Nachhaltige Baustoffe

Marvin Meyke,

Klimaschutz mit Putzsystemen

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind in aller Munde, doch konkret getan wird vielerorts noch zu wenig. Die Proceram-Gruppe aus Kamp-Lintfort hat sich dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet. Eine Stellschraube dabei: mineralische Putzsysteme.

Rein mineralischen Dämmputz-Systemen dominieren das Produkt-Portfolio der Proceram-Gruppe. © Proceram

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, ist alles andere als zufrieden mit dem deutschen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele und mahnte am 11. Januar: „Wir müssen dreimal besser werden in allen Bereichen.“ Zur Klimarettung sind nicht nur Anstrengungen einzelner Staaten gefragt, sondern vor allem auch das Engagement von Unternehmen und Organisationen.“ Die Proceram-Gruppe möchte ihren Beitrag leisten.

Nachhaltig in der Produktion, Nutzung und Entsorgung

Das Produktportfolio der Proceram-Gruppe wird von den rein mineralischen Dämmputz-Systemen dominiert, die frei von Bioziden, Kunststoffen oder weiteren Schadstoffen sind. Auch bei der Herstellung können diese Produkte auf eine gute Ökobilanz setzen, da sie auf traditionelle Bindemittel wie Sand und Kalk setzen und überdies nicht auf Zuschlagsstoffe aus Übersee angewiesen sind. Die hoch dämmenden Füllstoffe werden ebenfalls regional in Deutschland produziert. Angenehme Begleiterscheinung ihrer rein mineralischen Zusammensetzung ist laut Unternehmensangaben der Beitrag des Dämmputzes zu einem angenehmen Wohnklima.

Nachhaltig werden sich diese Stoffe auch am Ende ihres Einsatzes in einigen Jahrzehnten zeigen, da sie komplett recycelbar und damit beim Rückbau sehr einfach zu entsorgen sind. Zusätzlich sorgen die Dämmstoffe mittelbar für die Einsparung an Energie und Emissionen, da sie an nahezu allen Gebäuden und jeder Oberfläche eingesetzt werden können. Auf diese Weise wird Neu- und Bestandsbau energieeffizienter und unter Denkmalschutz stehende und andere ältere Gebäude behalten aufgrund der geringen Schichtstärke nach einer energetischen Sanierung ihren individuellen Charakter.

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Klimaneutral oder gar klimapositiv

Trotz aller Bemühungen entstehen bei Herstellung, Transport und Verarbeitung der Dämmputze wie bei jeder anderen Geschäftstätigkeit auch Emissionen, die das Klima belasten können. Hier wurden nach Erstellung des Kohlenstoffdioxid-Fußabdrucks zunächst sämtliche Geschäftsabläufe der Proceram auf Einsparpotentiale geprüft und danach die nicht einzusparenden Emissionen durch den Erwerb von geprüften Klimazertifikaten ausgeglichen – mit diesen werden Klimaprojekte in aller Welt finanziert, die zur Kohlenstoffdioxid-Kompensation beitragen, wie zum Beispiel Aufforstungen oder Anlagen für regenerative Energie wie Solar-, Wind- oder Wasserkraftwerke. Auf diese Weise kompensiert Proceram alle ihre schädlichen Emissionen und steht seit Anfang 2022 sogar auf der klimapositiven Seite.

Gründung der Klimainitiative Baugewerbe

Um Klimaneutralität bei Bauprojekten zum Standard zu machen, hat die Proceram gemeinsam mit Fokus Zukunft 2020 die „Klimainitiative Baugewerbe“ gegründet. Das Unternehmen unterstützt zusammen mit der Agentur Fokus Zukunft seine Partner, Bauherren und die verarbeitenden Betriebe dabei, ebenfalls klimaneutral zu werden. In den nächsten drei Jahren sollen weitere 500 Betriebe mit Hilfe von Proceram zu klimaneutralen Betrieben werden. Derzeit baut Proceram die Initiative über den eigenen Vertrieb weiter aus und sucht prominente Unterstützer, um die Initiative noch bekannter zu machen.

Verantwortung als Unternehmer ernst nehmen

Nachhaltiges Handeln bedeutet jedoch nicht nur, mit Beträgen bezifferte Transaktionen wie den Kauf von Klimazertifikaten durchzuführen. Darum fördert die Proceram nicht nur weltweite Projekte zum Klimaschutz, sondern bringt sich auch vor Ort am Niederrhein in lokale Projekte im sozialen Bereich, in der Bildung sowie im Umweltschutz ein.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 1-2/2022.

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