Höhere Einbautemperaturen möglich

Marvin Meyke,

Beton für den Sommer

© HeidelbergCement AG / Steffen Fuchs

Betonieren im Sommer ist eine große Herausforderung. Um das schnellere Ansteifen des Betons bei Hitze zu vermeiden, waren bisher zahlreiche Maßnahmen erforderlich, die den Einbau auf der Baustelle  beeinflussten. Mit SunCrete bietet die Heidelberger Beton ein Produkt an, mit dem das Betonieren bei Hitze bis zu einer Betontemperatur von 35 Grad Celsius problemlos möglich sein soll. 

SunCrete in Konsistenzklasse F4 mit einem Größtkorn von 16 Millimeter ist auf der Baustelle gebrauchsfertig und kann im gewohnten Zeitfenster verarbeitet werden. Die aufwendige, kosten- und energieintensive Betonkühlung durch Eis oder Stickstoff sowie das Vornässen der Gesteinskörnung, um die Frischbetontemperatur unter 30 Grad Celsius zu halten, entfällt. Die weiche Einbaukonsistenz reduziert die Belastung des Baustellenpersonals. Um eine normgerechte Betonqualität im Bauteil zu erreichen, darf die Frischbetontemperatur allgemein die Marke von +30°C nicht überschreiten , es sei denn, es wird durch geeignete Maßnahmen sichergestellt, dass keine nachteiligen Folgen zu erwarten sind.

Bei erhöhten Betontemperaturen nimmt die Reaktivität des zementgebundenen Systems zu. Die Folgen können ein frühzeitiges Ansteifen und Erstarren sowie höhere Frühfestigkeit und Rissbildung an der Betonoberfläche sein. SunCrete sichert einen gleichbleibenden Konsistenzverlauf ohne unplanmäßiges Rücksteifen innerhalb der normativ üblichen Verarbeitungsdauer von 90 Minuten. Die Betondruckfestigkeit nach 28 Tagen wird durch die hohen Beton- und Umgebungstemperaturen nicht negativ beeinflusst.

Eine intensive und frühzeitige Nachbehandlung des mit hohen Frischbetontemperaturen von bis zu 35°C eingebauten noch jungen SunCrete zum Schutz gegen vorzeitiges Austrocknen, bleibt trotz aller Arbeitserleichterungen und neuen Eigenschaften dennoch notwendig. Sinnvolle Methoden zur Vermeidung von Rissen sind zum Beispiel das Abdecken der Oberfläche mit Folien, oder das Besprühen mit Wasser. Aber auch der Verbleib in der Schalung oder das Aufbringen von flüssigen Nachbehandlungsmitteln (Curing) sind möglich. Als Ergänzung bietet die Heidelberger Beton GmbH zudem den Online-Service eines temperaturüberwachten SunCrete an. Durch ein Temperaturmessgerät erfolgt ein Monitoring in Echtzeit und Maßnahmen könnten just in time ergriffen werden. 

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