Zweithöchste Brücke Deutschlands freigegeben

Marvin Meyke,

Hochmoselbrücke fertiggestellt

Nach insgesamt acht Jahren Bauzeit wurde die Hochmoselbrücke am 21. November offiziell für den Verkehr freigegeben. Die Brücke bildet das Herzstück der neuen, 25 Kilometer langen Bundesstraße „B 50neu“ und schafft eine direkte Straßenverbindung zwischen den Benelux-Staaten und dem Rhein-Main-Gebiet.

1,7 Kilometer ist die am 21. November freigegebene Hochmoselbrücke lang. © LBM Trier

Die Hochmoselbrücke ist nach der Kochertalbrücke mit 185 Metern die zweithöchste Brücke in Deutschland. Mit einer Länge von 1,7 Kilometer ruht sie auf insgesamt zehn Pfeilern. Die Pfeiler werden auf Bohrpfählen im Boden gegründet. In Summe wurden für die zehn Pfeiler mehr als 100 Pfähle in den Boden getrieben. Die Konstruktionshöhe verändert sich in Abhängigkeit der Stützweiten und erreicht in Achse 4 bei einer Höhe von 7,78 m ihr Maximum. Die Baukosten belaufen sich auf 175 Millionen Euro.

Belgische Ballungsgebiete und Rhein-Main-Gebiet besser verbunden
"Der Hochmoselübergang bringt für den überregionalen Verkehr und die Menschen in der Region enorme Vorteile: die belgischen Ballungsgebiete wachsen enger mit dem Rhein-Main-Gebiet und Süddeutschland zusammen, Durchgangsdörfer werden maßgeblich entlastet und der internationale Güterverkehr erfolgt künftig wesentlich effizienter. Gleichzeitig wird die beeindruckende Kulturlandschaft in der Moselregion besser erreichbar. Eine echte Win-Win Situation. Wir sind stolz, dass wir dieses technisch anspruchsvolle Mega-Projekt realisieren durften", so Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr.

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Pfeilermodell im Windkanal getestet
Neben Stahlbetonarbeiten führte die Porr auch vielfältige Leistungen wie den Spezialtiefbau für die Baugruben und Böschungssicherungen durch. Insbesondere aufgrund der Form, der Höhe, der Gründungsparameter und der Massenverteilung legte Porr bei diesem Projekt besonderes Augenmerk auf den Lastfall der wirbelerregten Querschwingungen: Pfeilermodelle wurden im Windkanal getestet, Untersuchungen zur Verminderung dieser Kräfte durchgeführt, Maßnahmen zu ihrer Vermeidung entwickelt und die Ergebnisse schließlich erfolgreich in die Praxis umgesetzt.

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