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Maximilian Weller,

Pflasterbelag für Platzgestaltung 

2,2 Mio. Euro investierte die Stadt Düren in die Sanierungsarbeiten für ihren Marktplatz. Nach der Neugestaltung vereint er die Qualität eines urbanen Stadtplatzes mit den funktionalen Anforderungen des Marktgeschehens. Als Pflasterbelag wurden Betonpflastersteine von Einstein-Fugentechnik verwendet.

An den Tagen ohne Wochenmarkt kann sich die Gastronomie auf dem Dürener Marktplatz bis in den Platz ausdehnen. Die Gestaltung mit Betonpflastersteinen erzeugt ein harmonisches Gesamtbild. © Einstein-Fugentechnik

Ziel der Neugestaltung des Marktplatzes im Herzen von Düren war es, der Außengastronomie mehr Raum zu geben und gleichzeitig mit den funktionalen Anforderungen des Marktgeschehens zu vereinen. Durch die Neugestaltung sollte der Aufenthaltswert des Marktplatzes so aufgewertet werden, dass auch zu Zeiten, wenn kein Markt stattfindet, der Platz zum Verweilen einlädt. Dazu sollten die Außengastronomie gestärkt und das Miteinander zwischen Markt und Außengastronomie geregelt werden.

Miteinander zwischen Markt und Außengastronomie
Der Markt entlang der Fassaden erhielt einen circa 2 m breiten Pflasterstreifen erhält, der von allen Hindernissen freigehalten wird. Dieser Pflasterstreifen nimmt auch das Blindenleitsystem, gebildet von einem zweireihigen Natursteinband, auf. Es folgt eine 4,00 m breite Aufstellfläche, die mit den Baumrosten der umlaufenden Baumreihe abschließt. In dieser Zone kann sich die Außengastronomie auch an Markttagen niederlassen. Die Bestuhlung kann hier stehen bleiben und muss nicht wie bisher zurückgebaut werden. An Tagen ohne Wochenmarkt kann sich die Außengastronomie weiter bis in den Platz ausdehnen. An diese multifunktionale Fläche für Außengastronomie und Ausstattung schließt sich eine 2,00 m breite Laufzone, gefolgt von den Aufstellflächen für den Wochenmarkt an.

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Durch die spezielle D-Punkt-Fugentechnik hält das Pflaster auch den höheren Belastungen auf einem Marktplatz stand. © Einstein-Fugentechnik

Pflasterbelag als gestalterischer Brückenschlag
Den gestalterischen Brückenschlag von den bisherigen zu den neu zu gestaltenden Flächen erläutert Heiner Wingels, Tiefbauamtsleiter der Stadt Düren: „Um die Verbindung zwischen der Fußgängerzone und dem Markt auch optisch herzustellen, setzten wir auf das Betonsteinpflaster Modula Plus Kardinal aus der Einstein-Produktfamilie des Herstellers Berding Beton. Dieses verfügt über einen groben Edelsplittvorsatz sowie eine geschliffene und stahlgestrahlte Oberfläche. Damit die große Fläche des Marktes an Tagen ohne Marktstände nicht zu trist wirkt, wurden zur Belebung zwei weitere Farbtöne entwickelt, die ein harmonisches Gesamtbild erzeugen. Angenehmer Nebeneffekt: Verunreinigungen des Pflasters treten durch das changierende Pflaster nicht so deutlich hervor. Auch durch die Wahl der Steinformate mit 60/30/14 und 40/20/14 cm und der geplanten Verlegung orthogonal in Querrichtung zum Markt wird die Fläche belebt ohne unruhig zu wirken“, so Wingels.

Belastung kann dem Pflaster nichts anhaben
Neben der Optik besitzt das eingesetzte Steinsystem noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Die D-Punkt-Fugentechnik des Pflastersystems sorgt dafür, dass es bei der Verlegung der Steine nur zu einer punktuellen, minimalen Berührung an den Steinunterkanten kommt. Anders als bei anderen Verbundpflastern mit Abstandhalter- oder Verbundnockensystemen, bleibt der Anteil der Fläche, an dem sich die Steine berühren, deshalb sehr gering. Eine Knirschverlegung wird so vermieden; die zur Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge wird stets eingehalten und eine optimale Kraftübertragung zwischen den Steinen gewährleistet. „Mit dieser Eigenschaft können auch höhere Belastungen, die selbstverständlich auf dem Marktplatz immer wieder auftreten, dem Pflaster nichts anhaben“, erläutert Wingels.

Die Wahl der Steinformate und die Art der Verlegung belebt die Fläche ohne unruhig zu wirken. © Einstein-Fugentechnik

Seit Ende 2017 sind die Sanierungsarbeiten auf dem Marktplatz abgeschlossen. 2019 wird der Masterplan Innenstadt mit der Sanierung des Kaiserplatzes fortgesetzt. Wingels: „Auch hier setzen wir wieder auf das Einstein-Pflastersystem. Dabei werden wir jedoch auf dunklere Farbtöne setzen – so können wir optisch neue Impulse geben, ohne die grundsätzliche gestalterische Linie zu verlassen.“

Maximilian Weller

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