Fachveranstaltung

Martin Schrüfer,

Cemex BetonForum 2022 zeigt Wege in eine nachhaltige Zukunft

Mehr als 135 Gäste vor Ort sowie Zuschauer per Stream interessierte die Frage „Wie wollen wir die Zukunft bauen?“. Sie stand im Zentrum des Cemex BetonForums am 1. September in Potsdam.

Zu ihrer Fachveranstaltung begrüßte die CEMEX Deutschland AG zahlreiche Kunden, Geschäftspartner und andere Interessierte aus der Baubranche. © Cemex Deutschland/Mehdi Bahmed

Um nachhaltiges Bauen zu fördern, müssen alle Beteiligten in der Bauwertschöpfungskette enger zusammenarbeiten: So lautet ein Fazit des Cemex BetonForums 2022. Zu der Fachveranstaltung hatte das Baustoffunternehmen Cemex Deutschland AG Kunden, Geschäftspartner in die Potsdamer Schinkelhalle eingeladen. Externe Referenten und unternehmensinterne Fachleute thematisierten die wichtigsten Problemfelder, strategischen Weichenstellungen und Produktanwendungen rund um nachhaltiges Bauen. 

Wie muss sich ein Unternehmen wie Cemex aufstellen, um erfolgreich den dynamischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen zu begegnen, den Herausforderungen von Nachhaltigkeit und Klimaschutz, von Digitalisierung und Fachkräftemangel? Rüdiger Kuhn, Vorstandsvorsitzender der Cemex Deutschland AG, erklärte in seiner Einführung: „Erstens setzen wir früh auf neue Produkte – ein Beispiel ist unser CO2-reduziertes Vertua®-Portfolio –, und wir integrieren Kreislaufwirtschaft in unsere Unternehmensabläufe. Zweitens dekarbonisieren wir unsere Betriebe. So arbeiten wir im Rahmen unserer Carbon Neutral Alliance intensiv daran, im Zementwerk Rüdersdorf bis 2030 CO2-neutralen Zement herzustellen. Drittens gehen wir neue Kooperationen und Partnerschaften ein. Und wir müssen eine Meinung und eine Stimme zu den Themen haben, die unser Geschäft beeinflussen, müssen aktiv für unsere Interessen einstehen. Diese Handlungsfelder spielen eine wichtige Rolle in der globalen ‚Future in Action‘-Strategie unseres Unternehmens.“

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Im ersten Fachvortrag erläuterte Christine Buddenbohm die Perspektive der Bauwirtschaft zu den Möglichkeiten nachhaltigen Bauens. Sie ist Geschäftsführerin des Bereichs Unternehmensentwicklung im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V. (ZDB), der als Spitzenverband der deutschen Bauwirtschaft rund 35.000 Bauunternehmen in ganz Deutschland vertritt.

Eine Podiumsdiskussion verdeutlichte die Sichtweisen des Baugewerbes, eines Baustoffunternehmens und eines Investors. Moderiert von Alexandra Decker, Manager Public Affairs Germany von Cemex, diskutierten Christine Buddenbohm, Rüdiger Kuhn und Christoph Gröner, wie sich Synergien in der gesamten Wertschöpfungskette Bau nutzen lassen, um das klimaneutrale Bauen gemeinsam voranzutreiben. Christoph Gröner, ein Investor und Visionär des klimaneutralen Bauens, ist Vorstandsvorsitzender der CG Elementum AG und geschäftsführender Gesellschafter der Muttergesellschaft Gröner Group GmbH.

Marc Schmit ist Gründungspartner von playze, einem Architekturnetzwerk mit Studios in Berlin, Basel und Shanghai. Er sprach in seiner Keynote zu nachhaltiger Architektur über Transformationen in der Architekturproduktion.

Anschließend stellten Fachleute von Cemex neue Entwicklungen in den Produktbereichen Zement, Beton und Zusatzmittel vor. Alexandra Decker beschrieb die Fortschritte und technischen Innovationen der Carbon Neutral Alliance auf dem Weg zum CO2-neutralen Zementwerk. Den Fragen „Wie wird Beton klimaneutral? Und was können wir heute schon?“ widmeten sich Karsten Schubert, Director Quality and Product Technology Materials Central Europe, und Christian Kalytta, Senior Manager Product Development & Product Management. Dr. Patrick Fontana, Head of Product Technology in Deutschland, präsentierte die Entwicklung des Zementportfolios, und Wolfgang Salmen, Manager Product Technology Mortars & Admixtures Europe, erläuterte die Möglichkeiten von Cemex Admixtures, Zusatzmittel aus klimaneutralen Rohstoffen zu produzieren.


Wie also lässt sich eine nachhaltige Zukunft bauen? Den Referenten zufolge dominiert derzeit die Energiekrise den Markt, dahinter allerdings wartet nach wie vor ein großer Bedarf an Bauleistungen, und diese müssen nun schnell und klimafreundlich erfolgen. Um nachhaltiges Bauen zur neuen Normalität zu machen, sei eine engere und bessere Kooperation der verschiedenen Beteiligten in der Bauwertschöpfungskette notwendig. Lösungsansätze sollten material- und technologieoffen sein. Als Baustoffhersteller stehe Cemex dabei in der Pflicht, klimafreundliche Produkte zur Verfügung zu stellen, die dennoch alle essenziellen bautechnischen Eigenschaften bieten. 

Dafür hat sich Cemex ambitionierte Ziele gesetzt: In der Carbon Neutral Alliance arbeitet das Unternehmen daran, sein Zementwerk Rüdersdorf bis 2030 CO2-neutral zu machen, mit Vertua® bringt Cemex neue Zemente und Betone mit reduziertem CO2-Fußabdruck auf den Markt, und innovative Zusatzmittel unterstützen das klimafreundliche Bauen. Im Rahmen des Programms „Future in Action“ hat Cemex angekündigt, die CO2-Emissionen bis 2030 global um 40 % reduzieren zu wollen. Darüber hinaus plant das Unternehmen, den Anteil des sauberen Stroms bis 2030 von derzeit 29 % auf 55 % zu erhöhen. Diese Ziele stehen im Einklang mit dem „Well below 2 °C“-Szenario der Science Based Targets Initiative (SBTi). Mit Hilfe dieser Zwischenschritte wird das Unternehmen sein Ziel erreichen, bis 2050 weltweit CO2-neutralen Beton zu liefern.

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