Aus Baugewerbe Unternehmermagazin 4\2019

Peter Leuten,

Ein Trumm von einem Kran

Ein Fassi F2150-Hochleistungskran ist die jüngste Neuerwerbung des Kranunternehmens Riga Mainz. Der Gigant ist praktisch über die gesamte Lebensdauer auf ein und demselben Werksgelände der BASF stationiert und bildet dort mitsamt dem zugehörigen Personal eine tagtäglich genutzte, schnelle Eingreiftruppe.

Nach Aktivierung der Frontabstützung reicht der riesige Fassi F2150 beinahe 30 m über das Fahrerhaus hinaus nach vorne. © Fassi Ladekrane

Markus Söhnge, Projektplaner beim Kranunternehmen Riga Mainz, stellt den letzten Neuzugang seines Unternehmens vor und scherzt: „Zwischen Leergewicht und zulässigem Gesamtgewicht gibt’s da eigentlich keinen Unterschied.“ Und in der Tat: Dieser F2150 ist ein Trumm von einem Kran, das mit Leistungsdaten punktet, die man bei einem Ladekran nicht erwarten würde. Immerhin stemmt das Topmodell der Marke ein Hubmoment von bis zu 1.012 Kilonewtonmetern dem Himmel entgegen.

Im Einsatz für BASF
Zusammen mit seinem fahrbaren Untersatz, einem Arocs-3751-Vierachser, steht der F2150 seit 15 Monaten in den Diensten von Riga Mainz. Das Kranunternehmen hat das Fahrzeug ausschließlich für Einsätze auf dem Standort der BASF in Ludwigshafen abgestellt. Auf dem riesigen Werksgelände, dem größten zusammenhängenden Chemieareal der Welt, müssen regelmäßig Kessel, Reaktoren, Motoren oder Getriebe der umfangreichen Anlagen ausgetauscht oder auch völlig neue Produktionslinien eingerichtet werden. „Bei der BASF“, resümiert Söhnge, „hat sich das Fahrzeug binnen kürzester Zeit als zukunftsträchtige Investition erwiesen.“ Heraus aus dem Werksgelände kommt der Truck nur, wenn Wartungsarbeiten anstehen.

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Fassi F2150-Hochleistungskran © Fassi Ladekrane

Kräfte eines Titan
Auch ohne etwas zu heben, vermittelt das Top-Modell im Fassi-Programm einen Eindruck von seinen titanischen Kräften. Kranführer Sacit Dogu positioniert das Fahrzeug auf einer Wendeplatte und beginnt mit dem Aufbau. Wichtig ist dabei das Ausfahren der Abstützung. Auch wenn bei diesem Kranriesen alles deutlich größer ausfällt: Die vier Hauptabstützungen basieren auf der bewährten
Fassi-Technik, die schnell aufgebaut ist.

Ungewohnt hingegen wirkt die über einen Hilfsrahmen vor das Fahrzeug geführte doppelte Frontabstützung. Sie versetzt den F2150 in die Lage, auch über das Fahrerhaus hinweg seine volle Kapazität auszuschöpfen.

Werksgelände BASF © Fassi Ladekrane

Eineinhalb Tonnen am Haken
Schnell ist der Kran am Start. Das umso mehr, als bei dem Riesen wegen seiner enormen Abmessungen in Ruheposition ein Glied weniger eingefaltet ist. Zudem ist er nicht quer zur Fahrtrichtung gefaltet, sondern stützt sich nach hinten auf eine kurze Pritsche ab, und nimmt aufgrund der außermittigen Anordnung des Drehkranzes eine diagonale Lage ein. Nachdem sämtliche Ausschübe ausgefahren sind, streckt sich samt Jib ein Gewicht von 15 Tonnen quer über die Straße. Beachtliche eineinhalb Tonnen kann der F2150 so noch an den Haken nehmen.

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