Straßenbau

Marvin Meyke,

Neue Bomag Fräse bei Karlsruher Kombilösung im Einsatz

Nach über zehn Jahren Bauzeit geht es mit der sogenannten "Karlsruher Kombilösung", einem Straßenbauprojekt in der Fächerstadt Karlsruhe langsam in die Endphase. Die Verantwortung zur Durchführung des Millardenbauprojektes erhielt die Kasig GmbH, die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft, die vor zehn Jahren eigens für dieses Vorhaben gegründet wurde.

© Andreas Räsch

Die Kombilösung besteht aus verschiedenen Teilprojekten. Neben der Neugestaltung der Kaiserstraße ist die Umgestaltung der Kriegsstraße ein bedeutsames Bauvorhaben. Bereits im Juli 2019 begannen die Arbeiten an diesem zweiten Teilprojekt der Kombilösung, das einen Autotunnel und eine Stadtbahntrasse mit kompletter Telekommunikation und Steuereinheiten vorsieht. Den Auftrag zur Durchführung dieses Vorhabens ging an die Arbeitsgemeinschaft rund um die Bauunternehmen Grötz, Reif und Rhomberg. Während die Bauleitung dem Gaggenauer Bauunternehmen Grötz übertragen wurde, unterliegen die kaufmännischen Arbeiten der Firma Reif, der Schienenbau der Firma Rhomberg. Das Auftragsvolumen beträgt hierfür rund 23 Millionen Euro.

Um den weiteren Bau der Stadtbahntrasse zu ermöglichen, muss zuerst die bisherige Asphaltschichten auf der Kriegsstraße abgetragen werden. Mit diesem Oberflächenendausbau wurde am 12. April diesen Jahres begonnen. Aufgrund der bisher guten Zusammenarbeit zwischen der Grötz GmbH und der RÜKO GmbH, stellte der Baumaschinenvermieter für diese Arbeiten seine Kaltfräse mit Fahrer zur Verfügung.

Das neue BOMAG Modell BM 1000/35-2 ist mit seiner kompakten, übersichtlichen Bauweise und klappbaren Förderband mit Staubabsaugung prädestiniert für Arbeiten auf Baustellen mit wenig Platz. Mit dem laut Unternehmensangaben einzigartigen Fräsmeißelhaltersystem BMS15 können Straßenbeläge unterschiedlich abgetragen und bis zu einer Frästiefe von 33 cm komplett ausgebaut werden. Im Vergleich zu anderen Maschinen ist dieses Modell geräuscharm, was sich gerade im städtischen Bereich bei hoher Anwohnerdichte und bei Nachtbaustellen positiv bemerkbar macht. Mit dem Motor, den verlängerten Kettenlaufwerken und der optimierten Gewichtsverteilung können höhere Fräsgeschwindigkeiten, bei gleichzeitig geringem Kraftstoffverbrauch, erzielt werden. Ausgestattet mit einem vibrationsisolierten Fahrerstand mit drehbarem, gefedertem Sitz und neusten Assistenzsystemen wie Kamera und Nivellierung, wird dem Fahrer ein entspanntes Arbeiten ermöglicht.

Innerhalb eines Vormittags konnten so etwa 380 Quadratmeter Asphalt bis zu einer Frästiefe von 28cm abgetragen werden. Da die Fräsarbeiten zur Zufriedenheit aller Beteiligten verliefen, wurde die Maschine unplanmäßig im Anschluss zu einem weiteren Einsatz der Kombilösung "gerufen". Ende 2021 soll das Karlsruher Mammutprojekt fertig gestellt sein.

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