Bauindustrie 4.0

Marvin Meyke,

Schöck beteiligt sich an Robotic Eyes

Schöck Bauteile beginnt das Jahr 2022 mit einem wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung im Baubereich. Gemeinsam mit dem Augmented Reality-Spezialisten Robotic Eyes GmbH aus Graz wurde ein digitales Produkt für die automatisierte Produktions- und Qualitätssicherung bei der Herstellung von Betonfertigteilen entwickelt, das 2022 unter dem Namen Chekker am Markt eingeführt wird.

© Schöck Bauteile

Im Zuge dessen beteiligte sich Schöck Ende 2021 mit 49,95 Prozent an Robotic Eyes. Vertrieben wird der Chekker von dem Start-up beamionic gmbh, einer Neugründung von Robotic Eyes. Die Beteiligung von Schöck Bauteile mit 49,95 Prozent an Robotic Eyes basiert auf einer langjährigen Zusammenarbeit. Das österreichische Softwareunternehmen mit knapp 20 Mitarbeitern gehört laut eigenen Angaben zu den Vorreitern in Augmented Reality- (AR) und Artificial intelligent (AI)-basierten Lösungen für die Baubranche und andere Bereiche. Erste gemeinsame Entwicklung von Schöck und Robotic Eyes ist eine digitale Systemlösung, die 2022 unter dem Namen Chekker auf den Markt kommen und von der beamionic gmbh, einer 100-prozentigen Tochter von Robotic Eyes, produziert und vertrieben wird.

Die Geschäftsführung der beamionic GmbH übernehmen Dr. Bernard Reitinger, technischer Geschäftsführer bei Robotic Eyes und beamionic gmbh, und Hubert Fritschi, bisher in verschiedenen leitenden Funktionen bei Schöck tätig.

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Fertigteile mit AR-Visualisierung präziser herstellen

Die beamionic gibt Betonfertigteilwerken mit dem Chekker ein Präzisionsmessinstrument an die Hand, welches gleichzeitig die Herstellung der Fertigteile revolutioniert. Statt Pläne und Ergebnisse abgleichen zu müssen, bekommen die Werker mit dem Chekker eine schrittweise Anleitung im Maßstab 1:1 direkt auf die Arbeitsfläche projiziert. Während eine automatisierte Kalibrierung für Präzision sorgt, überwacht die integrierte, automatisierte Qualitätsüberprüfung die Ausführung und meldet jede Abweichung. Zudem erlauben die optional, parallel erfassten Zeitdaten den Fertigteilwerken eine automatisierte Nachkalkulation beziehungsweise erleichtern die Analyse des Herstellungsprozesses. Der Chekker ist eine Hybridlösung aus 2,5D-Laser-/Beamerprojektion und optionaler AR-Visualisierung auf Tablet, Smartphone oder HoloLens.

„Digitalisierung bedeutet nicht nur das Anschaffen neuer Technik, sondern in erster Linie die Vereinfachung und Automatisierung von Arbeitsprozessen. Mit dem Chekker unterstützen wir die Produktionsprozesse in Effizienz und Qualität, obwohl die Branche unter akutem Fachkräftemangel leidet“, sagt Mike Bucher, Vorstandsvorsitzender der Schöck AG. „Wir freuen uns, dass unsere langjährige Zusammenarbeit mit Robotic Eyes im Rahmen dieser Produktneuentwicklung zu einer festen Partnerschaft führte. Gemeinsam wollen wir die Digitalisierung im Baubereich durch den Einsatz innovativer Zukunftstechnologien vorantreiben. Insbesondere für Schöck, bei der Bemessungssoftware seit Jahren eine wichtige Rolle spielt, bedeutet der Einsatz von Digitalisierung und AR-Lösungen einen Quantensprung und eröffnet neue, außerordentlich interessante Möglichkeiten der Qualitätssicherung.“

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