Projekt „Metro aan Zee“

Marvin Meyke,

Hünnebeck-Schalungslösungen für Bahntrasse in Holland

Mit dem 2,5 Kilometer langen Projekt „Metro aan Zee“ realisiert eine Arge aus Boskalis Nederland und Swietelsky den Um- und Erweiterungsbau einer ehemaligen Eisenbahntrasse zur Metrostrecke plus neuer Haltestelle am Strand von Hoek van Holland. Hünnebeck liefert die Schalungslösungen für die verschiedenen Teilabschnitte der Metro, die als Tunnel, U-Profil und aufgeständerte Blockstrecke realisiert werden.

© Hünnebeck

Das Küstenstädtchen Hoek van Holland (bei Rotterdam) liegt an der Hauptmündungsstelle des Rheins und ist ein wichtiger Fährhafen nach Großbritannien. Die ehemals am Hafen endende Eisenbahnstrecke wurde bereits zur Metrostrecke umgebaut und wird aktuell um eine direkt am Strand gelegene Haltestelle erweitert. 1,5 Kilometer der im Bau befindlichen Strecke verlaufen auf einer früheren Bahntrasse, der letzte Kilometer bis zum Strand wird auf Betonfundamenten gebaut und zum Teil auf Betonblöcke aufgeständert.

Mobile Tunnelschalung
Zu den Teilabschnitten der neuen Metrolinie gehört auch ein 315 Meter langer Tunnel, der in offener Bauweise realisiert wurde. Er entstand als halb versenktes Kastenprofil (Innenhöhe: 5,5 Meter), das nach Fertigstellung mit Sand bedeckt und als Düne angelegt wird. So sollen Umwelt und Anwohner weitgehend vor Lärm und Vibrationen geschützt werden. Für die Herstellung des Kastenprofils entwickelten die Hünnebeck Schalexperten eine verziehbare Tunnelschalung auf Basis des Baukastensystems Infra-Kit in Kombination mit H 20 Trägern.

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Hauptkomponenten der 15 Meter langen Schaleinheit waren Träger und Streben aus den Lastklassen Infra-Kit L (Light) und M (Medium), die sich speziell für leichte und mittelschwere Anwendungen im Infrastrukturbau eignen. Grundsätzlich bietet Hünnebeck die Doppel-UTräger in Längen zwischen 62,5 und 550 cm (L-Version) und 150 bis 600 cm (M-Version) an. Zur Verbindung der Träger umfasst das modular aufgebaute Infra-Kit System Streben, Spindeln, Anschlüsse und Adapter. Der Vorteil des Konzepts: Wenige Basiskomponenten decken eine große Bandbreite an Anwendungen im Infrastruktur- und Ingenieurbau ab. Dazu zählt beispielsweise die Tunnelschalung bei diesem Projekt. Aufgrund der nutzerfreundlichen Konstruktion konnte das Baustellenteam die auf Rädern gelagerte Schaleinheit zügig für den ersten Betoniereinsatz montieren und zog sie anschließend per Winde zum jeweils nächsten Takt – insgesamt 15 Mal.

Robuste Rahmenschalung
An den bereits fertigen Tunnel schließt sich eine 225 Meter lange, abgesenkte offene Streckenführung entlang der Strandpromenade an. Den halb versenkten, kanalartigen Baukörper aus Ortbeton erstellen die Rohbauer mit Hilfe der robusten kranabhängigen Rahmenschalung Manto in 15 Betonierabschnitten von je 15 Meter Länge. Dank eines umfassenden Tafelsortiments bis hin zur 3,30 Meter hohen Großtafel eignet sich Manto ganz besonders für das zügige Ein- und Ausschalen großer Wandflächen.

Die letzten 400 Meter der neuen Metrostrecke verlaufen direkt am Strand. Damit sich der Sand bei starkem Wind frei bewegen kann, wird dieses Teilstück aufgeständert. Die Schienen werden rund 0,5 m über dem Boden verlaufen und alle 1,5 m Stützpunkte aus Betonblöcken haben.

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