Aus Baugewerbe Unternehmermagazin 5\2020

Schallschutz mit ­Kalksandstein

Menschen sind gern in Gemeinschaft. Aber wenn sie, wie in der aktuellen ­Situation, gezwungenermaßen in den eigenen vier Wänden zusammenbleiben sollen, dann kann es durchaus anstrengend werden. Schnell wird es da einfach zu laut. In solchen Situationen ist auch ein guter Schallschutz gefragt.

© Unika

Ein guter baulicher Schallschutz sorgt dauerhaft und nicht nur in Ausnahmesituationen für weniger Lärm-Stress mit den Kindern und den Nachbarn. Der Schallschutz sollte allerdings von Anfang an in der Gesamtplanung berücksichtigt werden.

Wie es sich mit dem baulichen Schallschutz ­verhält, ist normativ geregelt. Dazu gibt es verbind­liche Anforderungen in der DIN 4109-1 sowie in anderen Regelwerken. Jedoch beziehen sich diese Mindestanforderungen nur auf Lärm­quellen außerhalb des eigenen Wohnbereichs wie zum Beispiel Luft- und Trittschall. Das Leben zeigt sich in vielen Facetten und wird innerhalb der eigenen vier ­Wände auch schon mal laut. Zudem hat jeder von uns ein ganz ­individuelles Lärmempfinden. Und hierfür gibt es keine eigene Norm. ­Vielmehr ­formulieren ­einige Regelwerke, wie zum Beispiel DIN 4109 Bei­blatt 2:1989, DEGA-Memorandum BR 010 et ­cetera nur ­Empfehlungen für den Schallschutz im ­eigenen Wohnbereich. Um also in den eigenen vier ­Wänden angemessen Ruhe zu finden, sollte neben dem Lärm von außen auch der Schallschutz innerhalb der ­Wohnung nicht außer Acht gelassen ­werden. Idealerweise fließen diese ­normativen und individuellen Anforderungen in ein umfassendes ­Schallschutzkonzept ein, das gleichzeitig als ein ­Planungsziel verstanden wird.

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Auch wenn mit Normen und Empfehl­ungen scheinbar vieles geregelt ist, herrscht auch unter Experten nicht selten Unsicherheit, wenn es um die Abgrenzung zwischen „normalem“ und ­„erhöhtem“ Schallschutz geht. So reicht es grundsätzlich nicht aus, nur die DIN 4109 ­Schallschutz im Hochbau zu beachten. Zur Beurteilung des ­baulichen ­Schallschutzes werden nicht ­selten ­weitere ­Veröffentlichungen und Richt­linien, wie die VDI 4100 Schallschutz von ­Wohnungen, heran­gezogen. Auch die Schallschutz-­Experten der ­Kalksandsteinindustrie haben eine an­­erkannte Empfehlung für den erhöhten Schallschutz ­veröffentlicht. Diese berücksichtigt sowohl ­technische als auch wirtschaftliche Aspekte.

Schallschutz schlecht nachrüstbar
Denn in der Praxis schützt eine Wand, welche die normativen Anforderungen erfüllt, nicht un­­bedingt gänzlich vor Lärm. Vielmehr erfüllt diese Wand das „Mindestmaß“, das in der DIN 4109 ­geregelt ist. Lärm hält sich bekanntlich nicht an ein Mindestmaß, deshalb ist alles, was lauter als „normal“ ist, weiterhin zu hören. Schallschutz lässt sich also nicht allgemeingültig oder pauschal für alle Objekte ­definieren. Umso wichtiger ist es, dass er im ­Einzelfall und den örtlichen Gegebenheiten entsprechend angepasst und zwischen Bauherr und ­Architekt/ Fachplaner eindeutig beschrieben und vereinbart wird. Da Schallschutz oft nicht ohne ­weiteres ­nachgerüstet werden kann, ist schon in der Planungs- und Entscheidungsphase nicht nur auf ausreichenden, sondern auf guten Schallschutz zu achten. Bei Mauerwerk sind dank der hohen ­Rohdichte von ­Unika Kalksandstein gute Schalldämmwerte garantiert. Entscheidend ist nämlich weniger die Dicke einer Wand, sondern vielmehr die ­Struktur und die ­Rohdichteklasse (RDK) des verwendeten Bau­materials. Sie beeinflussen die Masse und Schalldämmung der Wand. Kurzum: Je höher die Masse, desto besser ist der Schallschutz.

Mit Rohdichteklassen von 1,8 bis 2,2 ist Kalksandstein damit gerade leichteren Mauerwerk­stoffen in Sachen Schallschutz voraus. Deshalb lassen sich sowohl die Anforderungen als auch die Empfehlungen für guten Schallschutz mit Unika Kalksandstein- Planelementen oder den ­bewährten Unika KSR Plansteinen in RDK 2,0 sicher und ­wirtschaftlich erfüllen.

Hohes Schalldämm-Maß erreichbar
Für besonders hohe Ansprüche an den ­Schallschutz werden Unika Kalksandsteine in ­bestimmten ­Mauerwerksformaten auch in Rohdichte­klasse 2,2 angeboten. Ein einschaliges Mauerwerk der Dicke 24 cm aus Kalksandstein der Rohdichte­klasse 2,2 und 2 x 10 mm Putz ermöglicht ein Schalldämm-Maß von R‘w = 56 dB. Damit liegt der Wert über den Empfehlungen des Beiblattes der DIN 4109 für einen ­er­höhten Schallschutz für ­Wände zwischen ­Treppenhaus und Wohnung oder für ­Wohnungstrennwände.

Schallschutzrechner für präzisere Planung
Heutzutage ermöglichen Berechnungsprogramme wie der KS-Schallschutzrechner eine wesentlich genauere und ­detailliertere Planung des Schall­schutzes. So ­berücksichtigt der KS Schallschutzrechner neben den normativen Anforderungen auch die ­Planungsinstrumente der DIN 4109. Damit erhält der ­Architekt schon in der Planungsphase ein verläss­liches Bild vom erreichbaren Schallschutz.

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