IT am Bau

Susanne Frank,

Digitaler Bauplan für die Baudokumentation

Seit gut einem Jahr ist das junge Münchner Unternehmen Capmo am Start. Deren Software digitalisiert den gesamten Bauprozess und soll dazu beitragen, die Zusammenarbeit auf der Baustelle zu verbessern. Die Software Capmo wird bereits bei Bauprojekten wie dem Hilton Hotel München und dem Umbau des Oberpollinger Kaufhauses in München verwendet.

Anwender erhalten mit der Software Capmo den Überblick über den Projektstatus und die noch zu erledigenden Aufgaben. Mit nur einem Klick zum Beispiel ein Bautagesbericht, Mängelreport oder eine To-Do-Liste mit Inhaltsverzeichnis exportiert. © Capmo

Was die Software kann

Der Bauplan wird als PDF am Computer in die Capmo Online-Software hochgeladen und ist damit automatisch auf allen Geräten wie Smartphone oder Tablet verfügbar. Einmal hochgeladen ist der digitale Bauplan die Grundlage für die gesamte Baudokumentation. Denn Fotos, Bemerkungen, Aufgaben oder Mängeln können direkt an der zugehörigen Stelle verortet und bei Bedarf einer Person zugewiesen werden. Alle Beteiligten des Bauprojekts können kostenfrei zu Capmo eingeladen werden und erhalten so einen Überblick über alle offenen Aufgaben, den Baufortschritt und Projekte auf der Baustelle. Dadurch wird die Kommunikation auf der Baustelle verbessert, die Zusammenarbeit gefördert und die Dokumentation direkt vor Ort durchgeführt – die Nacharbeit im Anschluss ist so auf ein Minimum reduziert.

Capmo läuft auf dem Desktop, Smartphone und Tablet
Die Bedienung der App ist intuitiv und einfach. Auf Capmo werden die Baupläne einmal digital hochgeladen und sind anschließend auf allen angemeldeten Geräten wie Computer, Smartphone und Tablet verfügbar – auch im Offline-Modus. Mit der Aufnahme-Funktion können Bemerkungen zu den jeweiligen Fotos einfach vor Ort in das Smartphone oder Tablet diktiert und anschließend automatisch als Text abgespeichert werden. Jede aufgenommene Anmerkung, egal ob Aufgabe, Bautagesbericht oder Zustandsfeststellung, kann anschließend direkt über die App einer Person zugewiesen oder als PDF-Bericht geschickt werden. In der Online-Software am Computer werden alle aufgenommenen Punkte automatisch synchronisiert, damit keine Nacharbeit im Büro mehr notwendig ist.

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Bautagebuch und Mängeldokumentation mit nur einem Klick
Über die integrierte Filterfunktion kann man sich einen schnellen Überblick über alle offenen oder bereits abgeschlossenen Aufgaben verschaffen. Mit nur einem Klick ist ein ausführlicher Bericht wie zum Beispiel Bautagesbericht, Mängelreport oder To-Do-Liste mit Inhaltsverzeichnis und Detailübersicht inklusive Foto und Beschreibung exportiert.
Capmo erleichtert damit auch den Überblick über den Projektstatus und die noch zu erledigenden Aufgaben. Das schafft Transparenz für den Bauherrn und steigert die Effizienz des Projekts. „Bauprojekte sind fehleranfällig, was unter anderem auf die fehlende Kommunikation und Zusammenarbeit zurückzuführen ist. Viel läuft auch heute noch über Fax und Diktiergerät. Hier setzen wir mit Capmo an und unterstützen mit neuen Prozessen und Technologien, damit Zeit- und Budgetpläne eingehalten werden können”, erklärt Florian Biller, Gründer und Geschäftsführer von Capmo.

Über das junge Start-up
Die vier Münchner Unternehmer Patrick Christ, Florian Biller, Florian Ettlinger und Sebastian Schlecht lernten sich durch das Center for Digital Technology and Management (CDTM) kennen und möchten mit Capmo die Bauindustrie digitalisieren. Seit der Gründung im Februar 2018 konnte das junge Unternehmen bereits über 70 Kunden gewinnen. Neben Architekten und Bauleitern nutzen auch Bauträger und Handwerker die Software für ihre Projekte. Dazu gehören unter anderem das Hilton Hotel in München, die Renovierung des Oberpollinger-Kaufhauses sowie Filialen von ALDI und Rossmann. Zudem konnte sich das Unternehmen im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde Ende 2018 ein Investment von UVC Partners und HW Capital in Höhe von 1,8 Millionen Euro sichern.

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