Straßenbau

Katja Preydel,

Strabag testet 3D-Maschinensteuerung von Leica-Händler Makineo

Ein bestehendes Dachprofil einer Landstraße soll in ein einheitliches Querprofil umgebaut werden. Die Strabag nutzt diesen Auftrag, um eine Leica Geosystems 3D-Steuerung von Makineo auf einem Fertiger zu testen.

Zwei Leica-Totalstationen senden permanent Ist-Daten an die Fertigersteuerung. Ein Vorab-Abstecken ist nicht notwendig. © Makineo

Die Aufgabe ist alltäglich: Eine Landstraße im Saale-Holzland-Kreis in der Nähe des Städtchens Hermsdorf bekommt eine neue Deckschicht. Die Strabag AG (Köln) soll diesen Auftrag umsetzen und dabei das bestehende Straßendachprofil über eine Länge von zwei Kilometern in ein einheitliches Querprofil umbauen.

STRABAG testet eine 3D-Fertigersteuerung von Leica Geosystems im Real-Einsatz. © Makineo

Eine Gelegenheit für das Bauunternehmen, bei dem Projekt Erfahrungen mit einer 3D-Maschinensteuerung von Leica Geosystems von Makineo, einem deutschlandweit agierenden Leica Geosystems-Händler und Servicedienstleister für digitale Bauprozesse, zu sammeln.

Aufbau und Kalibrierung

In einem ersten Schritt fräst das Bauteam der Strabag das Dachprofil ab – noch ohne Maschinensteuerung. Die darunterliegende Tragschicht kann beibehalten und der notwendige Ausgleich für ein Querprofil soll allein über die Deckschicht realisiert werden – jetzt allerdings gesteuert und überwacht durch Equipment von Leica Geosystems. Die Regie bei diesem Testeinsatz übernimmt der Makineo-Spezialist Philip Gräsel.

Der Maschinist kontrolliert über das außen am Fertiger angebrachte Display Soll- und Ist-Werte während des Einbaus. © Makineo

Der Serviceleiter bei Makineo setzt auf dem Fertiger die 3D-Maschinensteuerung MCP 80 von Leica Geosystems mit Steuerungseinheit, Dockingstation und Tablet ein. Er montiert die Sensoren am Fertiger sowie die Prismen für den Kontakt mit den Totalstationen am Straßenrand und kalibriert das System.

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In einem schlanken Prozess, gelenkt durch die 3D-Maschinensteuerung von Leica Geosystems, baut der Fertiger das neue Querprofil der Landstraße auf. © Makineo

„Die 3D-Maschinensteuerung von Leica Geosystems ist ein modulares System, das auch auf weiteren Maschinen, zum Beispiel einem Bagger, eingesetzt werden kann. Das ermöglicht einfache, projektbezogene Einsätze“, erklärt Gräsel. „Die Sensorik verbleibt auf der Maschine. Alle anderen Komponenten werden wieder in einen handlichen Koffer gepackt und stehen bereit für das nächste Projekt.“

© Makineo

Der Fertiger baut nun die neue Deckschicht auf. Die Soll-Daten werden aus der Cloud auf das Tablet geladen. Zwei Leica Geosystems-Totalstationen kontrollieren während des Einbaus ständig die Ist-Position und Lage des Fertigers im Gelände. Kontinuierlich empfängt die Leica Geosystems 3D-Steuerung auf der Maschine die Daten. Sie gleicht permanent die Ist- mit den Plan-Werten ab. Die Steuerung verrechnet beide Informationen und gibt dem Fertiger exakte Befehle zur Querneigung, zum Kurvenband und zum Asphaltauftrag.

Selbstständig und 3D-gesteuert

So entsteht Meter für Meter zuverlässig das gewünschte Querprofil. Auf ein zeit- und kostenaufwendiges Abstecken mit Leitdrähten kann das Team vor Ort komplett verzichten. Auch Philip Gräsel hat jetzt nicht mehr viel zu tun. Der Einbau des Querprofils durch den Fertiger verläuft mit der von Makineo eingerichteten 3D-Steuerung autark – jedoch immer unter den wachsamen Augen des Bedieners, der alles über das an der Bohle angebrachte Tablet im Blick behält.

Zwei Leica-Totalstationen senden permanent Ist-Daten an die Fertigersteuerung. Ein Vorab-Abstecken ist nicht notwendig. © Makineo

Das Querprofil ist effizient eingebaut in erstklassiger Qualität, das Kurvenband und der Querneigungsverlauf zur Achse entsprechen auf den Zentimeter genau dem Plan. Ein perfektes Ergebnis.

Ergebnis © Makineo

„Mit dieser modular einsetzbaren 3D-Maschinensteuerung von Leica Geosystems tritt die Digitalisierung im Straßenbau in eine neue Dimension“, zieht Gräsel das Fazit aus dem Projekt. „Testprojekte wie dieses geben Bauunternehmen die Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit digitalisierter Prozesse im Live-Einsatz zu erfahren.“

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