Radlader

Kai Ingmar Link,

Zeppelin: "Das ist beim Einsatz von Lademaschinen zu beachten"

Die Stellenanzeige würde ungefähr so lauten: Gesucht wird ein Leistungsträger, der unter anderem Rohgestein laden und Brecher im Load-and-Carry-Einsatz beschicken kann. Kurz: ein Radlader.

Viele Faktoren beeinflussen den effizienten und sicheren Radladereinsatz. © Zeppelin/Caterpillar

Für den wirtschaftlichen und sicheren Einsatz gibt es einiges zu beachten. Um Unfälle mit den Maschinen wie Umkippen abzuwenden, müssen Fahrer die Kipplast kennen. Die Kipplast ist die Last am Schwerpunkt der Ausrüstung, die den Radlader über die Vorderachse zum Kippen bringt. Dabei befindet sich der Radlader in der statisch ungünstigsten Stellung: voll eingelenkt und das Hubgerüst waagerecht positioniert. "Wichtig ist, dass die statische Kipplast keine Fahrbewegungen wie das Aufschaukeln des Laders sowie Unebenheiten berücksichtigt. Zudem sollte bei der Betrachtung der Zustände auch die Einfederung der Reifen beachtet werden", so Matthias Sowada, Zeppelin Projekt- und Einsatzberater. Aus der statischen Kipplast leitet sich die Nutzlast ab: 50 Prozent der statischen Kipplast bei vollem Lenkeinschlag mit voller Reifeneinfederung.

Veränderungen der Ausrüstung haben Auswirkungen auf Kipplast und Nutzlast. Um die statische Kipp- und Nutzlast zu erhöhen, kann man beispielsweise ein größeres Gegengewicht anbringen. "Man sollte unbedingt vermeiden, dass die Hinterreifen bei voller Schaufel in der Luft hängen", so Matthias Sowada.

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Schaufelgröße und -form spielen ebenfalls eine Rolle für den Einsatz. "Die Wahl der Schaufel hat eine immense Bedeutung und hängt von vielen Faktoren ab, wie etwa dem Material und somit dem Eindringverhalten, der Lösbarkeit, der Abrasivität und dem Schüttgewicht", so der Zeppelin-Projekt-und-Einsatzberater. Sogar der Untergrund kann entscheidend sein: Braucht der Radlader eine ebene Sohle zum Laden oder ist die Ladefläche uneben? Der Betrieb muss außerdem klären, welche Transportgeräte beladen werden und ob sie sie von der Größe zusammenpassen.

Die Reifen sind auch ein Faktor. Eine L3-Bereifung mit Standardprofil eignet sich gut auf befestigten Untergründen wie Baustellen oder in der Rückverladung. Sie sind für viel Fahrbewegung ausgelegt. Eine L4-Bereifung wird oft im Load-and-Carry-Betrieb eingesetzt, wenn eine höhere Steifigkeit benötigt wird. Vorgesehen für einen harten Einsatz im Abbruch oder in der Gewinnung ist die L5-Bereifung mit Extra-Tief-Profil. Sie bieten eine gute Traktion, sind an den Flanken schnittresistent und ausgelegt auf eine lange Lebensdauer. Wo scharfkantiges Haufwerk oder Hitze auf den Reifen treffen, werden Reifenschutzketten empfohlen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 4/23

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