Baustellen- und Verkehrssicherung

Susanne Mader,

Heute Baustelle, morgen freie Fahrt für Radler

Mit einer Breite von 90 Metern und ihrer monumentalen Straßenbebauung war die heutige Karl-Marx-Allee einst die Vorzeigestraße Ostberlins. Die Straßen und Gehwege sind mittlerweile sanierungsbedürftig und der Straßenbereich wird im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz grundhaft erneuert. Für die umfangreichen Verkehrssicherungsmaßnahmen während der Bauarbeiten setzte man auf das Kompetenz-Center von Zeppelin Rental in Berlin.

Auf einer Länge von zirka 800 Metern wird die Karl-Marx-Allee in Berlin grundhaft erneuert. Für die Verkehrssicherungsmaßnahmen arbeitete das Bauunternehmern Matthäi mit dem Kompetenz-Center für Baustellen- und Verkehrssicherung von Zeppelin Rental zusammen. © X21de/Reiner Freese

Die geschichtsträchtige Straße steht einschließlich der benachbarten Bebauung als Ensemble unter Denkmalschutz und soll in ihrer Charakteristik unverändert bleiben. Der gesamte Straßenbereich zwischen den Knotenpunkten Otto-Braun-Straße und Strausberger Platz wird grundhaft erneuert.

Auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt
Mit der Umgestaltung geht Berlin einen weiteren Schritt auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt. Breite Fahrradwege sollen mehr Menschen dazu animieren, auf das Fahrrad umzusteigen. So ist auf der Karl-Marx-Allee auf einem zirka 800 Meter langen Abschnitt in beiden Fahrtrichtungen ein „Geschützter Radfahrstreifen“ geplant. Hier wird ein breiter, grün beschichteter Radweg angelegt, der durch Poller und einen Sicherheitsstreifen mit einer Breite von eineinhalb Metern von den daneben liegenden Parkstreifen abgetrennt ist. Für Autofahrer stehen nach dem Umbau je zwei Fahrstreifen pro Richtungsfahrbahn sowie Parkmöglichkeiten auf dem Mittelstreifen zur Verfügung. Zusätzliche Abbiegespuren in den Kreuzungsbereichen sollen für einen besseren Verkehrsfluss sorgen.

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Nach der Fahrbahnsanierung stehen Radfahrern auf beiden Seiten vier Meter breite, geschützte Radfahrstreifen zur Verfügung. © X21de/Reiner Freese

Verkehr soll weiter fließen
Die grundhafte Erneuerung der Karl-Marx-Allee durch die Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co. KG gliedert sich in drei Bauphasen, die zeitversetzt aufgeführt werden, um die Beeinträchtigung des Verkehrs so gering wie möglich zu halten. Für die Umsetzung der Verkehrssicherungsmaßnahmen in allen Bauphasen setzt Matthäi auf das Kompetenz-Center für Baustellen- und Verkehrssicherung von Zeppelin Rental in Berlin unter der Leitung von Frank Einsporn.

In Vorbereitung auf die erste Bauphase wurden zwei Kfz-Fahrstreifen und der Radfahrstreifen der südöstlichen Richtungsfahrbahn auf den bestehenden Mittelstreifen verlegt. Die so entstandenen temporären Fahrstreifen wurden mithilfe von Baken und Schrankenschutzgittern vom Baufeld beziehungsweise vom nordwestlichen Richtungsverkehr abgetrennt. Für den Fußverkehr steht auf der ganzen Länge des Baufelds ein mit Schrankenschutzgittern abgesicherter Streifen zur Verfügung. Zudem ermöglicht eine temporäre Lichtsignalanlage Fußgängern das Kreuzen des Baufelds in der Mitte.

Für die Verkehrsführung in der ersten Bauphase markierte Zeppelin Rental die Fahrbahn auf einer Länge von drei Kilometern. © X21de/Reiner Freese

Viel Material in kurzer Zeit montiert
Allein um die Verkehrsführung für die erste Bauphase einzurichten, verbaute das Team der Baustellen- und Verkehrssicherung von Zeppelin Rental um Montageleiter Daniel Lengert insgesamt 140 Baken, 1.230 Schrankenschutzgitter auf 1.500 Fußplatten à 28 Kilogramm und markierte die Fahrbahn auf einer Länge von zirka drei Kilometern. Neben eigens für die Maßnahme produzierten Bauinfotafeln stellte Zeppelin Rental entsprechend dem Verkehrszeichenplan Hinweistafeln auf, die frühzeitig auf die Verschwenkungen beziehungsweise die Staugefahr aufmerksam machen. „Die größte Herausforderung bestand darin, sehr viel Material in sehr kurzer Zeit zu montieren, um schon mit einer kurzen Einrichtungsphase die Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten“, so Richard Lebzelter, der als Bauleiter bei Zeppelin Rental für die Planung verantwortlich zeichnet.

In einem 800 Meter langen, mit Schrankenschutzgittern abgesicherten Korridor werden Fußgänger am Baufeld vorbeigeführt. © X21de/Reiner Freese

Vorbereitungen für zweite und dritte Bauphase
Noch zweimal werden die Baustellen- und Verkehrssicherer von Zeppelin Rental im Laufe der Bauzeit anrücken. Denn für die zweite und dritte Bauphase muss die Verkehrsführung erneut grundlegend geändert werden. In der zweiten Bauphase wird der gesamte nordwestliche Richtungsverkehr auf den Mittelstreifen verlegt, gleichzeitig rückt der Verkehr der Gegenrichtung auf die dann bereits erneuerte südöstliche Richtungsfahrbahn. Zum Schluss ist die Sicherung des Mittelstreifens an der Reihe: In der dritten Bauphase entstehen dort auf einer Breite von 10 Metern 165 Kfz-Stellplätze. Voraussichtlich im Juli 2020 wird die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

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