Interview

Marvin Meyke,

Neun Fragen an...Thomas Fehlhaber

In dem Format"Neun Fragen an..." darf es auch mal etwas lockerer und persönlicher sein. Diesmal antwortet Thomas Fehlhaber, Geschäftsführer Unipor.

© Unipor

In welchem Schulfach waren Sie besonders gut und wo nicht?
Naturwissenschaften, Mathematik und Religion waren meine Lieblingsfächer. Diese Fächer ergänzen sich tatsächlich sehr gut: Die Religion liefert immer dann Erklärungsversuche für das Leben, wenn die Wissenschaft an ihre Grenzen stößt. Man sollte allerdings erkennen können, wo die Grenzen der Wissenschaften tatsächlich verlaufen. In den Fremdsprachen konnte ich dafür nicht wirklich punkten. Die Vokabeln waren anstrengend. Dafür habe ich später zwei Jahre in London gearbeitet und dort doch noch brauchbares Englisch gelernt. Mit Oxford-Schulenglisch hat man ohnehin spätestens am Ticketschalter der London Underground ein Problem: Wenn man ein „day-ticket“ kaufen möchte und der Verkäufer hinter der Glasscheibe immer wieder in tiefstem Manchester-Slang nachfragt, ob man ein „die-ticket“ meine. Da helfen auch keine weiteren Vokabelkenntnisse.

Wie würden Sie dem kleinen Jungen von damals erklären, was ein Prüfkörper ist?
Als Kind durfte ich meinen Vater einmal im Monat in die Hochschulbibliothek begleiten. Das Beste daran war natürlich das im Sommer obligate Eis auf dem Heimweg. Genau dort lag auch ein großer Hof mit allerlei kaputten Bauteilen aus Beton und anderen Baustoffen. Ein schöner Ort um Verstecken zu spielen, wie ich damals dachte. Erst zwanzig Jahre später – als ich selbst meine Prüfkörper auf genau diesem Hof abstellte – habe ich verstanden, wie kompliziert es ist, diese mit Sinn und Verstand zu zerstören. Das Neue, die Innovation macht es aus.

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An welchem Stand auf einer Baumesse bleiben Sie besonders lange stehen?
Wenn Exhibition ästhetisch wird – fast kunstvoll. Immer wieder aufs Neue gelingt das den italienischen Herstellern für keramische Fliesen und dazugehörige Badausstattung. Nach einer Woche „BAU“ in München ist dies für mich fast so etwas wie ein Rückzugsort.

Was ist nötig, um ein erfolgreicher Mitarbeiter in Ihrer Firma zu sein?
Aufgeschlossenheit für Neues. Innovation muss man entdecken, sie ist nicht käuflich.

Und was, um ein erfolgreicher Manager zu sein?
Die Fähigkeit abzugeben und zuzuhören. Delegieren und den Erfolg teilen ist unabdingbar – sonst muss man alles selber machen.

Womit machen Sie sich nach einem langen Arbeitstag eine Freude?
Mit Ruhe. Meine Frau fragt dann „Was denkst Du?“ und ich ­antworte „nichts“. Besonders gut gelingt mir das Abschalten bei Radtouren durch die Natur.

Was ist ihr Lieblingsurlaubsziel?
Eine Finca auf Mallorca.

Sport machen – ja, aktiv natürlich! Oder lieber eher passiv?
Die Antwort kennen Sie schon.

FC Bayern München oder BVB Dortmund?
Weder noch! Beide haben ihre Heimspiele nicht am Böllenfalltor…

Zusatzfrage: Von welchem Geschäftsführer würden Sie am liebsten die Antworten auf die „Neun Fragen“ lesen und warum?
Maximilian von Funk, Geschäftsführer der Odenwald Faserplattenwerk GmbH. Challenge accepted?

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