Masterstudiengang Construction Robotics

Martin Schrüfer,

Junge Köpfe für die Baustelle der Zukunft

© Porr

Um Studierende auf die Baustelle der Zukunft vorzubereiten, gestaltet PORR neben weiteren Bauunternehmen den Masterstudiengang Construction Robotics der RWTH Aachen mit und stärkt die Praxiserfahrung auf Baustellen.

Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig – auch in der Baubranche. Nach einer Umfrage des ifo-Instituts im Oktober 2021 sind 34,1 Prozent der befragten Bauunternehmen im Bereich Hochbau vom Fachkräftemangel betroffen. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Bauleistungen hoch. Umso wichtiger ist es, Wege zu finden, um diesem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ein unerlässlicher Schritt dabei ist die Digitalisierung und Automatisierung. Gerade in der Baubranche besteht hier noch enormes Potenzial. Doch wer wird dieses Potenzial ausschöpfen und den Weg zur Baustelle der Zukunft ebnen?

Die RWTH Aachen bereitet Studierende des internationalen Masterstudiengang Construction Robotics (CR) auf diese Aufgabe vor. Um den Baustellennachwuchs zu unterstützen, gestaltet PORR neben weiteren Bauunternehmen den CR Master der RWTH Aachen mit und stärkt die Praxiserfahrung der Studierenden auf Baustellen. Der interdisziplinäre Masterstudiengang richtet sich an Bachelor-Absolventen der Fachrichtungen Maschinenbau, Informatik, Bauingenieurwesen und Architektur. Mehr als tausend internationale Interessierte bewerben sich jährlich für den englischsprachigen CR-Masterstudiengang an der RWTH Aachen. Nur die weltweit besten 60 Bewerber werden zugelassen. Durch das Studium können die Studierenden fachliche Kompetenzen erlernen, um die Baubranche in die Zukunft zu führen. Zudem werden sie zum innovativen Denken angeregt; dies soll den Grundstein für eine verbesserte Zukunft und modernes Bauen legen.

Anzeige

Neue Prozesse und Produkte stehen auf dem Plan

Der Fokus liegt auf dem praxisnahen Lernen und Entdecken. Das rundet die Ausbildung für die Innovationsscouts und Vorreiter der neuen, künftig vermehrt digitalisierten Baubranche ideal ab. Schon während des Studiums arbeiten die Studierenden jedes Semester an unterschiedlichen interdisziplinären Projekten – etwa IoT-Geräte auf Baustellen, digitale Zwillinge und die individualisierte Automatisierung von Baustellenabläufen. Es werden neue Prozesse, Bauprodukte, vernetzte Maschinen, Robotikeinsätze, Softwarelösungen sowie Arbeits- und Kommunikationskonzepte thematisiert, um digitale Lücken zwischen Planung, Ausführung und Betrieb zu schließen. Außerdem soll die Hürde der zunehmenden Anforderungen an die Bauaufgaben bezüglich Qualität, Zeit und Sicherheit durch die forschungsbegleitete Lehre überwunden werden.

Referenzbaustelle ermöglicht praxisnahes Lernen

Um neue Lösungsansätze praxisnah auf Umsetzbarkeit zu prüfen, ist in Zusammenarbeit mit dem Center Construction Robotics (CCR) ein einzigartiges Reallabor auf dem Campus entstanden. Auf einer 10.000 Quadratmeter großen Referenzbaustelle können neue Ideen unter Realbedingungen umgesetzt werden. Diese Baustelle wird vom CCR gemeinsam mit namenhaften Partnern wie PORR, Liebherr und Hilti betrieben. Neben Vorträgen organisiert PORR Baustellenexkursionen und ein speziell auf das Studium zugeschnittenes, achtwöchiges Praktikum auf einer Baustelle. Hier analysieren die Studierenden verschiedene Prozesse und geben Input zu potenziellen Digitalisierungsmöglichkeiten auf den Baustellen.

Der Beitrag erschien in Baugewerbe 4/22.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Baugewerbe Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite