Krane und Hebebühnen

Raupenkran mit Traglast von 1000 Tonnen für die Schweiz

Die Emil Egger AG, Transport- und Schwerlastunternehmen mit Sitz in Sankt Gallen, betreibt seit einigen Wochen den stärksten Raupenkran der Schweiz. Ein Liebherr-Raupenkran LR 11000 wurde vor kurzem aus dem Werk in Ehingen zu seinem ersten Job nach Zürich ausgeliefert. Dort kommt der 1000-Tonnen-Kran nun rund sechs Monate lang für die Montage von großen Stahlbetonträgern zum Einsatz.

Die Anschaffung des LR 11000 Raupenkrans durch die Emil Egger AG stellt gleich in zweifacher Hinsicht ein Novum dar. Nie zuvor hat ein Schweizer Kranbetreiber einen Raupenkran mit einer Traglast von 1000 Tonnen betrieben. Zudem stößt das Familienunternehmen erstmals in den Bereich der Raupenkrane vor. Bislang zählten ausschließlich Mobilkrane, in der Schweiz Pneukrane genannt, zur Kranflotte der traditionsreichen Firma.

Die Emil Egger AG erhielt den Auftrag, an einem großen Neubau in Zürich mitzuwirken; ein willkommener Anlass zum Start des neuen Gerätes. Für etwa ein halbes Jahr ist der LR 11000 für die Baustelle gebucht, um Stahlbetonträger mit bis zu knapp 60 Tonnen und später 90 Tonnen schwere Fassadenteile zu montieren.

VarioTray erspart Rüstzeiten und Assistenzkran

Eine technische Neuerung verschafft dem Kran bei diesem Ersteinsatz immense Vorteile; das von Liebherr neu entwickelte Ballast-System VarioTray, eine trennbare Ballastplatte für den Derrick-Ausleger des Krans. Wird für einen Hub nicht das gesamte Gegengewicht benötigt, kann ein bis zu 160 Tonnen schweres Mittelstück des Schwebeballastes ausgebolzt und separat verwendet werden. Diese Innovation ist für die Baustelle in Zürich wie gemacht, denn der LR 11000 muss abwechselnd Träger mit Gewichten von 25 bis hin zu 58 Tonnen auf sehr geringe oder auch sehr große Distanzen heben. Bei den schweren Bauteilen und großer Ausladung wird die Derrickballast-Palette vor dem Abwippen des Auslegers einfach angebolzt.

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„Die flexiblen Möglichkeiten des VarioTray bringen uns Kostenvorteile und sparen enorm viel Zeit für langwieriges Auf- und Abstapeln des Ballasts", erläutert Michael Egger die Vorzüge des Konzeptes. Zudem wird kein dauerhaft stationierter Rüstkran benötigt, der auf dem beengten Baufeld in Zürich ohnehin nur schwerlich Platz gefunden hätte. „Der Untergrund ist hier so schlecht, dass wir auf der Stellfläche des Krans aus statischen Gründen über vierzig Meter tief pfählen mussten", erklärt Egger. Zunächst hatte er für diesen Auftrag einen Kran mit Ballastwagen in Betracht gezogen, doch unter dessen Rädern wäre der Bodendruck deutlich höher gewesen als unter dem Kran. „Wir hätten für mehrere hunderttausend Franken eine Betonplatte erstellen müssen. Durch den Einsatz des VarioTray konnten wir das umgehen."

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