Organisation

Susanne Frank,

Spitzenqualität aus Rheinland-Pfalz

In Konz befindet sich einer der beiden deutschen Produktionsstandorte von Volvo Construction Equipment. Wir hatten die Chance, für Sie das Werk zu besichtigen und dort neben der Produktion auch Einblicke ins Service- und Trainingszentrum zu erhalten. 

In der Nähe von Trier werden die kompakten Radlader bis zum L50G, die Raupenbagger zwischen 14 und 25 t sowie die Mobilbagger zwischen 14 und 23 t gefertigt. 2007 lief der 22.000. kompakte Radlader in Konz vom Band, 2008 der 10.000. Volvo-Bagger.

1897 erfolgte die Unternehmensgründung durch Hubert Zettelmeyer. Anfänglich konzentrierte man sich auf die Produktion von Dampfwalzen, 1952 erfolgte die Fertigung des ersten Radladers. 1981 zog das Unternehmen an den heutigen Standort nach Konz-Könen. 1998 liefen die ersten Volvo-Mobilbagger und kompakten Radlader in Konz vom Band.

Zeitgleich mit der Fertigung des ersten Volvo-Raupenbaggers wurde 2005 eine neue 3.000 m² große Halle für die Qualitätskontrolle errichtet. Mit der Übernahme der gesamten Zettelmeyer Baumaschinen GmbH 1991 und dem späteren Kauf des kompletten Werksgeländes wurde Zettelmeyer vollständig in den Volvo-Konzern integriert. Die Umfirmierung in Volvo Construction Equipment Germany GmbH erfolgte im Jahr 2010.

Das Service- und Trainingszentrum in Konz bietet umfangreiche Serviceleistungen wie Produktschulung und technische Beratung für die rund 900 Mitarbeiter. In dem hochmodernen Trainingszentrum, das zugleich zu den größten Volvo-Ausbildungszentren für Servicetechniker weltweit zählt, werden Servicetrainer, Monteure, Servicetechniker sowie Mitarbeiter aus dem Kundendienstbereich auf ihren täglichen Einsatz vorbereitet.

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Das Schulungszentrum in Konz wurde im Jahr 2006 im Zuge einer Erweiterungsmaßnahme neu erbaut. Neben 6 jeweils 48 m² großen Theorieschulungsräumen finden sich dort zusätzlich 6 je 152 m² große Praxis­schulungshallen, eine Methodenwerkstatt sowie die Service­dokumentation.

„Etwa 4 % der jährlichen Arbeitszeit eines Volvo-Mitarbeiters im Kundendienst entfallen auf das Thema Weiterbildung“, erklärt Wolfgang Lehmann, Manager Aftermarket Training Region EMEA. Zur Anwendung kommt das sogenannte Blended Learning. Dabei handelt es sich um eine Lernform, die eine didaktisch sinnvolle Verknüpfung von traditionellen Präsenzveranstaltungen und modernen Formen von E-Learning anstrebt.

Die am Standort Konz gefertigten Bagger und kompakten Radlader sind das Ergebnis intensiver, langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Den Mitarbeitern der in Konz ansässigen Entwicklungsabteilungen liegen dabei folgende Punkte besonders am Herzen: den Fahrern der Baumaschinen das Arbeiten so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten, die Qualität der Maschine zu gewährleis­ten und die Betriebskosten zu senken, um den Unternehmern dadurch echte Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Die Entwicklungsabteilung betreut den gesamten Lebensdauerprozess der Maschinen von zukünftigen Konzepten über Prototypenerstellung, Produktpflege bis zur Entsorgung. Die Abteilung ist global vernetzt mit allen Technologiestandorten von Volvo CE und der gesamten Volvo-Gruppe.

Im Rahmen des zertifizierten Managementsystems wird die ständige Prozess­verbesserung bei den Baumaschinen mit dem „Volvo Production System“ (VPS) realisiert. Kundenanforderungen werden kontinuierlich ermittelt und bei der Produktentwicklung berücksichtigt. Anregungen zur Produktverbesserung werden analysiert und tragen somit nachhaltig zur Fehlerreduzierung und Sicherung des Qualitätsanspruchs des schwedischen Herstellers bei.

„Die Produktqualität aller Prototypen und Pilotmaschinen wird zum frühzeitigen Erkennen von Verbesserungen auditiert“, informiert Produktionsleiter Jürgen Oswald. Spezialisten prüfen diese Maschinen bis ins kleinste Detail. Jede Maschine durchläuft die Testbox, in der alle Steuerungsparameter abgefragt und justiert werden.

Das Übergehen eines Parameters, der außerhalb des Sollwertes liegt, ist nicht möglich. Stichprobenartig werden intensive Produktaudits durchgeführt mit einer Abschlussbesprechung mit allen beteiligten Bereichen und einem Aktionsplan im Fall von erkannten Abweichungen.

Auffälligkeiten während der Garantiezeit werden vom Händler innerhalb von 24 Stunden zurückgemeldet und mit einem ausführlichen Report am Folgetag in die Produktion gemeldet. Dann werden Abstellmaßnahmen zur zukünftigen Vermeidung eingeleitet.

Volvo Construction Equipment (Volvo CE) erhielt vom Nachrichtenmagazin „Focus“ die Auszeichnung „Top Nationaler Arbeitgeber 2014“ im Bereich „Schiffs-, Flugzeug- und sonstiger Fahrzeugbau, Raumfahrt“. Grundlage dieser Auszeichnung ist das Ergebnis einer groß angelegten unabhängigen Befragung über die Internetplattformen Xing und Kununu von Mitarbeitern nach ihrer Zufriedenheit mit ihrem Arbeitgeber.

„Für Volvo CE hat dieser Preis mehr als symbolischen Wert“, kommentiert Personaldirektorin Sabine Krümmel diese Auszeichnung. „Die Wahl zum attraktivsten Arbeitgeber ist ein Zeichen der Wertschätzung unserer Mitarbeiter für unser Firma und das Ergebnis unserer einzigartigen Unternehmenskultur.“

Jährlich werden Feldaudits durchgeführt, d. h., bei beliebigen Kunden werden im Einsatz befindliche Maschinen vor Ort auditiert. Ein Aktionsplan mit Verbesserungsmaßnahmen wird aufgestellt und die Umsetzung nachgehalten, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. \

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