Strategie

Stefan Linke/red.,

Wie Unternehmen trotz Krise investieren

Die schlimmsten Auswirkungen der Pandemie schienen gerade überwunden, da stellt der Krieg in der Ukraine die Welt vor neue Herausforderungen. Unternehmen müssen trotzdem investieren – zum Beispiel in Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Mit der richtigen Herangehensweise kann das auch in den jetzigen Zeiten gelingen.

Stefan Linke ist Vertriebsleiter Direktvertrieb Firmenkunden bei der Targobank. © Targobank

Lieferengpässe, Inflation, ein volatiles Zinsumfeld: Alle Unternehmen bekommen die schwierige wirtschaftliche Gemengelage in vielerlei Hinsicht zu spüren. Für die Bauwirtschaft gibt es dabei aber neben Schatten auch Licht: Branchenanalysen zeigen, dass man zum einen trotz aller Herausforderungen vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie gekommen ist. Zum anderen gibt es nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung auch für die Zukunft positive Signale. Die Bundesregierung hat etwa einige Vorhaben im Bereich Wohnungsbau und Infrastruktur angekündigt, sodass hier auch künftig trotz aller Verwerfungen von einer gewissen Stabilität ausgegangen werden kann.

Gleichzeitig werden die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen aber sicherlich noch eine Weile bestehen bleiben und es Unternehmen erschweren, Investitionen in Angriff zu nehmen. Dennoch geht genau daran auch in diesen bewegten Zeiten kein Weg vorbei. Denn: Neben der digitalen Transformation führen die Anforderungen im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit akut zu einem umfangreichen Modernisierungs- und Investitionsdruck bei Unternehmen. Um das in Zahlen zu verdeutlichen: Nach Schätzungen der EU-Kommission werden jährlich mehr als 350 Milliarden Euro für die Umgestaltung der europäischen Wirtschaft in Richtung Klimaschutz benötigt. Hinzu kommen weitere 125 Milliarden Euro pro Jahr zur Finanzierung des digitalen Wandels. Auf stabilere Rahmenbedingungen zu warten scheint allein mit Blick auf diese Dimensionen keine Option.

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Unternehmen können auf Förderungen bauen

Die Bedeutung von Nachhaltigkeits-Themen bekommen Unternehmen bereits im täglichen Geschäft zu spüren. Immer mehr Auftraggeber fordern entsprechende Bemühungen bei Vertragspartnern ein. Dies ist insbesondere bei öffentlichen Trägern der Fall: Sie verlangen bei Ausschreibungen häufig schon jetzt, dass mindestens 20 Prozent der eingesetzten Maschinen oder Transportmittel Nachhaltigkeitskriterien erfüllen müssen. Unternehmen, die hier wettbewerbsfähig sein und bleiben wollen, müssen also auch in den derzeit unsicheren Zeiten investieren, um entsprechend umzurüsten. Für den jetzigen Zeitpunkt spricht auch, dass man dabei zurzeit noch auf Förderungen bauen kann, die gegebenenfalls in ein paar Jahren wegfallen. Fördermöglichkeiten gibt es sowohl für den Erwerb als auch für die Finanzierung von Objekten. Hierzu können sich Unternehmen etwa bei Herstellerfirmen respektive bei ihren Finanzierungspartnern informieren.

Die Targobank hat zum Beispiel in puncto Finanzierung im letzten Jahr ein eigenes Förderprogramm aufgelegt: Für Investitionen in nachhaltige Produktionsanlagen und -prozesse fällt dabei ein vergünstigter Leasing-Kalkulationszins an. Anwendbar ist das Angebot etwa auf Energieeffizienzmaßnahmen sowie Investitionen, die Material und Ressourcen einsparen oder Emissionen und Abfall vermeiden. Förderberechtigt ist auch die Anschaffung von Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeugen.

Für langfristige Investitionen sollte man sich den Zinssatz sichern

Einige Finanzierungsanbieter können Unternehmen bei langfristigen Investitionen zudem einen zentralen Unsicherheitsfaktor abnehmen: Das Zinsrisiko. Gerade in der aktuellen Problematik der Lieferengpässe dehnt sich der Zeitraum immer länger, der zwischen der Entscheidung für ein Investitionsobjekt und der tatsächlichen Lieferung liegt. Um zu verhindern, dass zum Lieferzeitpunkt der Finanzierungszins deutlich höher liegt, als es beim Vertragsabschluss noch der Fall war, lässt sich vorab bei einigen Anbietern eine Zinssicherung vereinbaren. Das bedeutet: Unternehmen können bereits jetzt zu einem fest vereinbarten Zins eine Finanzierung für ein Investitionsobjekt abschließen, das erst bis zu 24 Monate später geliefert wird. Die erste Rate ist erst nach Lieferung fällig, sodass gegen eine geringe Gebühr eine langfristige Planung mit klar kalkulierbaren Kosten möglich ist. Bei der Targobank beispielsweise ist eine Zinssicherung grundsätzlich bei allen Leasing-, Mietkauf- und Darlehensverträgen möglich.

Die passende Finanzierung wählen

Welches Finanzierungsinstrument jeweils das richtige ist, hängt von der jeweiligen Kundensituation beziehungsweise der konkreten Investition ab. Grundsätzlich sorgt eine mehrsäulige Finanzierung, bestehend aus verschiedenen Instrumenten, in der Regel für ein Plus an Stabilität und hilft dabei, die Liquiditätsplanung effektiv zu managen. In der Praxis lässt sich feststellen, dass sich Leasing in den letzten Jahren branchenübergreifend steigender Beliebtheit erfreut. Insbesondere Bauunternehmen setzen häufig auf Leasingverträge: Rund die Hälfte des Investitionsvolumens entfällt hier auf den Leasingbereich. Die Gründe sind vielfältig: Leasing ist aufgrund kalkulierbarer fester Monatsraten liquiditätsschonend. Und im Gegensatz zum Firmenkredit erfordert ein Leasingvertrag zudem keine Sicherheiten. Mit anderen Worten: Der Leasingnehmer hat Planungssicherheit und behält einen finanziellen Handlungsspielraum. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich mit einem Leasingvertrag nur für eine begrenzte Zeit an ein Investitionsobjekt bindet. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit gibt es die Möglichkeit, ein neues, vielleicht aktuelleres Produkt zu erwerben. Unternehmen bleiben damit also flexibel – auch das ist Zeiten des Umbruchs und wirtschaftlicher Unwägbarkeiten ein Vorteil. Um das für sie passende Finanzierungsmodell mit der geeigneten Vertragsausgestaltung zu finden, sollten sich Unternehmen von ihren Finanzierungspartnern individuell beraten lassen.

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