Erdbebensicherheit gegeben

Martin Schrüfer,

Verankerung für alle Fälle

© Robusta-Gaukel

Robusta-Gaukel stellt ein praxisgerechtes Verankerungsset vor, das die Vorgaben zur Erdbebensicherheit nach C2 erfüllt und zugleich höchst- mögliche Flexibilität auf der Baustelle ermöglicht. Die bauaufsichtliche Zulassung für die höchste Beanspruchungsstufe ist erteilt.

Rund um den Globus ereignet sich fast täglich ein Erdbeben. Durchschnittlich erreichen Beben drei Mal pro Woche Stärken, die Menschen und Gebäude in Gefahr bringen. Maßnahmen zur Erdbebensicherheit von Bauwerken sind daher in vielen Regionen unverzichtbar und beispielsweise in Deutschland in der DIN EN 1992-4 geregelt. Im Erdbebenfall entstehen Risse im Beton. Damit besteht die Gefahr, dass der Scherverbund zwischen Anker und Rohr reißt und sich der fixierte Gegenstand – beispielsweise ein Hochregallager – aus der Verankerung löst und einstürzt.

Geeignet für höchste Beanspruchungsstufe

Das Verankerungsset von Robusta-Gaukel, Spezialist für Montage-, Anker-, Sicherheitstechnik und Schalungen sowie anspruchsvolle Sonderlösungen, hat im Frühjahr 2022 den Härtetest bestanden und die bauaufsichtliche Zulassung C2 für die höchste Beanspruchungsstufe von Gebäuden erhalten. Dies umfasst Risse bis 0,8 Millimeter Breite. Somit bietet diese Lösung im Erdbebenfall Gebäuden und Menschen den größtmöglichen Schutz. Die Schadenswirkung von Erdbeben lässt sich erheblich mindern.

Einsatzgebiet für das Set sind Verankerungen aller Art von Stahlbauten über Hochregallager in Silobauweise bis hin zu Maschinen und Betonfertigteilen. Selbst im erdbebengeplagten Neapel kam das Set schon erfolgreich zum Einsatz; hier bestand die Herausforderung darin, Hochregallager in einer Fabrikhalle erdbebensicher zu fixieren. Seit 2015 beweist die Befestigungslösung dort ihre Stabilität.

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Das Verankerungsset ist ein Bindeglied zwischen dem groben Betonbau und dem Stahlbau mit wesentlich engeren Toleranzen. Erst nach Abschluss der Rohbauarbeiten werden die Ankerstangen mit Ankerplatten exakt eingemessen und in den Rohren vergossen. Im ersten Schritt wird nur die profilierte Hüllwellrohre in die Bodenplatte oder in das Fundament einbetoniert, so bleibt eine praxisgerechte Einbautoleranz bis zehn Zentimeter. Verschiebt sich also das Ankerrohr nach der Betonage noch etwas, so ist das aufgrund des Spielraums im Rohr kein Problem. Die Abmessungen der Rohre und der Ankerplatten sind so aufeinander abgestimmt, dass ein seitliches Spiel von plus/minus 1,5 Zentimeter oder mehr vorhanden ist.

Praxistaugliche Befestigungslösung

Die üblichen Herausforderungen auf der Baustelle sind bekannt: Die Dübel werden einbetoniert, es dauert aber noch Wochen oder sogar Monate, bis auf der Baustelle der Stahlbauer seine Arbeit beginnt. Bis dahin ist schon ein Teil der herausstehenden Dübel von Baumaschinen umgefahren worden, oder es haben sich Änderungen im Bauplan ergeben. Liegen nun beispielsweise die Verankerungspunkte der Stahlstütze etwas weiter auseinander als ursprünglich geplant, müssen Verbundanker nachträglich in den Beton gebohrt werden. Es besteht das Risiko, dass der Dübel dabei auf die Bewehrung trifft und diese durchtrennt. Dadurch wird die Bewehrung der Bodenplatte geschwächt und somit die Tragfähigkeit negativ beeinflusst.

Im Set enthalten sind Einbauhilfen und Schablonen, Kennzeichnungen und Vergussmörtel. Improvisationen oder selbstgebaute Schablonenhalterungen entfallen. Die Abmessungen und Formen der Verankerungssets sind an die jeweilige Lastkombination anpassbar. Mit dem neu überarbeiteten Bemessungsprogramm „Dimensions EQ“ (EQ steht für Earth Quake) und den entsprechenden DXF- oder DWG-Dateien kann Robusta die Platzierung der Verankerungssets einfach berechnen.

Der Beitrag erschien in Baugewerbe 6/22.

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