Besuch bei Baustoff-Recycler

Marvin Meyke,

Ministerpräsident Kretschmann besucht Feeß

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann stattete dem Kirchheimer Bauschutt-Recycler Walter Feeß am 21. Januar einen Besuch ab. Das Unternehmen setzt laut eigenen Angaben seit 2010 bundesweit Maßstäbe in der Aufbereitung und Wiederverwertung von Abbruchmaterial.

Walter Feeß (v.l.) zeigt Winfried Kretschmann, wo es beim kohlenstoffdioxidreduzierten Bauen lang geht. Auch Verbandsfunktionär Peter Röhm hört zu. © Benjamin Stollenberg

„Wir müssen dieses Verfahren flächendeckend forcieren, weil es die natürlichen Ressourcen von Sand und Kies schont sowie die Deponierung von Schutt und die Emissionen durch lange Transportwege vermeidet,“ fasste Kretschmann zusammen, was er bei Feess gelernt hatte. Walter Feeß sagte dem Ministerpräsidenten, woran Kohlenstoffdioxidneutrales Bauen lau seiner Meinung noch scheitert. „Bei der öffentlichen Hand gibt es noch zu viele Vorbehalte gegen Recycling-Baustoffe. Teils werden sie sogar gesetzeswidrig ausgeschlossen, weil das niemand prüft,“ so der 67-Jährige, der 2016 den Deutschen Umweltpreis erhielt.

Nachhaltigkeit: Verschiedene Wege
70 bis 80 Prozent bestehender Gebäude seien recycelbar, „wenn man es richtig macht“, so Feeß. Bundesweit seien Millionen Lkw-Transport-Kilometer einsparbar, wenn man regional handele. Das schaffe auch Arbeitsplätze. Im Stuttgarter Hafen nahm der Bauschuttrecycler 2021 zuletzt selbst einen Aufbereitungsplatz in Betrieb, um Material aus der Landeshauptstadt innerstädtisch zu verarbeiten und den drei Betonwerken im Umkreis von 1000 Metern als Zuschlagstoff zuzuführen.

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Neue Aufbereitungsverfahren fördern!
Das mache das Bauen sogar günstiger, argumentiert Feeß, der auch veraltete Baunormen kritisiert, die modernen Aufbereitungsverfahren nicht mehr entsprächen und deshalb zu geringe Zuschlagquoten definierten. Einig ist sich der Fachmann mit vielen Architekten, dass herkömmliche Isolierungen von Gebäuden nicht mehr zeitgemäß sind. Die Bauwerke könnten dann nicht atmen und bei deren Rückbau erschwere das Material die Sortierbarkeit und Verwertbarkeit.

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