Mehrgeschossbau mit Unipor

Martin Schrüfer,

Da ist viel Holz drin!

© Unipor

In einem seniorengerechten Mehrgeschossbau sorgt der Mauerziegel Unipor WS08 Silvacor dank der Nadelholzfüllung für Ruhe und ein ausgeglichenes Raumklima.

Behaglich leben in einem attraktiven innerstädtischen Umfeld – das wünschen sich viele Bürger für ihre Wohnsituation im Alter. Ein seit September 2020 fertiges senioren- und behindertengerechtes Mehrfamilienhaus in Beilngries (Oberbayern) erfüllt dies. Altstadtnah, mit gehobener Innenausstattung und einem besonderen Außenwandbaustoff lassen die 14 Eigentumswohnungen keine Wünsche offen.

Mit dem Mauerziegel Unipor WS08 Silvacor entschied sich der Bauherr für ein Ziegel-Holz-Hybrid mit nachwachsender Nadelholzfüllung, der speziell für den Mehrgeschossbau entwickelt wurde. Er sorgt nachhaltig und wirtschaftlich für einen hohen baulichen Wärmeschutz. Das massive Ziegelmauerwerk wirkt wie eine natürliche Klimaanlage und gleicht durch Zwischenspeicherung Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen aus: Wärme durch intensive Sonneneinstrahlung wird im Außenmauerwerk temporär aufgefangen und während der kühleren Nacht an die Innenräume abgegeben. Analog gilt dies auch für übermäßige Luftfeuchtigkeit. Ist diese sehr niedrig, gleicht die Außenwand sie durch Austrocknung wieder aus. Die Gefahr der Schimmelpilzbildung wird so verringert. Zum Wohlfühlklima trägt auch die in allen Wohnflächen eingebaute Fußbodenheizung bei, die im Gegensatz zu Wandheizungen atmungsbelastende Staubaufwirbelungen verhindert.

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Das zweistöckige L-förmige Gebäude inklusive Penthouse-Geschoss entstand als städtebauliche Nachverdichtung auf dem Gelände einer ehemaligen Pension. Das Grundstück liegt niedriger als die angrenzende Straße; mit dem Konzept ließ sich ein allzu wuchtig wirkender Eindruck verhindern. Die um den Baukörper herum angeordneten Gärten der Erdgeschosswohnungen verstärken das gewünschte naturnahe Erscheinungsbild. Ein zentraler Aspekt war bei diesem Bauvorhaben die seniorengeeignete Gestaltung aller Wohneinheiten. Ein Fahrstuhl und barrierefreie Zugänge zu allen Räumlichkeiten sind Teil des Wohnkonzepts. Alle Einheiten sind mit offenem Wohn-, Ess- und Küchenbereich sowie einer hochwertigen Innenausstattung versehen. Die Wohnungen im Obergeschoss haben jeweils einen Balkon. Die 24 Stellplätze in der Tiefgarage wurden den acht Zwei-Personen-Haushalten und den beiden Drei-Zimmer-Penthouse-Wohnungen zugeordnet. Flexible Wohnungsgrößen von 36 bis 108 Quadratmeter berücksichtigten neben der Haushaltsgröße auch individuelle Ansprüche.

Ziegel-Holz-Hybrid für optimalen Wärme- und Schallschutz

Die Beilngries Projektbau setzt bei ihren Bauvorhaben auf die nachgewiesene Kompetenz von Planern und Handwerkern in der Region. Güte und regionale Verfügbarkeit gaben auch den Ausschlag für die Auswahl der Wandbaustoffe. Der Mauerziegel Unipor WS08 Silvacor, hergestellt von den niederbayerischen Ziegelwerken Leipfinger-Bader, brachte bei der Gebäudehülle ökonomische und ökologische Aspekte in Einklang. Das verputzte Mauerwerk mit Holzfaserfüllung in den Lochkammern mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von nur 0,20 W/(m²K) passte hervorragend zur Umsetzung des KfW-55-Energieeffizienzhausstandards mit entsprechendem baulichen Wärmeschutz. Auch für Schallschutz sorgt dieser Ziegel: Er bietet mit einem Schalldämmmaß (Rw) von 48 Dezibel eine maßgeschneiderte Lösung. Auch bei den Wohnungstrennwänden vertraute der Bauträger mit einem Verfüll-Planziegel auf ein schalldämmendes Unipor-Ziegelprodukt von Leipfinger-Bader. Bei einer Wandstärke von nur 24 Zentimeter sorgt der mit Beton gefüllte Ziegel mit einem bewerteten Schalldämmmaß Rw von 55 Dezibel für ruhiges Wohnen. Zur weiteren Optimierung des Wärme- und Schallschutzes wurden bei der Einbindung der Stahlbetondecken in das Mauerwerk Unipor-Deckenrandelemente verwendet. Die Kombination aus Ziegelschale und hochwärmedämmenden Schichten minimiert die Entstehung von Wärmebrücken. Zugleich verringert sich auch die vertikale Schallübertragung über die flankierende Außenwand.

Der Beitrag erschien in Baugewerbe 4/22.

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