Mehr als 300.000 Kubikmeter Transportbeton

Marvin Meyke,

Beton für die größte Seeschleuse der Welt

Die größte Seeschleuse der Welt soll bei IJmuiden an der niederländischen Nordseeküste den Hafen von Amsterdam auch für zukünftige Schiffsgenerationen erreichbar machen. Die offizielle Eröffnung des Bauwerks ist für Januar 2022 geplant.

Ein herausforderndes Großprojekt: Die Seeschleuse bei IJmuiden © Topview Luchtfotografie

Begonnen hatten die Bauarbeiten für das Mammutprojekt bereits im Jahr 2016. Im Auftrag des OpenIJ Konsortiums lieferte Dyckerhoff und Dyckerhoff Basal mehr als 300.000 Kubikmeter Transportbeton für das Großprojekt - dies entspricht 60 Fußballfeldern, auf denen jeweils einen Meter dick Beton aufgetragen würde.

Produziert wurde der Beton in zwei direkt auf der Baustelle aufgebauten mobilen Werken in Kooperation mit der Niederlassung Mobile Anlagen von Dyckerhoff Beton. Sämtliche notwendigen Ausgangsstoffe für den Beton wurden per Schiff oder Fähre angeliefert, da kein Zugang für Schwerlastverkehr per LKW auf das Inselbauwerk möglich war. 95 Prozent des Transportbetons wurden in der Festigkeitsklasse C30/37 und den Konsistenzen F4 oder sogar F5 ausgeliefert.

Hohe Belastungen unter Wasser
Der Beton wurde für verschiedene unter der Wasseroberfläche gelegene Bereiche der Schleuse benötigt, wie zum Beispiel für den Boden der Baugrube des Außenkopfs. Dieser ist vier Meter dick und wird etwa 20 Meter unter den Meeresspiegel versenkt. Bei Durchfahrt von Schiffen sorgt der Betonboden dafür, dass nicht zu viel Sand aufgewirbelt wird und hierdurch keine Strudel entstehen. Auch die Mauern der Schleuse - die Schlitzwände - werden aus Beton errichtet.

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Die für die Betonherstellung benötigten mehr als 110.000 Tonnen Zement wurden in den in Deutschland direkt am Rhein gelegenen Dyckerhoff Zementwerken Neuss und Neuwied hergestellt und (bis auf kleinere Mengen) per Binnenschiff direkt zu den mobilen Transportbetonanlagen auf der Baustelle transportiert. Aus dem Werk Neuss kam Dyckerhoff Aquadur Doppel, das Werk Neuwied produzierte Dyckerhoff Ecodur. Solche Hochofenzemente enthalten zwischen 35 und 64 Prozent weniger Portlandklinker – dieser wird durch Hüttensand ersetzt – und haben dadurch eine reduzierte Kohlestoffdioxid-Last.

Niedrigwasser auf dem Rhein als Schwierigkeit
Eine logistische Herausforderung musste während der Trockenheit im Jahr 2018 bewältigt werden. Wegen Niedrigwassers war die Schifffahrt auf dem Rhein zwischen Juli und Anfang Dezember von Neuss aus stark eingeschränkt und von Neuwied aus gar nicht möglich. In dieser Zeit konnte Dyckerhoff die Lieferfähigkeit durch Ersatztransporte per Lkw gewährleisten.

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