Projekt für knapp 170 Millionen Euro

Marvin Meyke,

Hochtief erweitert Rotterdamer Hafen

Hochtief erweitert die Kapazitäten des Rotterdamer Hafens. Die Hafengesellschaft des größten Containerhafens Europas beauftragte Hochtief – gemeinsam mit Ballast Nedam und Van Oord – im "Prinses Amaliahaven" die Kaianlagen um rund 2,4 Kilometer zu ergänzen. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von knapp 170 Millionen Euro umfasst zudem Nassbaggerarbeiten sowie eine etwa 1,8 Kilometer lange pfahlgegründete Kranbahn für Containerkrane. Der Hochtief-Anteil an dem Gesamtauftragsvolumen beläuft sich auf etwa 70 Millionen Euro.

© Eric Bakker

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im März beginnen und sollen bis Mai 2024 fertiggestellt sein. Mit dem weiteren Ausbau des 2015 angelegten Hafenbeckens "Prinses Amaliahaven" reagiert Europas größter Containerhafen auf den wachsenden Warenverkehr. Die Umschlags-Kapazität des Hafens wird damit um jährlich vier Millionen Standardcontainer gesteigert. An den neuen Kaianlagen können die weltweit größten Containerschiffe abgefertigt werden. Der Rotterdamer Hafenbetrieb als Auftraggeber und das Joint Venture unterzeichneten im Zuge der Auftragserteilung eine gemeinsame Ambition ("Veiligheidsambitie"), um die besondere Bedeutung von Nachhaltigkeit und Sicherheit im Projekt zu unterstreichen.

Beiträge zu einer nachhaltigen Bauausführung leistet die Arbeitsgemeinschaft um Hochtief etwa durch die Anlieferung von Baumaterialien über den Wasserweg oder die Reduzierung von Emissionen durch Verwendung elektrisch angetriebener Geräte sowie umweltschonender Kraftstoffe. Auch die Kaianlagen selbst werden umweltfreundlich ausgestattet: Zwei sogenannte Unterwasser-Blöcke fungieren als künstliche Riffe, um die Artenvielfalt zu stimulieren. Hochtief hat zahlreiche Projekte im Hafenbau realisiert, etwa in Hamburg oder Danzig/Polen. Das neue Projekt ist ein weiterer Schritt zur Festigung der Position auf dem niederländischen Markt. „Wir sind stolz darauf, dieses anspruchsvolle Projekt gemeinsam mit unseren Partnern und der Hafengesellschaft zu realisieren“, sagt Dirk Osthus, Hochtief-Geschäftsführer in den Niederlanden.  

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