Politik

„Baustoffe sinnvoller fördern!“

Baufachpolitiker Sebastian Körber (FDP) besuchte Bayerns größten Kalksandsteinanbieter Zapf Daigfuss in Schwaig im August 2021, um sich mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Hannes Zapf auszutauschen.

Baufachpolitiker Sebastian Körber (l.) im Austausch mit Dr. Hannes Zapf © DGfM

Hannes Zapf gab einen Einblick in die Produktion des Unternehmens und die Herstellung der ersten Recycling-Kalksandsteine aus einem Gebäudeabbruch in Nürnberg. In einem Forschungsprojekt wird derzeit wissenschaftlich untersucht, wie viel CO2 in den 117 Jahre alten Wänden gespeichert wurde. Der CO2-Speichereffekt ergibt sich aus Rückbindefähigkeit des Bindemittels Kalk. Je größer die Oberfläche des unverputzten Mauerwerks, desto größer die eingelagerte Menge an CO2 über den gesamten Lebenszyklus. Durch den neuen Recycling-Kalksandstein kann das im Kalksandstein des Abbruchgebäudes gebundene CO2im Neubau für weitere 80 Jahre weitergebunden bleiben.

„Unsere Aktivitäten in Forschung und Entwicklung sind ein wesentlicher Beitrag, um sicherzustellen, dass die bayerische Kalksandsteinindustrie zukunftsfähige Mauersteine für das klimafreundliche und kostengünstige Bauen anbieten kann. Mauersteine sind mit einem Marktanteil von 70 Prozent auch in Bayern der Baustoff für den dringend benötigten bezahlbaren Wohnungsbau“, so Dr. Zapf.

Einseitige Holz-Baustoff-Förderung ist der falsche Weg

Das Bauen mit Holz sei in den letzten Monaten fast unbezahlbar geworden und Bauholz kaum noch verfügbar. Zudem werde Holz für den Wohnungsbau aus dem Ausland importiert, was aufgrund der langen Transportwege hohe CO2-Emissionen verursacht. Kalksandstein hingegen besteht zu 100 Prozent aus heimischen Rohstoffen, ist unabhängig von internationalen Lieferketten, preisstabil und jederzeit verfügbar. Sebastian Körber plädiert deshalb dafür, die Innovationsfähigkeit der deutschen Mauersteinindustrie für den kostengünstigen Wohnungsbau durch Förderprojekte zu stärken, statt wie Ministerpräsident Markus Söder einseitig auf den Holzbau zu setzen.

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Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 10/2021.

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