asphaltbau GmbH & Co KG aus Niederwörresbach zwei Fahrspuren mit Standstreifen in Fahrtrichtung Saarbrücken.

Auf der Suche nach einem Kennwert
Im August und September stellte Juchem Asphaltbau die Baustelle der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) für einen Feldversuch zur Verfügung. Ziel des Feldversuches ist es, einen Kennwert für die Asphaltverdichtung zu ermitteln. Einen Parameter, der für ein in einer Ausschreibung genannten Straßenbauprojekt das Erreichen der geforderten Raumdichte angibt.

Mit der Mess- und Kontrolltechnik der Walzen kann man nicht die Raumdichte, sondern nur die Zunahme der Steifigkeit des eingebauten Materials per Vibration feststellen.

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Deshalb legten die Teilnehmer folgende Vorgehensweise fest: Alle Walzen wurden mit intelligenten Systemen ausgestattet, die eine flächendeckende Dokumentation der Steifigkeitswerte zulassen. Darüber hinaus wurden je Schicht (Tragschicht. Binder, Decke) mehrere Messstellen definiert. An diesen Messpunkten maß ein beauftragtes Labor mit mobilen Sonden (radiologisch / Magnetfeldtechnik) die Überfahrten der Walzen und dokumentierte sie. Zum Abgleich der gemessenen Werte durch Maschinen und Sonden zog man zum Schluss noch Bohrkerne und schickte diese zur Auswertung ins Labor.

Über die Auswertung der Messdaten von Walzen und Sonden sowie die der Bohrkerne, soll dann der Kennwert für die Asphaltverdichtung ermittelt werden. Der FGSV organisierte und überwachte den gesamten Feldtest sowie die Messungen mit Sonden und Dokumentation.

Spektakulär erwies sich dann die Ergebnisauswertung für Ammann: Auf allen Schichten und an allen Messpunkten erzielten die schemelgelenkten Ammann-Tandemwalzen ARP 95 exakte „Punktlandungen“. Problemlos hatten die Maschinen, die für ihre ausgezeichneten Verdichtungs- und Arbeitseigenschaften bekannt sind, die für Autobahnen geforderten Werte erreicht.

Für Willi Reutter, Application Manager Heavy Equipment bei Ammann, entsprach es genau den Erwartungen. An allen Einsatztagen des FGSV-Feldversuchs besuchte der Ammann-Experte die Baustelle. Er sagt: „Die umfangreichen Messungen mit Sonden haben uns erneut bestätigt, dass es beim Verdichten von Asphaltschichten große Vorteile bringt, wenn beide Verdichtungsparameter – Frequenz und Amplitude – automatisch geregelt werden. Dies macht die Tandemwalzen von Ammann so einzigartig und reduziert die Kosten auf der Baustelle.“

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