Von 0 auf 100 zum BIM-Champion

Kai Ingmar Link,

Bauunternehmen Tecklenburg baut Kreispolizeigebäude

Tecklenburg gelingt die digitale Transformation vom traditionellen Bauunternehmen zu einem prämierten und ausgezeichneten BIM-Spezialisten mit Softwarelösungen der Nemetschek Group. Bei einem europaweit ausgeschriebenen Bauprojekt konnte sich Tecklenburg dank seiner Expertise gegen alle Wettbewerber durchsetzen und hat das Projekt im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen umgesetzt.

Tecklenburg hat BIM-Anwendungen in allen Projektabschnitten und Abteilungen eingesetzt: Architektur, Bauphysik, Tragwerksplanung, Fertigteilwerke, Gebäudetechnik, Kalkulation, Bauausführung und Facility Management. © Nemetschek Group

Tecklenburg ist in sechster Generation Bauunternehmer, erfolgreich seit 1878. Zu den Tätigkeitsfeldern gehören öffentliche Bauvorhaben wie Polizeigebäude oder Kitas, Quartiersentwicklungen, Lebensmittelmärkte, Privat- und Reihenhäuser. Die Tecklenburg-Unternehmensgruppe tritt bei Bauvorhaben als Investor, Projektentwickler und Generalunternehmer auf. Neben Geschäftsführer Hermann Tecklenburg gehört auch die Bundestrainerin der Frauenfußball-Nationalmannschaft Martina Voss-Tecklenburg zum Gesellschafterkreis der Tecklenburg Unternehmensgruppe.

Als Geschäftsführer war Hermann Tecklenburg schon immer innovativ und bereit, das Unternehmen permanent weiterzuentwickeln. Deshalb hat er sich vor drei Jahren dazu entschieden, BIM (Building Information Modeling) einzuführen. Die Ziele waren Planungsphasen zu beschleunigen, Fehler schon im Vorfeld erkennen und beheben zu können sowie effizienter zu arbeiten. Zudem ist das modellbasierte Arbeiten zwingende Voraussetzung, um an Ausschreibungen für öffentliche Gebäude teilnehmen zu können. Letztlich macht BIM ein Bauunternehmen also wettbewerbsfähiger.
Eine wichtige Entscheidung war dabei, als Bauherr die BIM-Tools den externen Planern, Architekten und Bauunternehmen vorzugeben, die zum Einsatz kommen werden. Wer als Unterauftragnehmer von Tecklenburg beauftragt werden will, muss beispielweise mit den Nemetschek Marken Solibri und Allplan arbeiten. Die Anbindung an andere Softwarelösungen ist dank OPEN BIM aber möglich.

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Das neue Kreispolizeigebäude, das von Tecklenburg gebaut wird. © Nemetschek

60 Prozent der gesamten Planung in Allplan erledigt
Die Vorteile beim Einsatz von BIM-Lösungen von Nemetschek kamen gleich beim ersten großen BIM-gestützten Bauvorhaben zum Tragen: Dem Bau des Kreispolizeigebäudes im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Dabei hat Tecklenburg BIM-Anwendungen in allen Projektabschnitten und Abteilungen eingesetzt: Architektur, Bauphysik, Tragwerksplanung, Fertigteilwerke, Gebäudetechnik, Kalkulation, Bauausführung und Facility Management.

60 Prozent der gesamten Planung konnten allein im Planungstool Allplan vorgenommen werden, inklusive der notwendigen Kalkulationen und Abrechnungen. Das hat zu einer kürzeren Planungsphase mit deutlich weniger Arbeitsstunden geführt. Ohne BIM wäre der dreifache Aufwand für die Planung des Gebäudes angefallen. Ein großer Vorteil von BIM für das gesamte Unternehmen sind die Transparenz und der abteilungsübergreifende Austausch. So können Vertrieb und Kalkulation sehen, wie sich die Kosten im Laufe des Projektes entwickeln und für weitere Vorhaben ihre Kalkulation anpassen und optimieren.

Für die Mängelermittlung, Kompatibilitätsprüfung und Kollisionserkennung setzt Tecklenburg auf Solibri. © Nemetschek

7.800 Kollisionen im Vorfeld mit Solibri gefunden und teilautomatisiert behoben
Für die Mängelermittlung, Kompatibilitätsprüfung und Kollisionserkennung setzt Tecklenburg auf Solibri. Diese Qualitätssicherungsmaßnahmen führen zu einer deutlichen Kostenersparnis, weil sie Nachträge, Bauzeitverzögerungen und unnötige Ressourcenverbräuche vermeiden. So konnte Tecklenburg schon in der Planungsphase 7.800 Kollisionen finden und lösen ‒ bevor sie zu kostspieligen Verzögerungen auf der Baustelle führten. Die Kollisionsprüfungen müssen noch nicht einmal erstellt werden, weil Solibri Office bereits mit einer Bibliothek und vordefinierten Prüfregeln ausgeliefert wird, die sich beliebig kombinieren und parametrisieren lassen. An Solibri angeschlossen ist ein Ticket-System, um die Qualitätsverbesserungen digital verwalten und abarbeiten zu können. Daneben wurde Solibri auch zum Abgleich verschiedener Entwurfsversionen und zu umfangreichen Datenanalysen eingesetzt.

Fertigstellung Mitte des dritten Quartals 2023
Die komplette digitale Planung und Steuerung des Bauvorhabens konnten dank der entsprechend BIM-Tools in enger Abstimmung mit der Polizei ohne Verzögerungen realisiert werden. Das Gebäude wird ‒ wie vertraglich vereinbart ‒ Mitte des dritten Quartals 2023 übergeben. Auch die Kosten ‒ nicht selbstverständlich bei öffentlichen Vorhaben ‒ blieben im vorgegebenen Rahmen. „Dank des strategisch und konzeptionell ausgereiften Vorgehens und des Einsatzes der professionellen BIM-Tools von Nemetschek können wir das neu erstellte Gebäude pünktlich an die Kreispolizeibehörde übergeben. Sehr geschätzt hat unser Auftraggeber, dass er zu jeder Zeit transparent über den Stand und die nächsten Schritte informiert war“, fasst BIM-Manager Manjunath Ambli-Suresh das Projekt zusammen. Detlef Schneider, CEO von Allplan: „Der Einsatz verschiedener BIM-Tools entlang des Gebäudelebenszyklus von Tecklenburg zeigt, wie Bauunternehmen Sicherheit gewinnen, Kosten sparen und wesentlich effizienter arbeiten können. Gerade das Denken in Workflows, statt in Silos, steigert die Transparenz, die Kollaboration und dadurch die Effizienz deutlich“, Ville Kyytsönen, CEO von Solibri ergänzt: „Es ist großartig zu sehen, wie gerade ein Traditionsunternehmen wie Tecklenburg als Vorreiter für die digitale Transformation der Branche dient.“ Hermann Tecklenburg bestätigt: „Für uns war die Einführung von BIM gleich bei einem großen Bauvorhaben ein Wagnis, was sich voll und ganz gelohnt hat. Wir als Unternehmensgruppe profitieren enorm von den neuen digitalen Möglichkeiten und sind dadurch in der Lage, neue, große Bauprojekte zu gewinnen und ohne Verzögerungen umzusetzen.“
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