Neue DGUV Regel "Bauarbeiten"

Marvin Meyke,

Richtschnur für die betriebliche Praxis

Eine neue DGUV Regel formuliert klar und übersichtlich, wie die Anforderungen für ein sicheres Arbeiten am Bau umgesetzt werden können. Sie konkretisiert die rechtlichen Vorgaben der DGUV Vorschrift 38 "Bauarbeiten".

© Thomas Lucks/BG Bau

Für Bauarbeiten typisch sind Tätigkeiten auf ständig wechselnden Baustellen. Hier verändern sich Arbeitsbedingungen mit jedem Baufortschritt. Dazu kommen neue Projektbeteiligte und unterschiedliche Wetterlagen. Gefährdungen und Risiken ändern sich so immer wieder. Den damit verbundenen Herausforderungen an den Arbeitsschutz wird die neue DGUV Regel 101-038 "Bauarbeiten" gerecht: Sie formuliert konkrete Hinweise zur DGUV Vorschrift 38. Die DGUV Vorschrift ist im April 2020 grundlegend überarbeitet worden. Dabei wurden die Inhalte mit den Anliegen des staatlichen Vorschriftenwerks, zum Beispiel mit der Arbeitsstättenverordnung sowie der Betriebssicherheitsverordnung, abgestimmt. Der Fokus wurde auf die wesentlichen Gefährdungen auf den Baustellen gelegt.

DGUV Regeln werden von den Präventionsfachgremien der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (Fachbereiche der DGUV) unter Beteiligung der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, der Sozialpartner, des Bundes, der Länder, und weiterer Kreise erarbeitet und enthalten den anerkannten Stand der Technik. Sie haben einen hohen Praxisbezug und Erkenntniswert und sind deshalb eine geeignete Richtschnur für das betriebliche Präventionshandeln.

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"Mit dieser übersichtlichen Regel wollen wir die Bauwirtschaft unterstützen, die Vorgaben der Unfallverhütungsvorschrift (UVV) Bauarbeiten zu erfüllen", betont Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). Bei den Erläuterungen zu Organisation, Einrichtungen und Arbeitsmitteln im Betrieb werden eindeutige Schwerpunkte benannt. Diese liegen zum Beispiel auf den Themen Prävention von Absturzgefahren, Sicherung von Öffnungen und Vertiefungen sowie Standsicherheit und Tragfähigkeit. Aber auch die Themen sichere Verkehrswege sowie Schutz vor herabfallenden Gegenständen werden benannt.

Wie Arenz ergänzt, richtet sich die neue Regel nicht nur an Unternehmen und Versicherte, sondern auch an Beschäftigte von ausländischen Betrieben, an Bauherren, die in Eigenarbeit nicht gewerbsmäßige Bauarbeiten mit Bauhelfern ausführen, sowie an Solo-Selbständige. Denn auch diese Gruppen sind unabhängig vom Versicherungsschutz ver­pflichtet, die Unfallverhütungsvorschriften einzuhalten. Vorschriften wie die UVV Bauarbeiten dienen dem gesellschaftlichen Interesse, Arbeitsunfälle zu verhindern und Gesundheit und Menschenleben zu schützen.

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