Starkes erstes Quartal 2022

Annina Schopen,

PORR-Auftragsbestand knackt 8-Milliarden-Euro-Marke

Guter Start ins Jahr 2022 für PORR: Erstmalig hat das Unternehmen im ersten Quartal ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 0,6 Millionen Euro erzielt. Auftragsbestand und Produktionsleistung haben zugelegt und damit eine gute Basis in dem herausfordernden Umfeld ermöglicht.

© PORR

„Die PORR hat sich im ersten Quartal in einem schwierigen Umfeld gut behauptet“, sagt CEO Karl-Heinz Strauss. Die Marktlage bleibe spannend. „Die Baubranche steht unter Strom: Einerseits freuen wir uns über volle Auftragsbücher und einen steigenden Bedarf an unseren Leistungen in allen Bereichen. Andererseits dämpfen Kostensteigerungen und Engpässe am Beschaffungsmarkt das Branchenwachstum. Unter diesen Umständen konnten wir dennoch vorhandene Chancen nützen, unseren Kurs halten und Gewinne erzielen“, so Strauss.

Rekord-Auftragsbestand und Leistungssteigerung

Beim Auftragsbestand konnte PORR mit 8.033 Millionen Euro die 8 Milliarden-Euro-Grenze überspringen. Die größten Auftragseingänge kamen dabei aus dem Infrastrukturbereich. In Norwegen etwa baut PORR eine neue Brücke für die Stadt Drammen im Wert von 85 Millionen Euro. Zu den Großaufträgen im Hochbau gehören der Um- und Neubau der Alten Akademie in München und die Errichtung des Bürohauses Florido Liner in Wien.

Auch in der Produktionsleistung legte PORR erneut zu: Im Q1 verzeichnete sie in allen operativen Segmenten eine Steigerung. Insgesamt wuchs die Produktionsleistung um 15,9 % auf 1.161 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Besonders stark entwickelten sich die Segmente AT / CH und CEE.

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Im ersten Quartal hat PORR Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1.110,8 Millionen Euro erzielt – ganze 14,7 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Dabei wuchs da Unternehmen in nahezu allen Heimmärkten. Trotz der signifikanten Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt konnte ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 0,6 Mio. erreicht werden.

Zum Abschluss des Q1 kann PORR mit einer stabilen Bilanz aufwarten und hat außerdem einen Liquiditätspolster von über 800 Millionen Euro. Die Eigenkapital-Quote hat sich durch die Tilgung von 51,1 Millionen Euro an Hybridkapital leicht auf 19,1 % reduziert. Ein verbesserter Cashflow ermöglicht zudem Flexibilität und Sicherheit. Des weiteren zeigte sich in der Nettoverschuldung eine klare Reduktion – im Vergleich zum März dem Vorjahres um 171,1 Millionen Euro.

Marktnachfrage auf hohem Niveau

Die Nachfrage in der Bauwirtschaft bleibt auf hohem Niveau. „Mittel- bis langfristig sehen wir in den globalen Megatrends große Chancen für die Bauwirtschaft. So sorgt der EU Green Deal für eine anhaltende Nachfrage bei nachhaltiger Mobilität und umweltbewusstem, kreislauffähigem Bauen. Durch die stetige Urbanisierung gibt es einen wachsenden Bedarf an leistbarem Wohnraum in der Stadt“, schildert Strauss. Für PORR steht die Strategie Green and Lean in den kommenden Jahren im Fokus, bei der Nachhaltigkeit, Effizienz und Digitalisierung der Bauprozesse vorangetrieben werden.

EBT-Marge 2025 bestätigt

Volle Auftragsbücher bieten eine solide Basis trotz eines schwierigen Umfelds. Im Fokus steht ein selektives, intelligentes Wachstum, um eine nachhaltige Profitabilität zu erreichen. Im Rahmen des Zukunftsprogramms PORR 2025 werden weitere Effizienzen geschaffen. Bis zum Jahr 2025 strebt der Vorstand eine Ziel-EBT-Marge auf Konzernebene von 3,0 % an.

Die Einschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs orientiert sich an den aktuellen Zielen in den einzelnen Bereichen sowie an den Chancen und Risiken, die sich zum Jahresanfang 2022 in den jeweiligen Märkten ergeben. Nicht abschätzbar sind die Folgen einer möglichen Verschärfung des Ukraine-Konflikts, seine Dauer sowie eine weitere signifikante Steigerung der Energie- und Baumaterialienpreise. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann abhängig von exogenen politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Faktoren von den Einschätzungen und Erwartungen des Vorstands abweichen.

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