Baumaschinen-Vermietung

Marvin Meyke,

Orange und rot: Cramo gehört zu Boels

Seit dem 1. Dezember 2020 läuft Cramo in Deutschland ­unter dem Namen Boels weiter. Durch den Zukauf wird Boels einer der ­größten Maschinenverleiher in Deutschland.

© Boels Verleih

Seit der Übernahme im Februar 2020 wurde ­hinter den Kulissen an der Integration ­gearbeitet. In den skandinavischen und baltischen ­Ländern bleibt der Name Cramo bestehen. In Deutschland, Tschechien und Polen wird bald überall der Name Boels auf den Filialen stehen. Österreich war Vorreiter und hat die Integration bereits Oktober ­abgeschlossen. Reiant Mulder, COO bei Boels ­Rental dazu: „Wir haben mit dem Rebranding bewusst in Österreich angefangen, da es ein ­kleiner, übersichtlicher Markt ist. Fast wie ein Pilot­projekt. Am 1. Dezember folgen Deutschland und die ­Tschechische Republik, und am 1. Januar Polen. ­Bisher ist die Integration ein großer Erfolg. 1 + 1 sind hier tatsächlich 3! Die technische Prozessintegration haben wir also abgeschlossen, jetzt geht es darum, dass sich die Mitarbeiter näherkommen und wir eine Firma werden. Der nächste Schritt wäre dann, gemeinsam weiter zu wachsen.“ In ganz deutschlandweit gibt es nun rund 200 Boels-Filialen und rund 1.200 DIY-­Servicepunkte, so dass jeder Kunde eine Filiale in seiner Nähe vorfindet.

Mietflotte: Europaweit 650.000 Maschinen
Der Zusammenschluss ist ein weitreichender und vielumfassender Schritt für beide Unternehmen. Für die Kunden von Boels und Cramo gebe es jedoch nur Vorteile: das Filialennetzwerk ­wurde deutlich ­dichter und es seien viele erfahrene ­Mitarbeiter dazu ­gekommen, darunter auch ­viele ­Monteure. In der Praxis bedeutet die Integration unter ­anderem, dass der Bestand europaweit zu einer 650.000 ­Einheiten großen Mietflotte zusammen­gelegt wurde. Der ­Schwerpunkt lag bei Cramo vor allem auf ­großem Material, eine gute Ergänzung für das Sortiment von Boels mit seinen hauptsächlich ­kleinen und mittelgroßen ­Maschinen. Marnix Wijers, Director ­Operations ­Germany, ­erläutert: „Durch die Übernahme von Cramo ­können wir unsere Kunden noch ­besser bedienen. Wir haben mehr ­Niederlassungen, mehr Mitarbeiter aber vor allem auch mehr ­Material. Wir können jetzt ­Maschinen und ­Fahrzeuge ­anbieten die Boels vorher nicht im Sortiment ­hatte. Darunter sind zum ­Beispiel Lkw (bis zu zwölf ­Tonnen) und ­Straßen­fertiger.“ Im Bereich Erdbewegung und ­Telehandler wurde die Auswahl auch um Einiges erweitert. „Wir ­führen jetzt ­mehrere Marken und bieten dem ­Kunden also mehr ­Auswahl. Durch das ­große ­Angebot können wir ­Kunden einen ­effizienteren und schnelleren ‘One stop shop’ ­anbieten, sie finden alles ­Benötigte bei demselben Anbieter.” Ein ­weiterer Vorteil der Integration: Die ­beiden Unternehmen ­ergänzen sich zudem gut durch ihre ­Standorte. ­„Cramo war vor allem im Osten und Süden Deutschlands gut ­vertreten,“ sagt Marnix Wijers. „Die Maschinen von Cramo gibt es ab sofort auch bei den ­dortigen ­Boels-­Filialen zu­ ­mieten. Der Plan ist in diese Maschinen zu ­investieren, damit wir sie bald in ganz ­Deutschland anbieten können.“

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Straßenfertiger erweitern Angebot
Die Asphaltiermaschinen von Hersteller ­Vögele ­eignen sich für diverse Einsatzzwecke wie unter anderem die Asphaltierung, den Bau und die Instandhaltung von Landstraßen, kleinen ­Straßen und Radwegen oder Gehwegen. Die schmale Asphaltier­maschine (1,1 - 3,2 Meter) lässt sich leicht transportieren und entspricht bereits der EU-Abgasnorm IV. Auch die breitere Variante (1,8 - 5,0 ) bleibt kompakt und wendig. Die Arbeitsbreite beträgt bis zu 4,50 Meter.

Größere Auswahl an Telehandlern
Mit einem Telehandler können schwere ­Lasten gehoben und transportiert werden. Die ­Maschinen werdenvor allem im Agrarsektor, in der Industrie und im Infrastrukturbau eingesetzt. Der Teleskop­arm auf einem Telehandler reicht höher als ein durchschnittlicher Gabelstapler. Mit Hilfe des Teleskop­arms kann der Telehandler seine ­Palettengabeln oder seinen Mannkorb nach vorne, nach hinten, nach oben und nach unten bewegen. Die Maschine bietet dem Nutzer auch der Möglichkeit, verschiedene ­Zubehörteile am Teleskoparm zu befestigen. Rotierende Telehandler sind können um 360° (oder manche Ausführungen sogar 400°) gedreht ­werden. Boels hat verschiedene rotierende Telehandler im Sortiment. Der Größte hat eine Reichweite bis 30 Meter und eine Kapazität von fünf Tonnen. Die Telehändler des Baumaschinen-Vermieters sind mit Scherenstabilisatoren und automatischer ­Nivellierung ausgestattet.

Der Beitrag erschien in Baugewerbe 11/20.

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