Aus Baugewerbe Unternehmermagazin 4\2019

Vera Höhner,

Ökologie und Optik im Einklang

Wo früher Textilarbeiter Stoffe spannen, genießen heute Besucher Kunst, Kultur und gutes Essen. Der aus der Gründerzeit stammende Glaspalast in Augsburg benötigt daher auch ausreichend Parkfläche für Besucher und Angestellte. Um nicht nur den optischen, sondern auch den ökologischen Ansprüchen an die Flächenbefestigung gerecht zu werden, kamen die Betonpflaster MultiTec-Öko und MultiTec-Aqua von KANN zum Einsatz.

Der Glaspalast in Augsburg zieht heute mit seinem Mix aus Kunst und Kultur viele Besucher an. Bei den Planungsarbeiten für die Gestaltung der Parkflächen rund um das denkmalgeschützte Gebäude musste auch die Untere Denkmalschutzbehörde eingebunden werden. © KANN Baustoffwerke

Der Glaspalast wurde 1909 von der Mechanischen Spinnerei und Weberei Augsburg als Werksgebäude in Auftrag gegeben. Am 1. Januar 1910 nahm das Werk mit 1.200 Arbeitern die Produktion auf. Markantes Kennzeichen des fünfgeschossigen Baus sind heute noch die großflächigen Fenster. Sie erlauben einen größtmöglichen Lichteinfall in die Arbeitssäle und wurden zudem bewusst als stilprägendes Element eingesetzt. Auffällig sind außerdem die asymmetrisch angeordneten Türme.

Neue Nutzungskonzepte für ein Juwel der Industriearchitektur
In den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts verlor der Glaspalast nach Schließung des Betriebes seine Funktion als Werksstandort. Es begann die Suche nach einer neuen Nutzungsmöglichkeit für die als „schwierig“ eingestufte Immobilie. Im Jahr 2000 schließlich erwarb Professor Ignaz Walter den Glaspalast und ließ ihn für kulturelle und gewerbliche Zwecke restaurieren. In der Folge zogen das Kunstmuseum Walter, Galerien, Gastronomie und Unternehmen ein.

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Der Mix aus Kunst, Kultur und Büroflächen zieht zahlreiche Besucher an. Entsprechend viel Parkfläche wird benötigt. Die Walter Glaspalast Gbr als Bauherr beauftragte daher das Büro Eger & Partner mit der Konzeption adäquater Stellflächen rund um das denkmalgeschützte Gebäude. Die Landschaftsarchitekten hatten bereits nach der Umbauphase die Freiflächen am Glaspalast geplant. In die Planungsarbeiten musste die Untere Denkmalschutzbehörde mit eingebunden werden. Landschaftsarchitekt Franz-Josef Eger konnte mit seinen Entwürfen schließlich das Baureferat davon überzeugen, an der Nordseite des Glaspalastes weitere Parkplätze zu schaffen. Da von Beginn an klar war, dass die Flächen nicht komplett versiegelt werden dürfen, hatten sich die Planer bereits im Vorfeld mit entsprechenden ökologischen Pflasterbelägen befasst.

Bei der Parkplatzgestaltung wurden Format und Farbe des Pflasters auf die Fassade abgestimmt. Zum Einsatz kamen die Pflaster MultiTec-Aqua und MultiTec-Öko. © KANN Baustoffwerke

Pflaster und Fassade harmonieren
Nach einer Bemusterung entschieden sich die Landschaftsplaner unter der Federführung von BEng Dominik Mannes für die ökologischen Pflasterbeläge MultiTec-Öko und MultiTec-Aqua von KANN. Für die Stellflächen kam das MultiTec-Öko in 40 x 20 cm in 10 cm Dicke zum Einsatz. Die Pflastersteine wurden im Farbton Anthrazit längs der Parkrichtung eingebaut und mit Splitt verfugt. So ergibt sich eine maximale Entwässerungsleistung. Die einzelnen Parkboxen werden jeweils durch Trennstreifen aus MultiTec-Aqua im Format 20 x 10 cm im Farbton muschelkalk-nuanciert gekennzeichnet. Dieser schmale Streifen läuft jeweils bis zur Fahrbahnmitte mit der Entwässerungsrinne durch.

Der Fahrstreifen erhielt ebenfalls eine Befestigung mit MultiTec-Aqua im Format 40 x 20 cm in muschelkalk-nuanciert. In der Mitte wurden für die Entwässerung der Fahrbahn Rinnenelemente in der gleichen Farbgebung vorgesehen. Die eingesetzten Formate sowie die Bänderung im Bereich der Stellflächen geben der Flächengestaltung eine geometrische Struktur, die sich an die Fassadengestaltung mit ihren großen Fensterbändern und Zierelementen anpasst.

Durch die breiten Fugen des MutiTec-Öko-Pflasters kann das Niederschlagswasser an Ort und Stelle versickern. © KANN Baustoffwerke

Hohe Versickerungsleistung
Eine Fugenbreite von 7 mm sorgt beim Multi Tec-Aqua für eine hohe Versickerungsleistung bei anfallendem Oberflächenwasser. Dabei ist die leicht aufgeweitete Fuge optisch kaum auffällig und bietet dem Nutzer der Fläche trotzdem einen hohen Komfort bei der Begeh- oder Befahrbarkeit. Eine Fugenbreite von 30 mm weist der MultiTec-Öko auf. Bei Splittverfüllung, wie auf den Parkplätzen des Glaspalastes ausgeführt, ergibt sich eine vollkommen versickerungsfähige Fläche. Wahlweise lassen sich die Fugen auch begrünen. Die Versickerungsleistung ist bei Begrünung jedoch aufgrund der für den Bewuchs notwendigen Humus und Feinanteile geringer als bei versickerungsfähigen Systemen. Durch das Regenrückhaltevermögen der Pflanzen und die stark strukturierten Fugen haben die begrünbaren Systeme ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Entsiegelung. Sie werden vielfach bei der Ermittlung von versickerungsfähigen Flächen mit entsprechenden Abflussbeiwerten berücksichtigt.

Fazit: formschön und robust
Der Glaspalast in Augsburg zeigt eindrucksvoll, wie sich Architektur und Flächengestaltung durch die richtige Materialwahl zu einer Einheit verschmelzen lassen. Die Pflastersysteme von KANN werden nicht nur den Ansprüchen an eine moderne Außenanlage gerecht, sie überzeugen auch durch ihre formschöne und robuste Ausführung. Den Farbwünschen der Planer konnte man durch eine spezielle Oberflächen variante Rechnung tragen.


Ökologische Flächenbefestigung
Zwei Pflastervarianten
Für größere Flächen im gewerblichen Bereich oder auch stärker genutzte Areale im öffentlichen Raum gilt es häufig, eine hohe Belastbarkeit mit entsprechendem Versickerungspotenzial für das Niederschlagswasser zu vereinbaren. Wird dann noch Wert auf eine optische Hochwertigkeit gelegt, bietet sich das MultiTec-System an. Passend zum klassischen MultiTec mit dem KANNtec10-Verschiebeschutz entwickelte KANN die Pflastervarianten MultiTec-Aqua und MultiTec-Öko. Beide Pflastervarianten werden mit betonglatter Oberfläche in zwei Grautönen angeboten. MultiTec-Aqua ist zusätzlich in muschelkalk-nuanciert lieferbar. Damit lässt sich das Pflaster harmonisch in naturnahe Gestaltungen integrieren.

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