bauma Talk

Martin Schrüfer,

Hürden für digitale Baustellen überwinden

Auf dem Weg zur digitalen Baustelle sind noch Hindernisse zu überwinden, vor allem fehlende Datenstandards. Im Vorfeld der bauma 2022 beleuchtete die Webinarreihe bauma Talk die Leitthemen der Messe.

© Messe München

Im Vorfeld der bauma 2022 beleuchtete die Webinarreihe bauma Talk die Leitthemen der Messe. Die jüngste Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 24. Mai widmete sich der Digitalisierung auf Baustellen. Es wurde deutlich, welch hohe Bedeutung schon heute Maschinendaten für effizientes Bauen haben – für eine vorausschauende Wartung, für einen reibungslosen Ablauf von Transport und Logistik sowie für viele weitere Prozesse auf den Baustellen. Im Hinblick auf die CO2- Emissionen kann die Telematik wichtige Informationen über den Treibstoffverbrauch jeder Maschine liefern. Digitale Positionsangaben helfen dabei, Suchzeiten zu reduzieren. Auch automatisch erfasste Betriebsstunden sind ein wichtiger Parameter für Wartungsplanung und Abrechnung.

Allerdings erschweren noch vielfach unterschiedliche Schnittstellen, Erfassungsgenauigkeiten und -intervalle sowie Dateninterpretationen die Einbindung und das Management. Schon das Hinzufügen oder Löschen einer Maschine im System kann zeitaufwändig sein. Das gilt auch für das Sicherstellen des Datenschutzes.

Um die zugrundeliegenden Hürden bei der Standardisierung zu überwinden, gründeten der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der Hauptverband der deutschen Bauindustrie (HDB) auf der bauma 2019 die Arbeitsgemeinschaft „Machines in Construction 4.0“ (MiC 4.0). Ziel ist es, eine einheitliche, herstellerübergreifende und maschinenunabhängige Kommunika- tion rund um den Bauprozess zu entwickeln. Zurzeit arbeiten 105 Mitglieder aus sieben Nationen in 31 Arbeitsgruppen an den diversen Teilaspekten von MiC 4.0.

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Nicht nur die Baumaschinen selbst sind auf dem Weg der Digitalisierung, sondern auch die kombinierbaren Werkzeuge. Während es bei hydraulischen und elektrischen Schnittstellen zu Anbaugeräten bereits gute Lösungen gibt, macht ein herstellerübergreifender Datenaustausch zwischen den Komponenten zum Teil noch große Probleme. Um hier Abhilfe zu schaffen, entwickelte eine Arbeitsgruppe eine offene, herstellerunabhängige Datenschnittstelle – den MiC-4.0 Bus. Er wurde bereits an einem Bagger getestet. Ein Demonstrator dieser Schnittstelle wird auf der nächsten bauma am MiC-4.0-Stand zu sehen sein.

Der Beitrag erschien in Baugewerbe 6/22.

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