Neuer 100-Tonnen-Kettendozer

Marvin Meyke,

Zeppelin und Caterpillar launchen neuen Kettendozer

Der Cat Kettendozer D11 wurde überarbeitet. Der Kettendozer wurde mit zusätzlichen Assistenzsystemen ausgestattet. Eine neue Load-Sensing-Hydraulik soll für einen gesenkten Kraftstoffverbrauch sorgen. Hinzu kommt die automatische Anpassung der Dieselmotorleistung bei Rückwärtsfahrt, um diesen unproduktiven Arbeitstakt zu beschleunigen.

© Caterpillar/Zeppelin

Der konstruktiv modifizierte Hauptrahmen erlaubt mehrere Generalüberholungen der kompletten Maschine, sodass sich die Gesamtbetriebskosten bei Inanspruchnahme des Cat Certified Rebuild durch den Zeppelin Service über die volle Nutzungsdauer verringern. Besonderer Wert wurde auf weitere Verbesserungen bei der Servicefreundlichkeit gelegt, die zusätzliche Zeiteinsparungen und noch mehr Sicherheit bei den Instandhaltungsarbeiten bringen.

Neue Antriebskomponenten und die Load-Sensing-Hydraulik haben die Kraftstoff-Effizienz laut Unternehmensangaben um bis zu acht Prozent verbessert. Die energiesparenden Axialkolben-Verstellpumpen mit Bedarfsstromsteuerung reduzieren die Hitzeentwicklung und verlängern die Laufzeiten der Bauteile. Eine Wandlerüberbrückung im neuen Differenzialwandler erhöht den Wirkungsgrad des gesamten Antriebsstrangs. In Verbindung mit der Dieselmotor-Leistungsanhebung bei Rückwärtsfahrt wächst die Produktivität des Dozers um vier bis acht Prozent, während der Kraftstoffverbrauch entsprechend abnimmt. Die Konstruktion von Maschinenaufbau und Komponenten wurde bis ins Detail überarbeitet, um die Lebensdauer zu verlängern. So weist die Quertraverse neue Lager mit höherer Dauerfestigkeit auf und das bewährte Delta-Laufwerk mit robusteren Laufrollenrahmen bewältigt schwere Langzeiteinsätze. Die Lager in den Schild- und Aufreißeraufhängungen sowie völlig neue, verschleißarme Lagersitzringe in den Schubarmen lassen sich bei Bedarf mit geringem Zeitaufwand auswechseln.

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Der Cat Dieselmotor C32 entspricht den gültigen EU-Abgasemissions-Richtlinien der Stufe V. Im neuen Kühlsystem wird die Wärme auch bei hohen Umgebungstemperaturen optimal abgeführt und eine konstantere Betriebstemperatur sichergestellt. Der Kühlerblock lasse sich zudem wesentlich leichter als bisher reinigen und der Umkehrlüfter erzeugt jetzt bei Rückwärtsdrehung einen stärkeren Luftstrom zum Freiblasen des Kühlers.

Dank der um 30 Prozent vergrößerten Motorölwanne ist es möglich geworden, die Wechselintervalle in schweren Einsätzen auf 500 Betriebsstunden auszudehnen, sodass sich die Maschinen-Verfügbarkeit erhöht. In einer bodennahen Bedieneinheit sind Hydrauliksperre, Motorabstellschalter, Leiterschalter (heben/senken) sowie optionale Fernsteuerungs-Anschlüsse bestens zugänglich untergebracht. Die Servicetechniker können vom Boden aus nicht nur die Zentralschmieranlage befüllen, sondern auch Kühlmittel, Hydrauliköl, Motoröl und Getriebeöl wechseln.

Weitere Änderungen am D11 verbessern das Einsteigen in die Fahrerkabine: Die Kabinentür lässt sich jetzt wahlweise links oder rechts anschlagen. Das Auf- und Absteigen in der Dunkelheit ist sicherer geworden, die  Beleuchtung lässt sich sowohl in der Kabine als auch vom Boden aus einschalten kann. Beim Absteigen tritt zusätzlich eine Beleuchtungs-Ausschaltverzögerung in Funktion. Am neu gestalteten Arbeitsplatz des Fahrers befinden sich Touchscreens mit individuellen und intuitiven Einstellmöglichkeiten. Eine dynamische Betriebsstoff-Überwachung warnt den Fahrer, sobald der Füllstand in den einzelnen Maschinensystemen zu niedrig ist.

Serienmäßig vorhandene und optional lieferbare Technologiesysteme verhelfen dem D11 in seinen typischen Einsätzen zu höherer Effizienz, größerer Arbeitsgenauigkeit und günstigeren Betriebskosten. Zur Standardausrüstung zählt der Schildsteuerassistent ABA (Automated Blade Assist), der den vorgewählten Schildschnittwinkel stets konstant hält. Resultat: Der Fahrer wird spürbar entlastet und zugleich die Abschubleistung maximiert. Hervorragende Kraftstoff-Effizienz und Produktivität garantiert die weiterentwickelte Schaltautomatik EAS (Enhanced Auto Shift), die selbsttätig den zur momentanen Schildlast passenden Gang auswählt und die zur gewünschten Fahrgeschwindigkeit erforderliche Motordrehzahl einregelt.

Der D11 verfügt zudem über weitere Assistenzsysteme: Eine Abschubautomatik (AutoCarry) übernimmt das selbsttätige Heben und Senken des Schildes, um das Durchdrehen der Ketten zu minimieren und die Produktivität zu optimieren. Eine sogenannte Aufreißerautomatik (Auto Ripper Control) steuert selbsttätig Motordrehzahl und Reißtiefe, sodass sich der Kettenschlupf auf nahezu null reduziert. Cat Product Link und VisionLink ermöglichen das Flottenmanagement mittels Fernüberwachung und Online-Auswertung wichtiger Maschinen- und Betriebsdaten. Zur verfügbaren Cat MineStar -Technologie des D11 gehört „Terrain for Grading“, das dem Fahrer hilft, ein vorgegebenes Soll-Planum schneller zu erreichen und die bei konventionellen Methoden unvermeidbaren Nacharbeiten erheblich zu vermindern. Die Fernsteuerung „Command for Dozing“ bietet diverse Steuerungsvarianten einschließlich einer halbautomatischen Betriebsfunktion, mit der ein einzelner Bediener gleichzeitig mehrere Maschinen aus sicherer Distanz kontrollieren kann.

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