bauma 2019

Susanne Frank,

Mehr Digitalisierung wagen!

Die Messemacher rufen die Unternehmen dazu auf – wenn es um die Digitalisierung geht – mutiger zu werden. Viele würden mit zuviel Vorsicht an Investitionen herangehen. Aber wer zukunftsfähig bleiben will, kommt um digitale Prozesse nicht umhin.

© Messe München

Schon heute können Baumaschinen mit vielfältigen Sensoren und Kommunikationsschnittstellen ausgestattet werden. Mit den erfassten Daten lassen sich zum Beispiel Arbeitsleistung, Verbrauch und Standort kontrollieren, vorausschauende Wartungsintervalle definieren oder Betriebskosten ermitteln. Ganze Fahrzeugflotten können per Telematik gemanaged werden. Außerdem helfen digitale Tools Arbeitsabläufe zu automatisieren, was nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels immer relevanter wird.

Der Appell der Organisatoren
„Viele Unternehmen der Bauindustrie haben die Relevanz der Digitalisierung bereits erkannt, investieren aber noch mit Vorsicht. Aus Messesicht lautet mein Appell: Mehr Digitalisierung wagen! Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen wir moderne digitale Prozesse und Systeme nachhaltig in unseren Veranstaltungen und in der Organisation verankern. Ich denke, da geht es den Unternehmen der Baumaschinenindustrie nicht anders“, sagt Messe-Chef Dittrich. Auf der bauma 2019 werden die digitale Baustelle und Baumaschinen mit Hilfe von Virtual- und Augmented Reality live erlebbar gemacht.

VR ist mehr als bloße Unterhaltung
„Wir haben mit unserer digitalen Baustelle eine Plattform geschaffen, die es Ausstellern ermöglicht, ihre Produkte in Ergänzung zum realen Messestand auch ortsunabhängig erlebbar zu machen. Dabei bieten wir die virtuelle Ausstellungsfläche auf einer VR-Experience an. Auf der bauma 2019 können sich Unternehmen also erstmals komplett digital präsentieren“, sagt Mareile Kästner, bauma-Projektleiterin.

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Trotz aller virtueller Erlebnisse, in die man auf der bauma 2019 eintauchen kann: Für den Nachwuchs besteht das besondere Erlebnis auf der bauma auch darin, große Baumaschinen anfassen zu können. Und vielleicht nicht nur für die junge Generation... © Messe München

Manch einer, der zum ersten Mal eine VR-Brille aufsetzt, wird von dem neuartigen Erlebnis verblüfft sein. Ein anderer hat vielleicht Hemmungen, sich darauf einzulassen. Doch das virtuelle Erlebnis kann viel Nutzen bringen – für das tägliche Business, die Planung, Entwicklung, aber auch in der Aus- und Weiterbildung eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. „Wer seine Azubis unter realistischen Bedingungen ausbilden möchte – zum Beispiel bei der Wartung von Maschinen – oder dem Kunden das Innenleben eines Krans erklären will, der muss dazu nicht einmal mehr den Betrieb verlassen“, erklärt Kästner.

Virtuelles Angebot „Made by bauma“
Unternehmen wie der Schalungsprofi Doka, die Spezialisten für Messinstrumente von Trimble, das Maschinenbauunternehmen GEDA, der Baumaschinenproduzent Bobcat oder uvex, Hersteller von Schutz- und Sicherheitsprodukten, nutzen bereits das virtuelle Angebot „made by bauma“.

Noch größer, noch besser, noch leistungsfähiger: Die Ansprüche an die Hersteller sind hoch. Und große Bagger kann man nicht nur auf dem Außengelände begutachten, sondern auch in den Hallen. Auf insgesamt 614.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zeigen mehr als 3.500 Aussteller ihre Maschinen. © Messe München

Doka: Schalungskompetenz auf engstem Raum
„Doka ist bei der VR Experience der Messe München vertreten, da sie die Lösungskompetenz von Doka aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und erlebbar macht. Ein in VR eingebettetes Highrise-Modell zeigt deutlich, welch umfassendes Know-how erforderlich ist, um den Bauablauf schnell, sicher und optimiert zu gestalten. Die dazu erforderliche Schalungskompetenz konnte Doka bei mehr als 1000 Highrise-Projekten unter Beweis stellen. Mit Virtual Reality wird der Themenkomplex auf engstem Raum begreifbar“, sagt Gottfried Bühringer, Leitung für digitales Marketing bei Doka.

Trimble: Outdoor Augmented Reality
Maria Scully, Event Managerin bei Trimble Civil Engineering and Construction, betont das Potenzial von VR/AR für das Trimble- Geschäft: „Wir werden die Bauindustrie durch eine Reihe von integrierten Lösungen verbinden, die eine nahtlose Datenübertragung und Datenvisualisierung ermöglichen. Trimble SiteVision ist ein Beispiel dafür, eine neue Lösung, die hochpräzise Outdoor Augmented Reality für die Bauindustrie bietet. Das VR-Erlebnis auf der bauma wird nicht nur die Vorteile von SiteVision vorstellen und hervorheben, sondern auch die Möglichkeiten aufzeigen, wie VRund AR-Technologie im Bauwesen eingesetzt werden kann.“

GEDA: Industrieaufzüge in Live-Atmosphäre
Als innovatives Maschinenbauunternehmen sehen wir in den Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, zukunftsträchtige Chancen für unser Unternehmen. Themen wie Virtual Reality ermöglichen es uns, unsere Bau- und Industrieaufzüge auch internationalen Kunden in einer Live-Atmosphäre anschaulich zu präsentieren. Wir freuen uns, im Rahmen der bauma 2019 an der VR-Experience teilzunehmen”, sagt Jürgen Deffner, Leiter Marketing bei GEDA.

Die Messeorganisatoren empfehlen: unbedingt ausprobieren! Mit Hilfe von VR und AR können Produkte in der Entwicklungsphase, Prototypen oder Zukunftsszenarien präsentiert und auf völlig neue Art erklärt werden. © Messe München

Fazit
Mit der bauma VR-Experience werde nicht einfach nur ein digitales Format im klassischen Messegeschäft verankert: „Es wird definitiv emotional! Spätestens wenn sich die Erdoberfläche öffnet und der Aufzug den Besucher in luftige Höhen befördert, wird es ein unvergessliches Erlebnis“, sagt bauma-Projektleiterin Mareile Kästner. Einen genauen Eindruck davon können sich Besucher und Aussteller auf der bauma 2019 in der Halle B0 machen.


bauma-Branchenbarometer
Die Investitionsbereitschaft der Baumaschinenindustrie liegt global auf einem sehr hohen Niveau und wird in den kommenden Jahren auch weiterhin vorsichtig optimistisch gesehen. Das hat das „bauma-Branchenbarometer“ ergeben, eine repräsentative Studie, bei der rund 10.000 Branchenkenner über zwei monate hinweg befragt wurden (Juni/August 2018). So planen 44 Prozent der Befragten in Zukunft ein steigendes Investitionsvolumen für ihr Unternehmen. Im Regionen-/Ländervergleich sind vor allem Afrika (68 Prozent) und Asien (67 Prozent) optimistisch, was die Investitionsentwicklung angeht. Für Europa liegt der Wert bei 42 Prozent. Deutschland ist mit 39 Prozent ein wenig skeptischer.

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