Telematik

Marvin Meyke,

Kompetenzen bündeln in Bau und Logistik

Als Familienunternehmen mit Wurzeln in der Logistik ist die Max Wild GmbH mit Hauptsitz in Berkheim heute hauptsächlich in den Bereichen Erd- und Tiefbau sowie Abbruch tätig. Flächenrecycling, Transport und Logistik, Werkstattservice und Systementwicklung gehören zum erweiterten Leistungsspektrum. 2019 optimierte Max Wild die Disposition mit Webfleet.

© Max Wild

Max Wild realisiert unter anderem Fundamente beim Anlegen neuer Verkehrs­wege, beim Bau neuer Gebäude oder beim naturnahen Hochwasserschutz. „Wir übernehmen sämtliche Arbeiten, die den Boden zum optimalen Baugrund machen,“ erklärt Daniel Wild, Geschäftsfeldleiter für Fuhrpark- und Ge­rätemanagement. Darüber hinaus errichtet das Unternehmen Lärmschutzwälle sowie Feld­wege und übernimmt die Erschließung von Wohn­räumen genauso wie Tief- und Kanalbauarbeiten. „Im Logistikbereich umfassen unsere Leistungen die Bereiche Transport, Schwergutlagerhallen und Projektlogistik,“ so Wild.

Insgesamt sind für das Unternehmen täglich über 650 Mitarbeiter sowie etwa 300 Pkw und 100 Lkw im Einsatz. Neben dem Hauptsitz in Berkheim unterhält die Max Wild GmbH Niederlassungen in Dornstadt, Heidelberg, Mindelheim und Leutkirch sowie fünf Kiesgruben und sieben Baustoff-Recyclingplätze.

Klassische Disposition mit „Stift und Papier“ bremst
Für die Max Wild GmbH ging es bei dem Wechsel zu Webfleet im Jahr 2019 vor allem darum, die eigene Disposition zu optimieren. Durch eine konsequente Digitalisierung und den Einsatz von Telematik- und Asset Tracking-Lösungen sollte die Arbeit der Disponenten vereinfacht werden, um so die Effi­zienz des Unternehmens zu steigern. Insbesondere zeitintensive analoge Arbeitsschritte „mit Stift und Papier“ sollten der Vergangenheit angehören. Daniel Wild erklärt: „Das Ziel war, unsere Disponenten in die Lage zu versetzen, alle Fahrzeuge unter ihrer Obhut allzeit im Blick zu haben – und zwar auf einen Blick. Der individuelle Disponent sollte jederzeit wissen, wohin ‚seine‘ Fahrzeuge unterwegs sind und wann sie dort ankommen werden, ohne die jeweiligen Fahrer kontinuierlich abtelefonieren zu müssen.“ Auch für die Vermietung von Baggern und Rad­ladern sollte eine Lösung gefunden werden, um die jeweils anfallenden Betriebsstunden während des Verleihs möglichst exakt zu bemessen.

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Lenk- und Ruhezeiten im Blick behalten
Eine weitere Herausforderung aus Sicht der Max Wild GmbH: Monitoring der Lenk- und Ruhe­zeiten der Fahrer sowie etwaige Verstöße und damit einhergehende Bußgelder. „Das Thema Rechtssicherheit war für uns sehr wichtig. Hier wollten wir erreichen, die Entwicklung der jeweiligen Parameter möglichst genau mitverfolgen und antizipieren zu können,“ so Daniel Wild.
Hinzu kamen weitere Themen aus den Bereichen Recht und Sicherheit: Führerscheinkontrollen und Diebstahlüberwachung insbesondere von Bau­maschinen und -fahrzeugen.

Effektive Disposition dank moderner Telematik
Durch den Wechsel zu Webfleet konnte die Max Wild GmbH ihre Disposition weitgehend digitalisieren. „Früher mussten unsere Fahrer und Disponenten sich aufwendig per Telefon miteinander abstimmen. Das gehört jetzt der Vergangenheit an,“ erklärt Daniel Wild. Heute planen die Disponenten des Unternehmens über den Tagesverlauf hinweg sämtliche anstehenden Touren. Die entsprechenden Aufträge werden dann unmittelbar an die jeweiligen Fahrer gesendet, die diese über die in im Fahrerhaus verbauten PRO 8275 sowie PRO 8375 Driver Terminals empfangen. Informationen wie Startzeit, Route und konkrete Instruktionen erhalten sie auf einen Blick.

Mithilfe der Remote-Download-Funktion des Tachograph Manager von Webfleet ist die Max Wild GmbH heute in der Lage, alle erforderlichen Tachographendaten herunterzuladen, zu speichern und auf einem übersichtlichen, benutzerfreundlichen Reporting-Dashboard anzeigen zu lassen. „Dank des Tachograph Managers klappt die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten gemäß den geltenden Lenkzeitvorschriften mühelos. Wir können jederzeit Informationen darüber abrufen, wie gut die digitalen Tachographen bedient werden, ob Nachträge getätigt und Länderkennzeichen gesetzt werden, und wir sind in der Lage, die aktuelle Bußgeldentwicklung einzusehen,“ so Wild, „und unser Ziel der Rechtssicherheit haben wir damit erreicht.“

Asset Tracking ermöglicht Diebstahlsicherung
Für den Einsatz und Verleih von Bau-Nutzfahrzeugen ist eine effektive Diebstahlsicherung essenziell. Durch die Verwendung des LINK 340 stehen der Max Wild GmbH dafür nun Asset Tracking-Methoden, wie etwa Geofencing, zur Verfügung: Dabei werden bestimmte Gebiete definiert, in denen sich die jeweiligen Assets befinden werden. Verlässt ein Fahrzeug oder Asset dieses zuvor festgelegte Areal, erhält das Unternehmen umgehend eine Benachrichtigung, um angemessen reagieren zu können. So können Diebstähle schnell erkannt und wichtige Zeit eingespart werden.

Daneben erlaubt der Einsatz der LINK 340 auch eine genaue Erfassung der jeweiligen Betriebs­stunden einzelner Geräte und Maschinen, was etwa die Verteilung auf einzelne Profitcenter oder ent­sprechende Verrechnungen beim Verleih für das Unternehmen deutlich vereinfacht hat. „Die genaue Er­­fassung der Betriebsstunden von Geräten ist für Unternehmen wie die Max Wild GmbH besonders wichtig,“ erklärt Martin Sackmann, Geschäftsführer der Telematik Partner GmbH.

Bei der Einführung von Webfleet wurde die Max Wild GmbH von der Telematik Partner GmbH unterstützt. Daniel Wild hält die Integration für gelungen: „Am Anfang war es eine große Umstellung für unsere Disponenten und Fahrer. Viele gewohnte Ab­­läufe haben sich plötzlich verändert. Doch schon heute können sich unsere Disponenten kaum noch vorstellen, ohne Webfleet zu arbeiten.“

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