Interview

Marvin Meyke,

Täglich bis zu 1.500 Quadratmeter Mauerwerk

Rimatem-Maueranlagen können mineralischen Dünnbettmörtel verarbeiten. Welche Vorteile diese Art des Klebens mit sich bringt, erklärt Geschäftsführer Tobias Riffel im Interview.

© Rimatem

Baugewerbe: Herr Riffel, Fertigmauerwerk wird oft ­mithilfe von PU-Schaum verklebt. Warum setzt Rimatem auf ­mineralischen Dünnbettmörtel?
Tobias Riffel: Kleber aus PU-Schaum sind in der Handhabung einfach, haben aber ­nachteilige Eigenschaften. Dünnbettmörtel weist ­dagegen die ­gleichen technischen Eigenschaften auf wie herkömm­licher Mörtel, ist gleichzeitig sehr ­feinkörnig und haftet auf allen Mauersteinen. Dadurch ergibt sich eine Fugendicke von gerade mal 2 mm, was sich ­positiv auf Dämmung und Optik auswirkt. Durch automatisierten Mörtelauftrag und eine gleichbleibende Mörtelqualität ist das Mauerwerk insgesamt von sehr guter Qualität. Dünnbettmörtel vollautomatisch perfekt aufzutragen, erfordert viel Knowhow. Genau das sind die Stärken von Rimatem.


BGW: Welche Rimatem-Anlagen sind auf die Verarbeitung von Dünnbettmörtel ausgelegt?
Riffel: Wir haben ein modulares Auftragegerät entwickelt. Davon profitieren auch Unternehmen, ­
die schon eine Rimatem-Anlage betreiben. Alle An­lagen ab der Generation HA 3 beziehungsweise ab Baujahr 1998 lassen sich ohne viel Aufwand vom Mörtel- auf das Klebeverfahren umrüsten.

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BGW: Gibt es Einschränkungen bei der Auswahl der Mauersteine?
Riffel: Unsere Anlagen verarbeiten Porenbeton-, Ziegel-, Leichtbeton und Kalksandstein von elf bis 50 cm Wanddicke. Die HA 4 ist ausgelegt auf Wände bis vier Meter Höhe und eine Fertigungsbreite von bis zu zwölf Meter. Die VA 2 wurde für Mauersteinhersteller und große Fertigungsbetriebe konzipiert. Mit ihr kann unabhängig von der Wandstärke täglich bis zu 1.500 m2 Mauerwerk hergestellt werden.


BGW: Mit welchen Investitionen müssen interessierte Unternehmer rechnen?
Riffel: Der Einstiegspreis liegt bei 600.000 Euro. Als Systemanbieter haben wir zudem Zubehör und Komponenten entwickelt, mit denen sich Arbeitsabläufe optimieren lassen: Paletten-Wende­geräte, Vario-Traversen, Transportcontainer, Richt­stützen. Der Einsatz unserer Maueranlagen kommt ­übrigens auch der Umwelt zugute. Weil der Dünnbett­mörtel sehr präzise aufgetragen wird, gibt es ­keinen ­Materialüberschuss. Außerdem werden Mauersteinreste im Werk recycelt und der Steinherstellung ­wieder als Rohstoff zugeführt.

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