Schalungsunterstützung

Dipl.-Ing. Roland Hassert,

Schräg und angepasst

Um einen neuen Pendlerbahnhof in Luxemburg gut zugänglich zu machen, wurden mehrere Treppenanlagen gebaut. Zum Einsatz kam eine flexible Schalungsunterstützung. Mit dem Allround Traggerüst TG 60 von Layher konnte die Firma Paschal die hohen Lasten im Bereich der Brüstungen und Außenwände sicher abtragen. Auch die dem Treppenlauf folgenden Höhensprünge wurden damit gemeistert.

Beim Bau des Pendlerbahnhofs Kirchberg-Pfaffenthal in Luxemburg wurden mehrere Treppenanlagen errichtet. Mit dem Allround Traggerüst TG 60 von Layher konnte die Firma Paschal das Traggerüst problemlos an die dem Treppenlauf folgenden Höhensprünge anpassen. © Paschal

In Luxemburg wurde ein neuer Bahnhof in Kirchberg-Pfaffenthal gebaut – aufgrund seiner Lage wird er auch „Gare Pont Rouge“ oder „Bahnhof Rote Brücke“ genannt. Der Neubau liegt am Fuße der „Pont Grand-Duchesse Charlotte“, die im Volksmund auch „Rote Brücke“ heißt. Der Gesamtkomplex besteht aus einer Bergstation auf dem Kirchberg-Plateau sowie einem Pendlerbahnhof für die Straßenbahn – verbunden durch eine Seilbahn.

Höhensprünge überwinden
Bauen ließen sich die Treppen- bzw. Rolltreppenaufgänge nur mithilfe einer leistungsstarken und zugleich flexiblen Schalungsunterstützung: Hohe Lasten sollten sicher abgeleitet werden und das Traggerüst sollte sich genau an die Höhensprünge der Treppenläufe anpassen. Die Lösung für die Paschal-Werk G. Maier GmbH aus Steinach war das vom DIBt zugelassene und typengeprüfte Allround-Traggerüst TG 60 von Layher. Als Ergänzungsbauteile sind nur die Allround Traggerüstrahmen TG 60 erforderlich: Die vorgefertigten Rahmenelemente mit einem Einzelteilgewicht von maximal 18 Kilogramm reduzieren die Anzahl der Einzelteile und lassen sich über die schraubenlose Keilschlossverbindung schnell und einfach zu Traggerüsttürmen mit einer Stieltragfähigkeit von bis zu sechs Tonnen kombinieren.

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Schwere Lasten sicher abgeleitet
Angesichts der hohen Lasten von bis zu 42 kN/m war bei diesem Projekt der modulare Aufbau der Allround Traggerüsttürme TG 60 in Kombination mit Allround-Serienteilen ein wichtiger Vorteil. Bei großen Flächen- und Linienlasten oder bei Lastkonzentrationen werden diese im Grundaufbau einfach mittels kurzer Allround-Riegel gebündelt. Die Tragfähigkeit der Türme lässt sich so beliebig steigern. Müssen nur kleine Flächenlasten abgetragen werden, kann der quadratische Grundaufbau der Allround Traggerüsttürme TG 60 durch die verschiedenen Standardlängen der Allround-Riegel und -Diagonalen flexibel bis 3,07 Meter gestreckt und damit an die gegebene Flächenlast angepasst werden. Auf diese Weise sind weniger Traggerüsttürme nötig. Dies spart Material und Montagezeit.

Der gesamte Bahnhofskomplex besteht aus einer Bergstation auf dem Kirchberg-Plateau sowie einem Pendlerbahnhof für die Straßenbahn – verbunden durch eine Seilbahn. Der Neubau liegt am Fuße der „Pont Grand-Duchesse Charlotte", die im Volksmund auch „Rote Brücke" genannt wird. © Paschal

Schräge Lösung sicher montiert
Eine weitere Besonderheit dieses Bahnhofsprojekts in Luxemburg war die schrägen Form der Traggerüstkonstruktionen. Die dem Treppenlauf folgenden Höhensprünge ließen sich über die verschiedenen Rahmenhöhen in Kombination mit der Ausspindelhöhe problemlos lösen. Für eine sichere Montage der bis zu rund acht Meter hohen Traggerüsttürme war ebenfalls gesorgt: Durch die fest vorgegebene Aufbaufolge haben Gerüstersteller automatisch einen rundumlaufenden Seitenschutz – selbst ohne Zusatzbauteile wie ein Montage-Sicherungs-Geländer.


Geplant in 3D
Bei der Planung standen der Firma Paschal die erfahrenen Layher-Anwendungsingenieure zur Seite. Basis ist die von Layher selbst entwickelte Planungssoftware LayPLAN, die auch ein CAD-Modul beinhaltet. Dieses Plug-in für Autodesk AutoCAD erlaubt die dreidimen sionale Planung von Gerüstkonstruktionen aller Art. Mithilfe der 3D-Planung können die einzelnen Gerüste optimal an die Bauwerksgeometrie angepasst und Kollisionen mit Hindernissen schon im Vorfeld vermieden werden. Eine Übergabe an Visualisierungs- oder Animationssoftware ist ebenfalls möglich, zum Beispiel zur Bauablaufsimulation. Auf diese Weise lassen sich Projekte wirtschaftlich in 3D planen, genau an die Anforderungen anpassen und darüber hinaus bei Auftraggebern professionell präsentieren.

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