Mauerwerksbau

Ein Passivhaus im Bauhausstil

Zur Realisierung eines hochwertigen Passivhauses in der Koblenzer Passivhaussiedlung auf dem Asterstein, das den strengen Anforderungen der Passivhausrichtlinien für dieses Baugebiet entspricht, wurden außen wie innen ausschließlich Mauerwerksprodukte von Bisotherm verbaut.

Passivhaus im puristischen Bauhausstil
Das Passivhaus im puristischen Bauhausstil bietet nach Fertigstellung rund 171 m² Wohnfläche plus Nutzflächen. Foto: KOZA & Zimmermann

Externe Passivhausprüfer prüfen im Auftrag der Stadt Koblenz jedes Passivhauskonzept. Um die strengen Auflagen der Stadt für das Bauen in der Passivhaussiedlung zu erfüllen, beauftragten die Bauherren den Architekten Heinz Keul von der Keul Passivhaus GmbH mit der Konzeption der Passivhauskomponenten. Konstruktiv beinhaltete das Konzept die Ausführung des Außenmauerwerks mit dem Bisomark 0,060 in der Wanddicke 49 cm. Einschließlich dem üblichen Putz nach DIN 4108-4:2017-03: innen 1,5 cm Gipsputz (= 0,51 W / m K), außen 2,0 cm Leichtputz (= 0,25 W / m K) wird der hervorragende U-Wert von 0,12 W / m² K erzielt.

Unter der tragenden Bodenplatte wurden 25 cm Perimeterdämmung mit einer Wärmeleitfähigkeit von λD= 0,037 W / m K eingeplant. Die Trittschall- und Wärmedämmung unter dem Estrich beträgt 12 cm. Die Stahlbetondecke des Flachdaches ist mit 40 cm i. M. Wärmedämmung gegen das Außenklima geschützt.

Das Konzept der Gebäudetechnik beinhaltet eine Wärmepumpe mit Innen- und Außenmodul, eine zentrale Lüftungsanlage mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad (93 %) und einem vorgeschalteten Erdregister sowie eine Photovoltaik-Anlage. Das schlüssige Gesamtkonzept fand auf Anhieb die Zustimmung der Passivhausprüfer.

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Von Natur aus klimaregulierende Eigenschaften

Zeichnung: KOZA & Zimmermann
Zeichnung: KOZA & Zimmermann

Der monolithische Wandaufbau gewährleistet dank des hochwärmedämmenden Bisomark-Außenmauerwerks ganzjährigen Schutz gegen Klimaeinflüsse, ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen von innen oder außen. Ein großer Vorteil von Bisotherm und dem hier eingesetzten Bisomark ist, dass mit jedem Stein eine voll funktionsfähige Wandkonstruktion entsteht. Die Kerndämmung liegt geschützt in den Hohlkammern der Steine. Der Stein an sich besteht aus hochwertigem Leichtbeton, mit dem Zuschlagsstoff Naturbims. Naturbims hat von Natur aus schon beste wärmedämmende, sprich klimaregulierende Eigenschaften. Die bauphysikalischen und baubiologischen Eigenschaften werden lediglich mit dem integrierten Dämmstoff ergänzt, so dass damit auch Passivhäuser gebaut werden können, ohne eine zusätzliche Dämmschicht außen oder innen aufbringen zu müssen.

Bestandteil der Mauerwerkssysteme von Bisotherm ist immer ein speziell abgestimmter Mörtel. Beim Passivhaus der Familie Gerhartz wird passend zum Bisomark der Bisoplan-Dünnbettmörtel von der Bauunternehmung Durwen verarbeitet. Das ist ein spezieller Dünnbettmörtel, abgestimmt auf die wärmetechnischen Spitzenwerte der Bisotherm-Steine. Gemäß den bauaufsichtlichen Zulassungen sind Stein und Mörtel aufeinander abgestimmt und dürfen nur in Kombination eingesetzt werden, um alle bautechnischen und bauphysikalischen Eigenschaften zu gewährleisten.

Zügiger Baufortschritt

Mit den Rohbauarbeiten wurde Anfang Dezember 2017 begonnen und im Januar 2018 war der Rohbau für das Erdgeschoss weitestgehend fertiggestellt. Dipl.-Ing. für Bauwesen Rainer Zimmermann ist sich sicher, dass der Fertigstellung im August 2018 nichts im Wege steht. Sein Fazit: „Die ausführende Bauunternehmung kommt mit dem Mauerwerk von Bisotherm hervorragend zurecht. Die Steinpakete kommen nach Vorplanung korrekt an der Baustelle an, die Steine sind maßhaltig und formgenau, so dass den Maurern die Arbeit leicht von der Hand geht.“

Dietmar Haucke

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