Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Marvin Meyke,

ZDB-Präsident: Bau-Störungen durch den Coronavirus als höhere Gewalt einstufen!

Reinhard Quast, Präsident des ZDB, fordert, Störungen im Bauablauf durch das Coronavirus als "höhere Gewalt" einzustufen. So könnten Bauzeiten verlängert und die Verweigerung von Zahlungen verhindert werden.

"Zur Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts wie auch des wirtschaftlichen Lebens in Deutschland ist es existentiell wichtig, neben dem Gesundheitsschutz, die Wirtschaft, wo immer möglich, am Laufen zu halten. Gerade die Bauwirtschaft ist mit ihrer dezentralen Struktur sehr gut geeignet, zu einer Stabilisierung der Volkswirtschaft beizutragen. Daher dürfen Baustellen nicht geschlossen werden," erklärte Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.

Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe © ZDB

Quast weiter: "Immerhin erwirtschaftet die Branche rund zehn Milliarden Euro monatlich. Das stützt nicht nur den Binnenkonsum und die Volkswirtschaft, sondern vermittelt Zuversicht für unsere Beschäftigten und deren Familien. Denn wenn einzelne Betriebe oder Baustellen unter Quarantäne gestellt werden, kann in anderen Regionen trotzdem gebaut werden. Dabei hilft auch die relativ starke Regionalität der Baustoffhersteller zur Versorgung der Baustellen. Die Bauwirtschaft ist vergleichsweise weniger von globalen Lieferketten abhängig."

Die Bauwirtschaft unternimmt derzeit alles, um deutschlandweit den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten. Um dieses zu gewährleisten, müssen – so fordert der ZDB – Bund, Länder oder Kommunen stetig weitere Bauprojekte auf den Markt bringen. Gleichzeitig bräuchte es eine zügige Bezahlung erbrachter Bauleistungen, sowohl bei Abschlags- als auch Schlussrechnungen, so die Forderungen des Branchenverbandes. "Ohne entsprechende Liquidität können weder Materiallieferungen noch Löhne bezahlt werden. Daher ist es absolut notwendig, eine Störung des Bauablaufs durch den Corona-Virus als "höhere Gewalt" einzustufen, um entsprechend Bauzeiten verlängern und Zahlungen nicht verweigern zu können," forderte Quast von der öffentlichen Hand.

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