Interview

9 Fragen an... Martin Wagener

Weißwein oder Rotwein? Fleischesser oder Veganer? In "9 Fragen an..." darf es auch mal etwas lockerer und persönlicher sein. Diesmal zu Gast: Martin Wagener Worldwide Product Implementation Manager bei Trimble.

Martin Wagener, Worldwide Product Implementation Manager bei Trimble. © Trimble

In welchem Schulfach waren Sie besonders gut und wo nicht?
Mathematik war und wäre auch noch heute mein Lieblingsschulfach. Das Lösen komplexer Aufgaben hat mich immer begeistert, auch heute noch. Sehr glücklich war ich damals, dass man die zweite Fremdsprache nach einem Jahr wieder abwählen konnte.

Wie würden Sie dem kleinen Jungen von damals erklären, was Vermessung überhaupt ist?
Wahrscheinlich würde ich ihm erklären, dass man nur etwas Neues bauen kann, wenn man genau weiß, was alles schon da ist, und wie man das neue Projekt erfolgreich integrieren kann. Dazu muss man alles zentimetergenau vermessen und kann das dann auch auf Plänen und Karten darstellen. Diese sind dann die Grundlage für weitere Planungen, aber auch eine gerechte Besteuerung und Festschreibung der Eigentumsverhältnisse. Die Unterhaltung wird länger dauern, denn das Thema ist viel komplexer, als viele annehmen.

An welchem Stand auf einer Baumesse bleiben Sie besonders lange stehen?
Wie jeder kleine Junge erwischt man sich doch auch selbst immer wieder dabei, dass man genau bei den größten Baumaschinen mit den größten Reifen auch nach so vielen Messen hängenbleibt und staunt. Ansonsten sind Baumessen für die Ausstellerfirmen und deren Mitarbeiter, natürlich auch für Trimble, wirklich echte Arbeit. Dabei ist Stehenbleiben nicht vorgesehen. Kontakte pflegen zu langjährigen und zukünftigen Geschäftspartnern, aber auch zu Endkunden und Vertriebspartnern, darum geht es oft fast rund um die Uhr auf Messen, wenn man nicht nur Besucher ist.

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Was ist nötig, um ein erfolgreicher Mitarbeiter in Ihrer Firma zu sein?
Um in einem Unternehmen wie Trimble erfolgreich und auch glücklich zu werden, ist es zum einen nötig, dass man selbst immer und jeden Tag dazulernen will und mit offenen Augen und Ohren den Markt und die Kundenwünsche versteht. Verstehen ist ein gutes Stichwort, denn verhandlungssicheres fließendes Englisch in Wort und Schrift ist ein „Must-have“. Und eine hohe Reisebereitschaft ist klar von Vorteil.

Und was, um ein erfolgreicher Manager zu sein?
Neben den bekannten sieben Faktoren (Emotionssteuerung, Impulssteuerung, Kausal-Analyse, Selbstwirksamkeitsüberzeugung, Realistischer Optimismus, Empathie und Zielorientierung), die einen hochresilienten Menschen befähigen sollen, ein guter Manager zu sein, wenn man den Fachbüchern glaubt, gilt es vor allem, Mensch zu bleiben und auf seine Mitarbeiter zuzugehen. Ein guter Manager ist wie ein guter Busfahrer, der seine Mitarbeiter an der Haltestelle abholt, an der sie persönlich gerade warten, und sie zu einem gemeinsam gesteckten Ziel bringt.

Womit machen Sie sich nach einem langen Arbeitstag eine Freude?
Ein gutes Buch, ein Glas Rotwein, ein Kaminfeuer im Winter. Oder auch mal eine Runde Motorradfahren auf meiner restaurierten DKW RT125, Baujahr 1953.

Was ist ihr Lieblingsurlaubsziel?
Mit ganz viel Abstand vor vielen anderen schönen Zielen: Costa Rica. Ein traumhaftes Land mit unendlich viel Natur, Fauna und Flora. Noch dazu eine superfreundliche Bevölkerung, die sich den Luxus leistet, nicht einmal eine Verteidigungsarmee zu unterhalten. Wer sie überfallen will, soll ruhig kommen. Sie werden keinen Widerstand leisten, und diese Einstellung finde ich gerade in der heutigen Zeit einfach bewundernswert.

Sport machen – ja, aktiv natürlich! Oder lieber eher passiv?
Gerne beides. Manchmal als inoffizieller Europameister im „Aufs-Sofa-Aufpassen“, eine völlig verkannte Sportart. Aber auch gern auf dem Laufband und dem Crosstrainer, so oft es die Zeit zulässt. Hier ist eine gesunde Mischung genau meins.

FC Bayern München oder BVB Dortmund?
Wenn es ein Thema auf der Welt gibt, zu dem ich keine Meinung habe, dann ist das Fußball. Es interessiert mich einfach nicht mehr, seit ich nach einer 0:18 Niederlage in der E-Jugend meine Fußballschuhe an den Nagel gehängt habe. Daher gibt’s hier leider keine klare Antwort, sorry.

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