Wechsel in der Führungsspitze

Susanne Frank,

Saint-Gobain plant Verkauf der deutschen Baustoffhandelssparte

Saint-Gobain plant, sich im Rahmen einer Umstrukturierung von der Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH zu trennen. Der Verkauf der Handelssparte soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein. 2017 betrug der Umsatz rund 1,9 Mrd. Euro.

Kåre Malo wird ab 1. Januar 2019 neuer CEO bei SGBDD in Deutschland und den geplanten Verkauf verantworten. © SGBDD

Hintergrund der aktuellen Maßnahmen ist die von Pierre-André de Chalendar, Präsident der Compagnie de Saint-Gobain, im Juli verkündete Transformation der Gruppe, um weiteres Wachstum auch zukünftig zu ermöglichen.

Neue Führungsstruktur ab 1. Januar 2019
Im Rahmen der Reorganisation wird Kåre Malo, bis Ende des Jahres Sektor-Präsident Building Distribution, ab 1. Januar 2019 neuer CEO bei SGBDD. Michael Schumacher übernimmt zum 1. Januar 2019 die Funktion des Länder-CEO der Schweiz.
„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit all unseren Stärken – unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Marken und Regionen – sehr viel für einen neuen zukünftigen Eigentümer mitbringen“, erklärt Kåre Malo, designierter CEO der Saint-Gobain Building Distribution Deutschland.

Benoit Bazin wird zum Chief Operating Officer (COO) und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Gruppe ernannt. Er wird für das Transformationsprogramm von Saint-Gobain und das Management der vier Regionen verantwortlich sein. Sreedhar N. wird zum Chief Financial Officer (CFO) ernannt.

„Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten ändert sich erst einmal nichts – die Ansprechpartner bleiben die gleichen, das Tagesgeschäft wird uneingeschränkt weiterlaufen und hat oberste Priorität" betont Michael Schumacher, CEO der Saint-Gobain Building Distribution Deutschland.

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"Transform & Grow-Programm"
Benoit Bazin sagte: „Das Transform & Grow-Programm wird es uns ermöglichen, erhebliches Potenzial für zusätzliches Wachstum und Profitabilität zu erschließen. Damit sind unsere Teams in der idealen Position, um unser Angebot von Lösungen in jedem Land und unsere Marktsynergien zum Nutzen unserer Kunden optimal zu nutzen.“ Bazin verkündete ehrgeizige finanzielle Ziele: „250 Millionen Euro zusätzliche Einsparungen durch eine schlankere und effizientere Organisation, die zu einer allgemeinen Verbesserung der operativen Marge um mehr als 100 Basispunkte bis 2021 beiträgt.“

Agilere und straffere Organisation
Saint-Gobain hat vor, eine neue Organisationsstruktur mit fünf Berichtseinheiten zu schaffen statt mit bisher drei Business Units und vierzehn bestehenden Delegationen. Mit dieser agileren Organisationsform möchte das Unternehmen marktnah agieren. Eine geringere Anzahl von Führungsebenen soll die Organisation straffen.

In der Mitteilung von Saint-Gobain heißt es weiter:
Parallel zur neuen Organisation hat der Konzern die Rotation seines Portfolios beschleunigt. Die Veräußerungen von Geschäftseinheiten mit einem Gesamtumsatz von mindestens 3 Milliarden Euro und einem Gesamtunternehmenswert von rund 1 Milliarde Euro bis Ende 2019 sind auf Kurs, mit einem erwarteten positiven Effekt auf die operative Marge von rund 40 Basispunkten; mehr als 10 Veräußerungen verschiedener Größen und aus allen Geschäftsbereichen sind in Vorbereitung und drei wichtige Prozesse wurden bereits eingeleitet:
• Verkauf der Einheiten der chinesischen Gussrohr-Aktivität Xuzhou für rund 200 Millionen Euro (Umsatz 2017: rund 250 Millionen Euro).
• Einleiten des Verkaufsprozesses für den Baustoffhandel in Deutschland (2017 Umsatz: rund 1,9 Mrd. €).
• Aktiver Veräußerungsprozess für das Siliziumkarbidgeschäft (Teil von HPM, mit einem Umsatz von 2017 von rund 120 Mio. €).

Kosteneinsparungen erwartet
Es wird erwartet, dass die neue Organisationsstruktur einen positiven Einfluss auf die operative Marge hat. Man geht von Kosteneinsparungen von 250 Millionen Euro bis 2021 aus (50 Millionen Euro im Jahr 2019, 120 Millionen Euro im Jahr 2020) zusätzlich zum aktuellen Kosteneinsparungsplan von 1,2 Milliarden Euro im Zeitraum 2017-2020.

Über SGBDD

Die Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH ist ein Unternehmen der Saint-Gobain S.A., Paris. Als führender Baufachhändler in Deutschland erwirtschaftete die Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH (SGBDD), Offenbach am Main, 2017 mit rund 5.000 Mitarbeitern in bundesweit 220 Niederlassungen einen Umsatz von rund 1,9 Milliarden Euro. Der Baufachhändler bietet in den Bereichen Bauen und Modernisieren Produkte, Systeme und Dienstleistungen. Die Angebotspalette reicht vom Keller bis zum Dach. Das Fundament des Unternehmens bilden 11 Marken aus den Geschäftsfeldern Fliese, Hochbau und Tiefbau, die SGBDD unter einem Dach vereinigt.

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